Buchbesprechung

Karl Frielingsdorf:

Gottesbilder. Wie sie krank machen - wie sie heilen

 Echter Verlag, Würzburg 2007

Ausgehend von der Frage nach der VorsteIlbarkeit Gottes und der Entstehung des kindlichen Gottesbildes, zeigt er die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit übernommenen Gottesbildern auf - um des wirklichen Gottes und des wahren Menschen willen.
Der eigene Akzent seines Buches liegt darin, dass er nicht, wie nicht selten geschieht, nur die krankmachenden Gottesbilder vorführt, sondern immer Bild und Kontrast- bzw. Gegenbild vorstellt: Der dämonische Richter und der barmherzige und liebende Gott; der dämonische Todesgott und der Gott des Lebens; der Buchhaltergott und Gott, der gute Hirte; der Leistungsdämon und der Gott der Fruchtbarkeit. Die Frage nach dem Gottesbild ist also nicht nur die nach der „Gottesvergiftung“ (vgl. Tilmann Moser), sondern auch und wesentlich nach der Verlebendigung des Menschen durch den Gott, der nach dem Zeugnis Jesu kein „Gott der ­Toten, sondern der Lebenden ist“.
Man merkt dem Buch durchgehend an, dass es aus der spirituellen Praxis heraus kommt und für sie fruchtbar sein kann.
Die Frage nach den Gottesbildern und damit nach der Gottesbeziehung ist fundamental für den geistlichen Weg. Und was gibt es für eine gefährliche „Versuchung unter dem Anschein des Guten“, wenn „der Feind der menschlichen ­Natur“, wie Ignatius schreibt, sich unter der Gottesmaske versteckt. Das Buch kann einen guten Dienst für die notwendige Unterscheidung leisten.
Karl Frielingsdorf, Jesuit und Professor für Pastoralpsychologie und Religionspädagogik, ist solchem Geschehen seit Jahrzehnten auf der Spur, in vielen Kursen und Veröffentlichungen. 
  
Willi Lambert SJ

Von

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