Gottes Schöpfung ist gut

Grundlegende Wahrheiten über Heilung

von Gwen und Sandy Purdie

Grundlage 1:

Die Aspekte unseres Menschseins: Leib, Seele, Geist
Wir sind nicht nur Körper, nicht nur Seele und auch nicht nur Geist, sondern eine Kombination von allem in verschiedenen Anteilen, die sich jeder Beschreibung entzieht. Wir sind komplexe Wesen,  Ehrfurcht gebietend und wunderbar gemacht. Im Neuen Testament werden drei Aspekte jedes  Individuums genannt, Körper, Seele und Geist. So lesen wir in 1. Thess 5, 23: „Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist samt Seele und Leib müssen bewahrt werden unversehrt, unsträflich auf die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“ In jedem einzelnen machen die drei verschiedenen Aspekte Leib, Seele und Geist zusammen den ganzen Menschen aus.
Wir sind alle Leib. Wir sind Körper mit allen materiellen Aspekten, die Menschen ausmachen. Dazu gehört unsere genetische Ausstattung, alle Zellen, alle chemischen Vorgänge, die unseren Körper lebensfähig machen.
Wir sind Seele, das heißt, wir sind Wesen mit Gefühl und Verstand. Wir alle haben einen Willen, wir können Entscheidungen fällen, haben Gefühle und reagieren damit.
Wir alle sind Geist, geistliche Wesen, in der Lage, mit Gott und zueinander in Beziehung zu treten. Wir sind ausgestattet mit kreativem Vorstellungsvermögen und können Schönheit, Liebe, Wahrheit, Güte, Frieden erkennen und schätzen.
 
Krankheit kann jeden dieser Aspekte befallen. In Psalm 38 findet sich ein gutes Beispiel von jemand, der an Leib, Seele und Geist leidet. Ein Mensch mit akuten Rückenschmerzen fühlt Schmerzen in seinem Körper. Vielleicht hat er Angst, das berührt seine Seele, weil er sich fragt, woher die Schmerzen kommen und wie lange sie dauern werden. Vielleicht fühlt er sich wegen dieser Schmerzen von Gott entfremdet.
Wenn ich (Sandy) z. B. starke Rückenschmerzen habe, gelingt es mir oft nur schwer, zu Gott eine Verbindung zu halten, denn die Schmerzen blockieren mich.  Ein anderer fühlt sich vielleicht krank vor Schuld, weil er etwas getan hat, von dem er weiß, dass es unangemessen war. Diese falsche Entscheidung auf der Ebene der Seele hat dann dazu geführt, dass er seinen Körper schlecht behandelt und damit seiner Gesundheit geschadet hat.

Grundlage 2:

Als Menschen sind wir für Beziehung geschaffen.
Gott hat uns als Beziehungswesen geschaffen und nicht als isolierte Individuen. Manche Menschen sind vielleicht einsam oder empfinden es so, aber das ist nicht unsere Bestimmung.  Wir leben in Beziehungen zu anderen Menschen und zu Gott selbst, ob uns das gefällt, ob wir das anerkennen oder nicht. Die vier wichtigsten Bereiche von Beziehung sind:
unsere Beziehungen zu Gott,
unsere Beziehungen zu seiner Schöpfung,
unsere Beziehungen zu anderen, und
unsere Beziehungen zu uns selbst.
Krankheit, Verletzung ist in jedem Aspekt unseres Menschseins möglich und auch in unseren Beziehungen in jede der vier Richtungen. Jede davon kann gestört sein und der Heilung bedürfen.

Grundlage 3:

Gott hat uns geschaffen als ganze und gesunde Wesen.
Er will, dass diese Ganzheit und Gesundheit erhalten bleibt, bzw. wiederhergestellt wird. Die Schöpfung hat in sich die Kraft zur Heilung, unsere Körper sind mit einem Immunsystem und einem Wundheilungssystem ausgestattet.
Von Gott und von Menschen geliebt zu werden ist die größte Heilungskraft, die wir kennen.
Unsere Beziehungen sind vom Schöpfer so gedacht, dass wir gegenseitig Fürsorge tragen für unsere jeweiligen Bedürfnisse. Obwohl uns diese Liebe und auch die Liebe anderer Menschen verfügbar ist, sind Menschen sehr oft nicht gesund und ihre Beziehungen verarmt. Ohne Liebe sind wir wie ein Garten ohne Blumen. Etwas Entscheidendes fehlt. Aber die Liebe Gottes ist bedingungslos und die heilendste Kraft überhaupt.

Grundlage 4:

Gott hat uns nach seinem Ebenbild geschaffen, aber wir sind gefallene Wesen.
In 1. Mose 3 steht die Geschichte von Adam und Eva. Wenn man das ganze Kapitel liest, fällt auf, dass nicht nur ihre Beziehung zu Gott zerstört ist, sondern auch ihre Beziehung zueinander und zum Rest der Schöpfung.
Römer 3, 23 bestätigt das. In unserer Kultur heute ist es nicht mehr möglich, von einem anderem zu sagen, dass er ein Sünder sei. Wir sind politisch so korrekt, wir können das nicht sagen. Die Wahrheit ist: wir sind alle gefallene Geschöpfe und reichen nicht an das heran, als das Gott uns gedacht hat. Wir sind alle empfänglich für Sünde und bringen Gott nicht die ihm gebührende Ehre entgegen.
Das hat Folgen: körperliche, geistige, geistliche, auf der Gefühlsebene und auch für unsere Beziehungen und beeinträchtigt uns, manchmal mehr, manchmal weniger. Deswegen brauchen wir Hilfe von dem Einen, der uns geschaffen hat, der uns gesund und heil macht in allen Bereichen unseres Lebens.

Grundlage 5:

Gottes Wunsch und Sehnsucht ist es, uns zu heilen.
Er will und kann unseren Schaden wiedergutmachen, uns zu Gesundheit, Ganzheit und in gesunde Beziehungen zurückführen. Dieser Wunsch, uns zu heilen, findet sich deutlich in Gottes Wort:
2. Mose 15, 26: „Ich bin der Herr, dein Arzt.“
Psalm 103, 3: „der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen.“
Hesekiel 34, 15-16: „Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der Herr. Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.“
Matthäus 4, 23: „Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.“
Lukas 4, 18: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen.“
Matthäus 8, 16-17: „Jesus machte alle Kranken gesund, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jesaja 53,4): Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er getragen.“
 

2008 ist ein Buch von Gwen Purdie auf deutsch erschienen:
Jetzt tut es nicht mehr weh.
Leben nach sexuellem Missbrauch

Vorwort von Leanne Payne
ISBN 978-3-940188-02-1
Asaph-Verlag, Lüdenscheid

Von

  • Gwen und Sandy Purdie

    arbeiten als Gebetsseelsorger in Schottland und weltweit. Sie gehören zum internationalen Seelsorgeteam ­„Pastoral Care Ministries“. Seit Jahren begleiten sie die OJC-­Gemeinschaft.

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