Der gegenwärtige Augenblick ist das Fenster,
durch das Gott in das Haus meines Lebens schaut.
                                      Meister Eckhart

Liebe Mitchristen

"Gott ist gegenwärtig“ dieses Lied kennen wir alle, das singt sich so schön. Doch wo bin ich? Bin ich auch gegenwärtig, zugegen, an­wesend, „bei der Sache“?          
Wenn Gott durch das Fenster meines Hauses schaut, trifft er mich da an? Bin ich im Augenblick daheim, bei mir selbst zu Haus?        
Wir haben viel zu tun und uns angewöhnt, ­Dinge schnell, effektiv und möglichst gleich­zeitig zu erledigen. Multitasking heißt das auf neudeutsch. Das ist nützlich, spart Zeit und ­erweckt außerdem den Eindruck, als sei man furchtbar beschäftigt und damit furchtbar wichtig. Manchmal entdecke ich diese innere ­Haltung bei mir.             
Das Gegenteil kommt mir ganz leise in einer der nächsten Strophen des oben zitierten Liedes (EG 165) entgegen: „Mache mich einfältig, innig, ­abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden. Mach mich reines Herzens, dass ich deine Klarheit, schauen mag in Geist und Wahrheit...“               
Einfältig sein, ein reines Herz haben, Gott schauen – vielleicht entdeckt der eine oder andere bei sich die leise Sehnsucht danach und fragt sich, ob das in unserer schnellen und hoch­komplexen Zeit überhaupt noch möglich ist.  
Ich denke ja. Denn Gott, der im Augenblick in das Fenster meines Lebens schaut, hat doch seinerseits ein großes Interesse, mich dort anzutreffen, Blickkontakt zu haben.               
Dazu hat er uns die Zeit, den heutigen Tag ­geschenkt, um uns zu begegnen. Hat er darin Platz? Gibt es Raum bei mir? Bin ich bereit, für diese Begegnung einmal anzuhalten? Wenn nicht, verpasse ich etwas wesentliches, denn Heute ist die Zeit der Gnade, heute ist der Tag des Heils (2 Kor 6,2). Dieses HEUTE ist so kostbar, dass wir ihm ein ganzes Heft gewidmet haben.      
Es soll Ihnen Lust auf diese Begegnung im Augen-Blick machen und dazu helfen, sich jedes HEUTE als ein einmaliges Geschenk geben zu lassen. Dann können Sie Ihn vielleicht ganz leise ein­laden: „Herr, komm in mir wohnen. Lass mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch ­werden...“        

Ihre Meinung ist immer noch gefragt

Die Greifswalder Briefträger dachten sicher, ich hätte jeden Tag Geburtstag, so viele Briefe kamen hier in den letzten Monaten an.     
Per Post, Mail oder Telefon erreichten uns ca. 85 Antworten auf unseren Fragebogen, einige davon sehr persönlich. Vielen, vielen Dank an alle, die sich aufgemacht haben, uns an ihren Erfahrungen mit dem BPS teilhaben zu lassen und ihre Ideen und Anregungen mit uns zu teilen. Es waren so viele, dass ich gar nicht jeden einzeln würdigen und beantworten kann.          
Von 85 Antworten kamen ca. 50 von Frauen und ca. 30 von Männern, einige ohne Namensnennung. Die meisten Leserbriefschreiber gehörten der Altersgruppe der 50- bis 70jährigen an. Doch noch weit interessanter ist die Tatsache, dass ca. 50% der Schreiber den BPS seit 20 Jahren und länger beziehen, ca. 20% seit über 10 Jahren und sich nur sehr wenige neu hinzugekommene Leser zu Wort gemeldet haben. Knapp die Hälfte gab an, dass ihnen ein Erscheinungsrhythmus von zweimal im Jahr gerade recht ist, dagegen wünschten sich knapp ein Drittel Leser, dass der BPS öfter ­erschiene.  Von den verschiedenen Rubriken, die wir anbieten, sind offensichtlich die Grundsatz­artikel der klare Favorit, gefolgt von Zeugnissen, Interviews und Meditationen.     

Was uns das gebracht hat?       

Zuallererst und vor allen Dingen haben sie mir persönlich den Brennpunkt Seelsorge nahe gebracht. War es vorher eher ein zögerlicher Gehorsamsschritt, diese Zeitschrift zu übernehmen, ließen Ihre Zuschriften nicht nur die Liebe dazu in mir wachsen, sondern auch die Zuversicht, dass mit ihr etwas entstehen kann, was weit über unser eigenes Können, Wollen und Machen hinausgeht.  Außerdem hat es einige ganz konkrete Fragen beantwortet: Sollen wir den BPS wieder öfter als zweimal im Jahr herausbringen? Die meisten meinen NEIN. Sind Grundsatzartikel noch angebracht? Die allermeisten sagen JA. Leben wir von den Zuschriften, Gebeten und Spenden der älteren Generation? Ich denke JA. Brauchen wir neue Leser in der jüngeren Generation?              
UNBEDINGT!!! 

Brennpunkt in Zahlen     

Vielleicht interessieren Sie noch folgende Zahlen:
Der BPS hat zur Zeit 7131 Freunde, 6510 im Inland, 621 im Ausland.
5400 Freunde bekommen sowohl das Salzkorn als auch den Brennpunkt Seelsorge.
200 bis 300 gehen an Kirchgemeinden, Ausbildungsstätten und Werke, die es auslegen.
Die Auflagenstärke beträgt 9000 Stück.
Für den Druck bezahlen wir ca 2500 €, das Layout kostet uns 1400 €; die Rechte an ­Texten und Bildern ca. 200 €.
Die Versandkosten betragen ca 5000 €. 
Die Zahlen beziehen sich auf eine Auflage.   

Ziele   

Mein Glaubensziel für den Brennpunkt Seelsorge ist, dass sich die Zahl der Bezieher in den nächsten Jahren auf 10000 erhöht. Glauben Sie mit?
Dazu wäre es wichtig, die Zeitschrift gerade unter der jüngeren Generation, bei den unter 40-Jäh­rigen, bekannter zu machen. Dazu sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Wie wäre es, wenn Sie die jeweils neueste Nummer in Ihrer Gemeinde  auslegen oder Ihrer Weihnachtspost beilegen? Dafür können Sie den BPS von unserem Versand in beliebig großer Stückzahl anfordern. Letztlich ist es an Gott, diese Zeitschrift (finanziell) zu erhalten, jeder Ausgabe Sinn zu geben und sie zu ­Seinem Werkzeug zu machen. Ich freue mich, dass wir miteinander dazu einen Beitrag leisten dürfen.                            
So wünsche ich Ihnen HEUTE gute, lebens­stiftende Begegnungen mit dem, der viel Geduld aufbringt, um Sie und uns alle liebevoll anzuschauen.    

Mit dem ganzen Redaktionsteam grüßt Sie ­herzlich,
Ihre

                   Rebekka Havemann

Von

  • Rebekka Havemann

    Krankenschwester, lebt seit 1999 in der OJC. Seit Sommer 2014 verstärkt sie das Team vom Haus der Hoffnung in Greifswald. Seit 2016 gibt sie die Zeitschrift Brennpunkt Seelsorge heraus.

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