Buchvorstellung

- D. E. Fountain: Die heilende Kraft Gottes
Daniel E. Fountain
Die heilende Kraft Gottes. Krankheit, Heilung und der Faktor Glaube
Neufeld-Verlag 2008
„Krankwerden ist menschlich. Auf die eine oder andere Weise trifft es jeden.“ So nimmt Dr. D. E. Fountain seine Leser mit ins Nachdenken über die Ganzheitlichkeit des Menschen. Mit der provozierenden Frage: „Weiß Ihr Arzt, wer Sie sind?“ beginnt er das erste Kapitel. Er ist selbst Arzt und hat viele Jahre in der Republik Kongo gelebt und gearbeitet. Dabei ist er auf Wirklichkeiten gestoßen, die sein medizinisches Denken und Arbeiten sowie seinen Glauben als Christ maßgeblich beeinflusst haben: Was steckt wirklich hinter einer Erkrankung?
Dr. Fountain wendet sich dabei gegen eine allzu einseitige und isolierte Betrachtungsweise des Körpers, der Seele oder des Geistes. Er sieht diese in einem engen Beziehungsgeflecht. „Der geistliche Faktor, eine bodenständige Psychologie und eine gute medizinische Versorgung“ bewirken viel im Sinne einer gesunden Ganzheitlichkeit. Dabei geht es ihm nicht nur ums „Kurieren“, d. h. ums Loswerden einer Krankheit, sondern ums „Heilen“. Damit meint Dr. Fountain die Wiederherstellung des ganzen Menschen und Erneuerung seiner Gottesebenbildlichkeit.
Es gelingt ihm, gute theoretische Grundlagen in verständlicher Sprache darzustellen. Unter anderem macht er einleuchtende Aussagen über Körper, Seele und Geist, über die Reinigung und Heiligung des Herzens, die Frage nach dem Warum einer Krankheit sowie dem Einfluss von Sünde und Vergebung.
Zusammen mit der Pastorin Felicity Matala leitete er als Arzt über viele Jahre einen integrierten medizinisch-seelsorgerlichen Dienst im Vanga Hospital in der Republik Kongo zur Heilung des ganzen Menschen. Hieraus werden viele eindrückliche Beispiele berichtet, in denen Dr. Fountain seine theoretischen Aussagen untermauert. Somit bleibt das Thema lebendig und macht es interessant für einen breiten Leserkreis. Neben Menschen in helfenden Berufen (Pflegepersonal, Ärzte, Seelsorger...) ist das Buch wegen seiner verständlichen Sprache und seiner differenzierten Betrachtungsweise auch für Leute ohne medizinisches und theologisches Fachwissen sehr zu empfehlen.
Anja Martschewski, Chemnitz
erschienen in:
Brennpunkt Seelsorge 3/2008, Angst, Sorge, Schuld. Was uns niederdrückt, S. 92
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