Buchbesprechung

Katharina Schridde. Ich danke Gott und freue mich
Katharina Schridde. Ich danke Gott und freue mich

Katharina Schridde (Hg.):

Ich danke Gott und freue mich.

Gebete von Dichtern.

Mit Bildern von Renate Menneke.
Präsenz-Verlag , Gnadenthal 2010
 

Die evangelische Benediktinerin Katharina Schridde hat ein kleines Büchlein mit sehr schönen Gebeten von Dichtern aus fünf Jahrhunderten herausgegeben, das aber, so sagt sie, mehr als nur eine Gebetssammlung sein soll. „Es stellt eine Verdichtung der innigen Berührung zwischen Gott und den Menschen dar.“
Beten kann und darf jeder. Jeder spürt irgendwann einmal, dass da etwas ist, dem man alles entgegenschleudern kann, die Bitte um Rettung oder Veränderung, die Anklage, aber auch den Dank und das Lob. Gott schafft mit Worten und mit Worten darf der Mensch auf diese Schöpfung antworten. So beginnt ein Gespräch und das ist eigentlich Gebet. Dichter aber können Worte finden, die in ihrer Verdichtung uns berühren und darum über uns hinausreichen. Darum gehören Gedicht und Gebet zusammen.
In dieser Auswahl hören wir Stimmen von Martin ­Luther, Matthias Claudius, Joachim Neander, Novalis, Theodor Fontane, Paul Gerhardt bis Rainer Maria Rilke, Carl Zuckmayer, Paul Celan, Mascha Kaléko, ­Ricarda Huch, Franz Werfel, Christian Morgenstern, Dietrich Bonhoeffer und vielen anderen.
Jeder Abschnitt wird eingeleitet von einem der farbenfrohen und ansprechenden Bilder der Künstlerin ­Renate Menneke.
Wie eigentlich alle Bücher aus dem Präsenz Verlag ist auch dieses gut in die Hand zu nehmen und gut anzuschauen. Wer es kauft, um es zu verschenken, möchte es vielleicht doch lieber selbst behalten oder greift gleich ein zweites Mal zu.
 
Birte Undeutsch, Reichelsheim
 

erschienen in:

Brennpunkt Seelsorge, 2/2010, Männer-Welten. Identität und Reifen im Leben des Mannes, S. 61
 

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