Buchbesprechung

Hahn/Horn: Baustelle Erste Liebe
Hahn/Horn: Baustelle Erste Liebe

Ute Horn & Winfried Hahn:

Baustelle Erste Liebe

Mit Teenagern über Freundschaft, Liebe und Sexualität sprechen.

Hänssler Verlag 2005
 

Die zentrale Frage des Buches „Baustelle Erste Liebe“ stellt bereits der Untertitel: Wie redet man am besten mit Teen­agern über Freundschaft, Liebe und Sexualität?
Ute Horn und Winfried Hahn, die Autoren des Buches, geben fachkundig Auskunft über Tücken und Chancen der heiklen Themen, um die keine Familie herumkommt. Ute Horn ist Dermatologin und ehrenamtliche Familienberaterin, Winfried Hahn, Pastor und Pädagoge, leitet das De’Ignis Wohnheim Haus Tabor zur außerklinischen psychiatrischen Betreuung.
Die Autoren bieten keine Patentrezepte, geben aber viele Anregungen zum Umgang mit dem Thema und ermutigen mit zahlreichen Beispielen Eltern, ihren Kindern beizustehen, ein gestärktes Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Zivilcourage zu entwickeln. Worauf es für Eltern ankommt, betonen sie, ist nicht die Professionalität, sondern die ­Nähe zum Kind: Eltern tun ihren Kindern am meisten gut, wenn sie Eltern für sie sind. Wichtig ist das Vertrauensverhältnis.
Kinder und Eltern müssen lernen, die Sichtweise der jeweils anderen Seite ernstzunehmen und zu respektieren. Nur dann kann in einem ­offenen Gespräch ein Konsens gefunden werden, der den Familienfrieden nachhaltig ­sichert.
Das Buch ist ansprechend, lebensnah, aufrichtig und kein bisschen belehrend oder gar vorschreibend, die Erörterungen werden durch Erfahrungsberichte anschaulich gemacht. Wichtige Hinweise und Tipps zum Medienverhalten, Werbung, Kleidung und auch rechtliche Fragen rund um Familie und Sexualität stecken das Umfeld zum Thema ab. Ein guter Ratgeber für Eltern und für alle, die mit Teenagern arbeiten.   
 
Claudia Thor
 

erschienen in:

Brennpunkt Seelsorge, 5+6/2006, Vom Geheimnis des Gehorsams. Hören und Gehorchen in der Seelsorge, S. 117
 

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