Buchrezension
- Tanja Jeschke, Marijke tenCate: Die Bibel für Kinder
Tanja Jeschke / Marijke ten Cate:
Die Bibel für Kinder
Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2008
Braucht es wirklich noch eine Kinderbibel? Allein bei Amazon findet man unter diesem Stichwort Verweise auf 39 verschiedene Ausgaben. Aber diese hat uns noch gefehlt!
Zuerst sind mir die bunten Bilder aufgefallen. Sie sind farbenprächtig, aber nicht knallig. Die Figuren wirken sehr echt, sie haben echte Gesichter und man kann sich mit ihnen identifizieren. Auf vielen Bildern spielen Kinder eine Nebenrolle. Sie zu entdecken lohnt sich, denn mit ihrer Haltung, ihren Blicken kommentieren sie das Geschehen. Mir gefällt auch der Jesus sehr gut. Kein Bart, keine langen Haare, immer ein bisschen strubbelig – dem wäre ich auch gerne begegnet.
Die Auswahl der Geschichten spannt einen Bogen über das zentrale Motiv der Bibel: Gott liebt die Menschen, jeden einzelnen. Und wie oft sie ihn auch ablehnen und sich abwenden, Gott gibt nicht auf. Bis zum Schluss, wenn alles neu wird. Das zu vermitteln ist der Autorin offensichtlich ein Anliegen und es gelingt ihr auch. In der Geschichte vom Sündenfall steht nicht etwa: „Ihr habt nicht getan, was ich befohlen habe. Zur Strafe schmeiße ich euch hier raus“, sondern: „Ihr könnt jetzt nicht mehr hier im Garten leben. ... Das wird nicht leicht für euch sein.“ Daraus spricht bei aller Enttäuschung große Fürsorge.
Diese Bibel kann also dazu beitragen, unseren Kindern ein positives Gottesbild zu vermitteln, die Botschaft von Liebe, Vertrauen und Angenommensein. Deshalb kann ich sie von ganzem Herzen weiterempfehlen. Man kann sie gut Kindern ab 4 Jahren vorlesen. Sicher schauen sie die Bilder auch gerne alleine an. Sie ist aber auch für Kinder in den ersten Grundschuljahren noch interessant.
Birte Undeutsch, Reichelsheim
erschienen in:
Brennpunkt Seelsorge, 4/2008, Als Kind vor Gott. Rechnen mit der Vaterliebe, S. 125
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