Aufruf zum Gebet - Kalender 2011
Liebe Freunde,
„Der Anfang will erbeten, täglich neu erbeten sein!“ Davon war Heinrich Vogel 1948, angesichts der politischen, moralischen und geistlichen Trümmer der Nachkriegszeit, überzeugt. Wie damals, so ist das Gebet auch heute die Quelle und Lebenswurzel, die unsere gesellschaftlichen Hoffnungen und unsere Gottesbeziehung lebendig hält. Erinnern wir uns: Offensives Christsein wurde 1968 eine Antwort für diejenigen, die mit sich, ihrer Gesellschaft und ihrer Kirche unzufrieden waren und einen neuen Anfang im Glauben, Leben und Denken suchten. Und das Gebet - unser Herzensgespräch mit Gott - war die Mitte dieses Anfangs, damals wie heute.
Hier können Sie den Kalender Aufruf zum Gebet 2011 bestellen »
Nun mag jeder beten, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Viele aber erleben bei der Suche nach den rechten Worten formulierte Gebete als Anstoß zum eigenen Beten, wie folgendes Bild veranschaulichen mag: Ein Segelflugzeug kann sich nicht selbst in die Luft erheben, sondern ist auf die Zugkraft eines Motorflugzeugs angewiesen, um in den tragenden Aufwind zu gelangen. Dort klinkt es sich aus, um seine einene Runden zu fliegen. So könen uns vorangegangene Geschwister durhc das Zeugins ihrer Zwiesprache mit Gott in den tragende Aufwind seiner Gegenwart ziehen. Dort lernen wir dann, als Beter unsere eigenen Kreise zu ziehen. Lassen wir uns im kommenden Jahr in jedem Monat durch ein Gebet neu in die Gegenwart Gottes tragen!
Vor Jahren hat der Maler Peter Holme die Evangelienbücher künstlerisch gestaltet. Gemäß der Anzahl der Kapitel entstanden 89 meditative Bildkompositionen, aus denen wir 14 für sie ausgesucht haben. Den Grundton der vier Evangelien farblich zu erfassen und die Kernbotschaft eines jeden Kapitels symbolisch zu verdichten - das verbindet und unterscheidet sie. Im Zusammenklingen vertrauter und fremder Symbole in dieser offenen Gestaltung spiegelt sich vielleicht auch die Ambivalenz dessen, was wir an uns selbst, an anderen und auch an Gott begreifen - und was als Frage offen bleibt. All dies sucht seinen Platz im Gebet.
Wir wünschen ihnen und uns, dass die Bilder und Gebete Sie in die Gegenwart Gottes und durch das Jahr tragen. Seien Sie im Namen der OJC-Gemeinschaft herzlich und in dankbarer Freundschaft gegrüßt.
Ihr und Euer Redaktionsteam mit
Ralph Pechmann & Dr. Dominik Klenk
Über den Künstler
Peter Holme (*1940 in Freiberg, CSR) studierte in Mannheim an der Freien Akademie der Künste bei Paul Berger-Bergner und war Meisterschüler von Oskar Kokoschka. Seit 1985 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler.
Die in diesem Kalender präsentierten Bilder stammen aus der Buchgestaltugn der Vier Evangelien. Holme hat über Jahre intensiv mit poetischen und spirituellen Texten gearbeitet und sie zu Bildern gestaltet. Aus diesem künstlerischen Prozess sind aufwendig gearbeitete Bücher entstanden, in denen Text und Bild einander gegenseitig erhellen und inspirieren

















