Robert Spaemann / Bernd Wannenwetsch: Guter schneller Tod?

Spaemann/Wannenwetsch: Guter schneller Tod?

Was ist das Leben wert? Darf man, soll man gar wieder zwischen wertem und unwertem Leben unterscheiden? Oder tun wir das nicht längst, wenn wir den „würdevollen Tod“ nur noch als den selbstbestimmten, schnellen, sterilen und für alle am Sterben Beteiligten möglichst reibungslosen definieren? Daran, wie eine Gesellschaft mit dem Tod umgeht, wird ihr innerster Wesenszug offenbar: letztlich der Grad ihrer Humanität und ihre Fähigkeit zur Sinnstiftung.

Ein katholischer und ein evangelischer Ethiker nähern sich jeweils der Frage, wie die christlich-biblisch fundierte Sicht auf den Tod die abendländische Kultur in ihrem Fundament geprägt hat. Und sie zeichnen eindrücklich jene Erosion des Humanum nach, die der Verlust dieser transzendentalen Selbstverortung des Menschen bewirkt.

Anschaulich und eindrücklich, erhellend und alarmierend – eine lohnende Lektüre für alle, die der von Machbarkeitswahn und vordergründiger Pragmatikmoral überlagerten Debatte um die Kultur des Lebens und der Menschlichkeit nachgehen möchten.

Robert Spaemann/Bernd Wannenwetsch: Guter schneller Tod? Von der Kunst, menschenwürdig zu sterben. Fontis-Verlag, Basel

Die Rezension ist zuerst erschienen in Salzkorn 1/2015, Wir Sterblichen. Dem Ende entgegen leben

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