Im Schatten von Jesus Christus

Willmann: Im Schatten von Jesus Christus

Es hat mir schon Spaß gemacht zu lesen! Ein Außenstehender, kein Jünger Jesu, Azor genannt, soll im Auftrag der Hohen Priesters Jesus bespitzeln. Er soll Jesu Reden, sein Verhalten, seine Wunder genau beobachten und Berichte geben, um eine Gotteslästerung nachzuweisen, die zur Verurteilung und Hinrichtung führen sollte. Azor kommt sehr schlecht mit dieser Aufgabe zurecht, da er verstümmelt wurde (durch den Folterknecht des Hohen Priesters), nicht gehen kann und dadurch auf die Berichte der Jünger angewiesen ist. Er selbst sieht Jesus sehr selten; aber mit den Jüngern, besonders mit Judas Ischariot, Thomas und auch mit Petrus und Johannes unterhielt er sich oft. Vieles, was uns in den Evangelien berichtet wird, ist für den Spitzel wichtig. Die verschiedenen Ereignisse werden mit Personen geschildert, die damals dabei gewesen sein könnten.

Wir werden hinein genommen in die Gedanken der Jünger. Was haben sie verstanden von der Lehre Jesu, den Wundern und Gesprächen? Vertrauen sie Jesus, glaubten sie, dass er der Messias, Gottes Sohn ist? Die letzte Phase der Passionszeit ist sehr gut nachvollziehbar beschrieben. An verschiedenen Stellen ist man persönlich gefragt und hinterfragt: Was hätte ich gedacht, was geantwortet, was geglaubt, was getan? Komme ich mit Nichtchristen so ins Gespräch, dass sie in der heutigen Sprache verstehen, was Jesus gelehrt, gelebt und getan hat?

Das etwas mühevolle Einlesen in diese Thematik ist lohnenswert!

Hannelore Kaiser, Korntal

Hans-Frieder Willmann, Im Schatten von Jesus Christus, Masken-Verlag, Stuttgart 2011, 19,80 €

zuerst erschienen in: Brennpunkt Seelsorge 1/2012, "...und erlöse uns von dem Bösen"

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