Kloster auf Evangelisch

Aus der Wiesche-Lilie-Kloster auf Evangelisch

Berichte aus dem gemeinsamen Leben

Anna-Maria aus der Wiesche; Frank Lilie u. a. (Hg.)

Preis: 12,80 €
Vier-Türme-Verlag Münsterschwarzach, 170 Seiten, gebunden, 20,0 x 22,0 cm, 61 s/w-Abbildungen, ISBN 978-3-89680-904-9,

Im Jubiläumsjahr der Reformation stellt dieses gemeinsame Buchprojekt der geistlichen Gemeinschaften im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland 26 evangelische Kommunitäten, ihre Lebensweise und ihr Selbstverständnis vor.

Aus dem Geleitwort von Jürgen Johannesdotter, von 2007 bis 2016 der Beauftragte der EKD für den Kontakt mit Kommunitäten, Schwestern- und Bruderschaften:

Kloster auf Evangelisch – gibt es das? 500 Jahre nach jenem berühmten Thesenanschlag Martin Luthers an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg, der als Beginn der Evangelischen Kirche betrachtet wird. Im Jahre 2017 soll dieses Ereignisses gedacht werden. Anders gedacht werden als vor 100, 200, 300 und 400 Jahren. Nicht gegen die katholische Kirche, nicht gegen die orthodoxen Kirchen, nicht gegen irgendjemanden, sondern für Christus. Ein Christus-Jahr möge es werden, ist die gemeinsame ökumenische Sehnsucht vieler Christenmenschen.

Auszug aus:
Konfrontation mit dem Schutzengel
von Hanna Epting

Kürzlich saß ich in entspannter Feierrunde im Kreis einiger Studenten. Es war die Hochzeit meines zweitjüngsten Bruders. Das Ambiente war geschmackvoll alternativ, die Gäste witzig und intelligent, der Smalltalk charmant und heiter. „Und, was geht bei Euch so? Ihr lebt doch in so ’ner Gemeinschaft mit?“ Die Frage ging an mich, und ich entschied mich für den unverblümten Weg: „Ja, genau. Wir sind jetzt seit sechs Jahren bei der Offensive Junger Christen in Reichelsheim. Und wir werden im Oktober in diese Gemeinschaft eintreten. Verbindlich und lebenslänglich.“ Das traf. Nach der ersten Schockstarre kam ein verhaltenes „wow“ und „krass“.

Inzwischen ist es wahr geworden. Mein Mann Gerd und ich haben die Fragen, die uns in das verbindliche Leben im Kreis der Gemeinschaft eingeladen haben, mit „Ja, ich will, und Gott helfe mir“ beantwortet. Wir wurden herzlich aufgenommen in den Kreis der Gefährten und mit einem rauschenden Fest willkommen geheißen. Noch ist der neue Ring, den wir am Finger tragen, ungewohnt, aber wir tragen ihn mit Freude und Stolz. Aber wir sind uns auch durchaus bewusst, dass das tatsächlich ganz schön „krass“ ist, auf was wir uns da eingelassen haben.

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