Aufruf zum Gebet - Kalender 2009

Aufruf zum Gebet 2009
Was bei den Menschen unmöglich ist,das ist bei Gott möglich. Lk 18,27

Liebe Freunde,

"Dichtung ist die Sehnsucht, die Sprache des Anfangs wiederzugewinnen" - meditierte der evangelische Theologe Heinrich Vogel. Was für die Dichtung gilt, ist auch für die bildende Kunst wahr: sie ist "die Sehnsucht des Auges, das Urbild des Anfangs wieder zu schauen".

Wort und Bild, Malerei und Poesie tragen etwas vom Geheimnis des Anfangs in sich - als Gott Himmel und Erde schuf (1 Mo 1,1). "Im Anfang war das Wort" (Joh 1,1). In diesem geheimnisvollen Anfang ist auch unser alltäglicher Beginn umfangen: Jeder Morgen birgt die Chance und die Herausforderung, anzufangen.
Lassen wir uns neu ansprechen und sind wir bereit zu antworten?

Um schöpferisch zu bleiben, brauchen wir die Verwurzelung im Anfang. Wer darin wurzelt und bewusst daraus lebt, kann auch an düsteren oder stürmischen Morgenden mit Himmel und Erde in fruchtbarer Verbindung bleiben. Gemeinsam mit vielen anderen haben wir erfahren: Bei Jesus ist immer ein Anfang.

Die Motive des Malers Matej Metlikovic sollen uns Begleiter durch die Tage und Monate des Jahres 2009 sein. Bilder, die zum Schweigen und zur Sammlung führen und die uns die vertrauten Ereignisse im Buch der Bücher neu vor Augen führen, um uns dabei auf Neues im eigenen Leben zu stoßen. Sensible, kräftige Farben, ein Spiel mit Formen und schwungvollen, schwarzen Konturen, die das biblische Motiv umreißen - sie alle sprechen vom Geheimnis des Anfangs. In diesem Sinne ist jedem Bild ein Herzenswort zugeordnet, das von der Erfahrung des Anfangens spricht.

Beides wollen wir mit Ihnen, unseren Freunden, auch dieses Jahr teilen. Mögen die Bilder und Worte Sie beflügeln, mit dem Urgrund unseres Lebens verbunden zu bleiben und den eigenen Anfang täglich zu wagen.

Seien Sie herzlich und dankbar in Freundschaft gegrüßt und bleiben Sie mit uns zusammen begnadete Anfänger.

Mit der ganzen OJC-Kommunität grüßen Sie

Ralph Pechmann und Dr. Dominik Klenk

 

Über Matej Metlikovic

Matej Metlikovic, geboren 1956 in Kranj (Slowenien), studierte Malerei an der Akademie für Bildende Kunst in Ljubljana und absolvierte 1981, nach seinem Diplom, die Meisterklasse.
Seine Werke werden in Ausstellungen in Slowenien, Kroatien, Polen, Spanien, Großbritannien, Österreich und Deutschland präsentiert. Für ihn als gläubigen Katholiken ist künstlerische Kreativität stets eine Antwort auf das schöpferische Wirken Gottes: Kunst und Spiritualität begegnen und durchdringen einander in seinem Schaffen.
Seit über 20 Jahren widmet er sich daher vor allem der Ausgestaltung sakraler Räume. Er gestaltet Glasfenster, Leinwandgemälde, Entwürfe und Vorlagen für gestickte Messgewänder und Antependien (Altarbekleidung). Seine Werke befinden sich in katholischen und evangelischen Kirchen - auch in Deutschland (Stadtpfarrkirche in Biberach/Riß, Altarfenster und Antependien für die Ev. Pauluskirche in Meckenbeuren, Antependien für die Michaelskirche in Gerstetten).Kunst als inspirierter Raum der Begegnung schließt für Matej Metlikovič auch den Dialog der Künste ein. Er illustriert Gedichte und Kompositionen, gestaltet Bücher und wirkt bei der Choreographie von Tänzen mit, die bei Ausstellungen seiner Werke aufgeführt werden. Er ist Mitglied der Internationalen Gesellschaft Christlicher Künstler (SIAC).

Mehr über die aktuellen Arbeiten unter: 
Matej Metlikovic »

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