Stellungnahme zur FSJ-Arbeit der OJC

4. Dezember 2012 // Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hat in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu unserer FSJ-Trägerschaft Stellung bezogen.

Im wesentlichen ging es um die Frage, ob die vom DIJG vertretene Position zur Frage möglicher Veränderbarkeit von sexueller Orientierung Einfluss habe auf unsere Arbeit mit den Freiwilligen.


Dazu nehmen wir wie folgt Stellung:

Seit 1968 begleiten wir junge Menschen bei ihren Fragen zum christlichen Glauben und ihrer ethischen Positionierung im gesellschaftlichen Leben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Friedensarbeit, auf dem weltweiten sozialen Engagement, Völkerverständigung und Versöhnung mit besonderem Blick auf die jüngste deutsche Geschichte. Der Einsatz für Ehe und Familie und die Ermutigung zum verbindlichen Leben sind ein weiteres zentrales Anliegen.

Wir tun diese Arbeit im Sinne der ökumenischen Weite. Viele der Ehemaligen aus unseren Jahresmannschaften (FSJ-ler, Zivildienstleistende und Langzeitgäste) sind engagierte, tragende Mitarbeiter in Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft.


Auch unsere sexual- und bioethischen Positionen sind durchaus in Übereinstimmung mit Positionen der großen Weltkirchen und der Freien Kirchen im protestantischen Spektrum. Die Auseinandersetzung um das Thema Homosexualität berührt die tägliche Arbeit und Begleitung unserer Freiwilligen nur am Rande. Ehemalige und jetzige Freiwillige sind in ihrer Meinungsfreiheit nicht eingeschränkt. Wir erleben auch den kontroversen Dialog mit ihnen als belebend und bereichernd und schätzen die geschwisterliche Verbundenheit mit jenen, die gerade in diesen Fragen eine gegenteilige Meinung haben oder selbst in homosexuellen Partnerschaften leben.


Die Arbeit mit den FSJ-lern gehört zum Kernauftrag unserer Gemeinschaft. Die Einbettung dieser Arbeit in den kirchlichen Kontext ist uns dabei kostbar.

 

[Aktualisiert am 2. Juli 2013]

Stichworte: Homosexualität FSJ - Freiwilliges Soziales Jahr