Kochen im Berufsbildungszentrum

2. Mai 2013 // Alex Krutov, OJC-Partner von The Harbor in St. Petersburg berichtet aus dem Alltag seines Dienstes.

Im jüngsten Rundbrief von The Harbor gibt er Einblicke in seine Arbeit und seine Begegnungen mit Straßenkindern, die in das Berufsbildungszentrum von The Harbor kommen. Als gelernter Koch bringt er den Kindern und jungen Erwachsenen nicht nur bei, wie man sich gesund ernähren kann, sondern hilft ihnen auch zu verstehen, dass gutes Essen auch mit Liebe und Fürsorge für sich selbst und für andere zu tun hat. Im Folgenden lesen Sie einen übersetzten Auszug aus seinem Bericht. Danach finden Sie einen Link zu einem neuen Video, das weitere Einblicke in den Alltag von The Harbor gibt.

Alex schreibt: „Jedes Mal, wenn ich nach Russland komme, melde ich mich bei The Harbor und stelle ihnen meine Arbeitskraft zur Verfügung. Bei früheren Besuchen habe ich Klassen im Berufsbildungszentrum in den Fächern Englisch, Computer und Kochen unterrichtet. Bei diesem Trip habe ich bereits in fünf kulinarischen Kursen unterrichtet. Eine Gruppe, die ich unterrichtet habe, kommt von einer Anlaufstelle für Straßenkinder. Sie arbeiten seit zwei Jahren mit uns zusammen. Eine Gruppe von Kindern zwischen zehn und 18 Jahren kommt einmal in der Woche. Ihre Anzahl variiert zwischen sechs und 13 Kindern. Der kulinarische Unterricht hat drei Schüler: Roma, Natasha und Anna. Sie interessieren sich hauptsächlich für diesen Kurs, weil sie etwas zu essen bekommen, aber Natasha und Anna sind auch gut im Kochen. Mit ihnen zu kochen bietet eine wunderbare Gemeinschaft und die Möglichkeit, ihnen Liebe und Fürsorge über das Lehren von Kochen hinaus zu geben. Eine andere Gruppe von Kindern kommt von einem Waisenhaus für besonders Bedürftige. Dieses Haus schickt unserem Zentrum zwei verschiedene Gruppen pro Woche. Auch diese Kinder sind im Alter von zehn bis 18 Jahren, aber sie sind viel lauter und aktiver. Von dort hatte ich nur Jungen: Aleksey, Dima und ein anderer Dima. Aleksey hat Potential und er ist tatsächlich interessiert, Koch zu werden, aber die beiden Dimas kommen nur aus Spaß und natürlich wegen des Essens. Vor einigen Wochen fragte einer der Dimas alle fünf Minuten, 'kann ich das probieren?' Ich musste lachen, weil er nichts tat außer zu essen. Er würde sich gut bei Geschmacksproben machen.“


Hier geht es zum Video über The Harbor »

Hier kann der ganze Rundbrief gelesen werden (auf Englisch) »

Stichworte: Russland