Notruf aus der Demokratischen Republik Kongo

12. Juli 2013 // Lasttransport mit Medizin ausgeraubt, Fahrer und sechs Insassen entführt

Bereits vor sechs Wochen haben wir über das Aufflammen bewaffneter Konflikte im Osten der Demokratischen Republik Kongo berichtet. Dort liefern sich aus den Nachbarländern, Ruanda und Uganda, gestützte Rebellentruppen heftige Kämpfe mit der kongolesischen Armee. Immer wieder kommt es zu Entführungen und Morden an der Zivilbevölkerung. Unser Projektpartner, Albert Baliesima, arbeitet mit einem Team vor Ort, das die Errichtung von Gesundheitsstationen begleitet. Anfang Juli hat sich die Lage zusätzlich verschärft; das Team ist nun auch unmittelbar betroffen. Albert Baliesima hat uns geschrieben:

 
„Liebe Freunde in der OJC,
seit einigen Tagen finden im Béni-Territorium auf der Mbau-Kamango-Straße grauenerregende Kämpfe zwischen NALU-Rebellen und der Armee der Demokratischen Republik Kongo statt. Bevor die Auseinandersetzungen begannen, wurden viele Menschen entführt. Hinzu kommt, dass eine Lieferung von zwei Tonnen Medizin, die für den Einsatz in der Kamango Gesundheitszone bestimmt waren, auf derselben Straße überfallen und geplündert wurde. Der Fahrer des LKW, das völlig ausgebrannt ist, und seine sechs Passagiere wurden entführt. Die Medikamente waren von der kongolesischen NGO, Asrames, als Kredit zur Verfügungen gestellt worden. Die Summe, die uns dadurch verloren gegangen ist, beläuft sich auf 15.000 US-Dollar. Dies ist ein sehr großer Verlust für die Gesundheitszone und für die Menschen vor Ort.

 
Bitte beten Sie für uns!

 
Albert“

 
Wer zusätzlich zum Gebet die Arbeit unseres Projektpartners auch finanziell unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun.

Die Straßen im Kamango-Gebiet im Nordosten der DR Kongo sind sehr unwegsam. Die Gesundheitsstationen in den Dörfern machen schnellere Hilfe möglich. © OJC/Baliesima

Stichworte: Kongo Weihnachtsaktion