Engagiert gegen AIDS

13. Januar 2014 // Der in Frankfurt tätige Verein Christliche AIDS-Hilfsdienst e.V. (CAH) hat bei ihrer letzten Mitgliederversammlung Klaus Sperr aus Reichelsheim in seinen Vorstand gewählt.

Der evangelische Pastor lebt seit 2006 mit seiner Familie bei der Offensive Junger Christen – OJC e.V., leitete fast acht Jahre lang das Team auf Schloss Reichenberg und koordiniert das spirituell-liturgische Leben der Kommunität. „AIDS ist weiterhin eine der globalen ethischen Herausforderungen“, begründet Klaus Sperr sein Engagement. Solidarität mit den Betroffenen und diakonischer Einsatz sollten für Christen selbstverständlich sein. Insbesondere die seelische Not der Betroffenen erfordere tragende Antworten und Lösungen. Die Bekämpfung von AIDS, so Sperr, ist eine umfassende Querschnittsaufgabe, bei der karitativer Einsatz, medizinische Hilfe, sexualethische Diskussion und gesellschaftliche Solidarität zusammenkommen.

Seit 1990 engagiert sich der Verein CAH im Frankfurter Raum für die Unterstützung und Begleitung von Menschen, die mit HIV infiziert und an der Immunschwäche AIDS erkrankt sind. Neben Beratung, therapeutisch-seelsorgerliche Unterstützung und Lebenshilfe für sozial bedürftige Betroffene und Schwerkranke bietet er auch ambulante Pflege, Arbeit unter Risikogruppen wie suchtmittelabhängige Menschen und Prostituierten sowie in der AIDS-Prävention durch Vortragsarbeit und telefonische HIV-Beratung.

Von Anfang an hat die Reichelsheimer OJC diesen Dienst unterstützt und sieht sich auch weiterhin in der Pflicht. Hermann Klenk (OJC), der seit der Gründung aktiv im Vorstand des CAH tätig ist, bestätigt die Dringlichkeit: „Trotz einiger medizinischer Durchbrüche in der Behandlung der Immunschwäche ist in Sachen AIDS keine Entwarnung angesagt. Allein in Deutschland leben 78.000 Menschen mit HIV/AIDS, davon 63.000 Männer,  15.000 Frauen und 200 Kinder.“  Am rapidesten breitet sich AIDS weiterhin unter jungen Erwachsenen in Afrika aus. Die OJC fördert durch Spendenaktionen seit vielen Jahren unter anderem die Anti-AIDS-Kampagne STAYS = „Straigt Talk Among Youth in Schools“ in der Demokratischen Republik Kongo. Dort würde wird mit den Jugendlichen Klartext über Verbreitungswege der Infektion und die Möglichkeiten der Prävention geredet. 


„Klartext reden müssen wir auch im Rhein-Main-Gebiet“, meint Klaus Sperr, der nun an der Seite von Hermann Klenk die Arbeit des Vorstandes verstärkt. „Viele alte Tabus um AIDS halten sich hartnäckig – und es gibt jede Menge neue. Dabei ist die AIDS-Epidemie, gerade in der Wohlstandsgesellschaft, in vielen Fällen die Folge eines fragwürdigen und unverantwortlichen Lebensstils." Nur, wenn die junge Generation den verantwortlichen Umgang mit Nahestehenden, mit dem eigenen Körper und der eigenen Sexualität lernt, werde sich die Ausbreitung der lebensbedrohlichen Immunschwäche eindämmen lassen“, so Sperr.

Zum Team des CAH, den Petra Habeck-Reim mit Herz und großem Sachverstanden leitet, gehören eine Pflegedienstleitung, eine Sozialpädagogin, ein Verwaltungsleiter, ein AIP-ler, eine Ärztin, eine Theologin und Zivildienstleistende. In der Regel sind sechs bis acht Hauptamtliche und eine Reihe ehrenamtlicher Mitarbeiter tätig. Der CAH ist als Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau aufgenommen, seine Arbeit wird aus Spenden finanziert.
 

Kontakt: Christl. AIDS-Hilfsdienst e.V. (CAH)
Postfach 600 125, 60331 Frankfurt
Tel. 069 - 490 139, Fax 069 - 490 159
Internet: www.cahev.de
E-Mail:
info@cahev.de

Stichworte: Kongo Weihnachtsaktion Einsatz Aids