Bericht vom Großfamilientreffen

1. Oktober 2009 // Unter dem Motto "a table" fand nun schon zum dritten Mal ein Ehemaligentreffen in Reichelsheim statt. Viele von uns freuten sich auf gute Gespräche und Begegnungen, auf Zeit für Stille und zum Auftanken. Gemeinsam wollten wir auch darüber nachdenken, wie eine Verbindung zwischen der OJC-Kommunität und uns Ehemaligen gestärkt werden könnte - eventuell auch im Sinne einer "Tertiärgemeinschaft".

Da einige noch kurz vorher abgesagt hatten, waren wir eine kleine, gemütliche Runde von ca. 16 Ehemaligen aus verschiedenen Generationen und drei Kindern.

Bei einem fetzigen und fröhlichen Begrüßungsabend gab es schon viel zu lachen und wir konnten uns näher kennenlernen.

Insgesamt waren die Tage eine gelungene Mischung aus Begegnungen, geistlichem Input, Informationen und nicht zuletzt Durchatmen bei herrlichem Herbstwetter.

Besonders wertvoll war die reichliche Zeit für Gespräche und Begegnungen. Zum Frühstück wurden wir jedes Mal an einen anderen Tisch in den Häusern eingeladen - eine gute Gelegenheit, alte Bekannte oder auch neue Mitarbeiter kennenzulernen. Das Mittagessen konnte jeden Tag bei strahlendem Sonnenschein im Innenhof des REZ stattfinden.

Viel Zeit hatten wir auch in Gesprächsgruppen. Zum einen für Erfahrungsaustausch - einige Ehemalige berichteten, was sie aus ihrer OJC-Zeit in den Alltag übernommen haben - zum anderen auch zum gemeinsamen Entwickeln von Visionen.

Orte der Gemeinschaft (z.B. Ehe, Familie, Gemeinden) werden in unserer Gesellschaft immer stärker angefochten. Eine entscheidende Frage ist deshalb "Wie kann Gemeinschaft überhaupt noch gelingen?“ Wie können wir dazu beitragen, dass es gegen diesen allgemeinen Trend immer mehr Orte gibt, an denen Gott die Mitte und die Quelle ist und echte Gemeinschaft gelebt wird?

Wie kann es gelingen, Außenstehende, die von sich aus gar keine Sehnsucht nach Gemeinschaft haben, in eine solche Gemeinschaft einzuladen?

Wir waren uns einig darin, dass es schwer ist, wenn man auf diesem Feld ein Einzelkämpfer bleiben muss. Gefährten sind wichtig, um erste Schritte zu tun. Viele von uns haben auch schon die Erfahrung von Wüstenzeiten gemacht. Da ist es ermutigend zu wissen, dass Gott oft einen anderen Zeitplan hat und es wichtig ist, gerade auf Durststrecken die Sehnsucht wachzuhalten.

Die OJC-Kommunität kann uns Ehemaligen als geistliche Heimat hier Rückendeckung geben - zum Beispiel durch Impulse aus dem Salzkorn oder über Bibelarbeiten oder Predigten auf der Homepage. Und auch die Vernetzung mit anderen Ehemaligen kann hier hilfreich sein. Wie dazu das Internet genutzt werden kann, überlegte ein Teil von uns in einer Gesprächsgruppe.

Ideen, das OJC-Gut in eine Subgemeinschaft oder in die eigene Gemeindesituation miteinzubringen, gibt es viele: z.B. das Entwickeln eines gemeinsamen Lebensrhythmus, regelmäßiger Austausch, gemeinsame Sonntagsbegrüßungen, Geburtstagserzählen,...
 

Neben der Zeit des gemeinsamen Nachdenkens tat es auch sehr gut, Zeit für Stille und zum geistlichen Auftanken zu haben: Beim Freitagsabendmahl, bei den Gebetszeiten, bei Angelas Bibelarbeit zu Lk 6, 12-19 oder im Gottesdienst in der Michaelskirche.

In guter OJC-Tradition feierten wir auch eine festliche Sonntagsbegrüßung.

Außerdem konnten wir uns auch bei einer Führung über den aktuellen Stand der Bauarbeiten auf der Oberen Burg informieren, das klare, frische Wasser aus dem frisch renovierten Burgbrunnen trinken und drei exemplarische Stationen des Erfahrungsfeldes ausprobieren.
 

Hinter uns liegt eine sehr wertvolle Zeit - gestärkt und mit vielen neuen Impulsen und Gedanken sind wir wieder in unseren Alltag zurückgekehrt.Ganz herzlichen Dank nochmals allen, die diese gemeinsame Zeit ermöglicht haben! Wir kommen gerne wieder!
 

Katharina Karasek, Nürnberg

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Beim Rundgang auf den Erfahrungsfeld staunten viele über die Fortschritte der Renovierungsarbeiten - hier im Rittersaal im Krummen Bau.

Stichworte: Tagung Kommunität