Streiten will gelernt sein! Noch Plätze frei!!!

8. Dezember 2014 // Tagung vom 16. - 18. Januar 2015 Lesen Sie hier, was Teilnehmer im vergangenen Jahr erlebt haben und kommen Sie auch. Es lohnt sich.

Besser Streiten als nicht!

Da wir, seitdem wir uns kennen und geheiratet haben, immer wieder auf dieselbe unangenehme Art und Weise aneinander oder auseinander geraten, dachten wir uns, dass es eine gute Idee wäre, ein paar Insider-Tipps von anderen Christen zu erhalten, wie sich lang geübte Verhaltens-/ Denk- und Fühlmuster doch noch auflockern lassen. Immerhin sind wir jetzt schon über 40 und fragten uns, ob es wirklich noch Sinn macht, besser streiten zu lernen! Aber das nette Angebot der OJC schien uns von Gott geschickt worden zu sein und so meldeten wir uns sofort an.

Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Friederike Klenk und Ute Paul moderierten mithilfe von Frank Paul eine große Runde von ähnlich hilflosen Ehepaaren oder Freunden und erzählten auch viel von ihren eigenen Erfahrungen. Am ersten Abend rückten die meisten noch nicht mit den weniger salonfähigen Wahrheiten über sich und ihre Motive oder Probleme heraus, aber am nächsten Tag ging es ganz schön zur Sache und bei so manchen blieben die Themen nicht nur an der Oberfläche.

Für uns beide war es wichtig zu erkennen, dass alle Konflikte ein großes Entwicklungspotenzial in sich bergen. Das folgende Bild drückt es gut aus.

„Beim Streiten ist es ähnlich wie beim Segeln lernen: Wenn wir in der Segelschule sind, lernen wir nicht Wind und Wellen zu vermeiden, sondern wir lernen uns in ihnen zu verhalten und zu bewähren - und zu erkennen, bei welcher Windstärke wir die Segel streichen müssen“.

Es wurde viel erkannt und benannt, diskutiert und argumentiert, aber die wichtigsten Ergebnisse dieses Wochenendes waren wohl persönlich intensive Eindrücke und ein tieferes Bewusstsein der Veränderungsmöglichkeiten, die sich auf nachdenklichen und doch hoffnungsvolleren Gesichtern als anfangs zeigten.

Die Verköstigung war wunderbar und nach so viel geistiger und emotionaler Anstrengung auch ziemlich nötig. Am Samstagabend wurde auf jüdische Art und Weise der Sabbat eingeläutet, wobei uns die wohlausgesuchten geistlichen Inputs in geselliger Runde sehr gefielen!

Besonders schön war es für uns, dass bei einem Abschlussgottesdienst alles belastende ans Kreuz gebracht werden, und man Jesus vor Zeugen für eine spezielle Erkenntnis danken konnte. Eine persönliche Segnung nahmen wir dann gerne als Abschiedsgeschenk mit, um gestärkt wieder in den Alltag zu gehen.

Seitdem ist zwar aus dem Stinktier noch kein Waschbär und aus der Schildkröte keine Schmusekatze geworden, aber mit etwas Geduld und einer Prise Humor bewegen wir uns langsam in eine bessere Richtung! Außerdem ist das Verständnis für den Partner und seine Schwierigkeiten gewachsen und wir können schneller verzeihen und Versöhnung finden.

Renate Hartnagel und Martin Fromm (Juni 2014)

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