Bericht vom Großfamilientreffen vom 5. - 8. März 2009

19. Dezember 2008 // Constance Stiehl, Ehemalige des Jahrgangs 2006/07 war eine der 30 Teilnehmer der Begegnungstage

.... a table 2.0

"Eine Überschrift oder gar einen Anfang für diesen Artikel, für diese Tage zu finden, fällt mir schwer. So unterschiedliche Eindrücke, so tiefgehende Gespräche, anregende Diskussionen, berührende Begegnungen in den Laptop zu hacken, ist kaum möglich. Ich werde es trotzdem versuchen, diese Tage ein wenig zusammenzufassen für uns, ob wir dabei waren oder nicht. Ich steige aus dem Bus aus, angekommen in Reichelsheim. Sehe das Schloss, die HG1, die altvertrauten Straßen, Erinnerungen steigen auf vor 1 ½ Jahren verließ ich die OJC, um das spannende Studentenleben zu beginnen, so lange ist es also nicht her. Wie immer ist es das Gefühl, nach Hause zu kommen, an einen Ort, der vertraut und liebgeworden ist. Die ersten Begegnungen mit euch OJClern wie immer herzlich, wir sind willkommen. Es war vielleicht ein kleineres, stilleres Treffen als erwartet. Mit insgesamt 30 Ehemaligen, Partnern und Kindern waren wir zu Gast in der Heimat. Anfangs war ich fast enttäuscht. Nur so wenige? Die letzten Male waren die Begegnungen mit Ehemaligen doch eher geprägt von etwas mehr Lautstärke, Action, die jungen Wilden eben. Verzeiht, ihr im Herzen jungen, dass ihr auch genauso wild seid, habt ihr mir in den nächsten Tagen gezeigt.

Das Abendessen im REZ war ein schöner Einstieg um miteinander ins Gespräch zu kommen. Wie schön, die bekannten Gesichter wieder zu sehen, die Unbekannten zu begrüßen, wir sind doch irgendwie alle OJCler, der Einstieg fällt leicht. Auch durch das spielerische kennen lernen mit Ute später im Heinz-Schwarzkopf-Saal. Eine Familie, bunt, laut, ruhig, fröhlich, wehmütig, krabbelnd, laufend, vereint sich wieder einmal. Und irgendwie ist es wie immer das Gefühl, jeden zu kennen. Aber auch spannend, denn die Ehemaligen der ersten Jahre haben beeindruckende Lebensläufe hingelegt, in welcher Form auch immer. Das dürfen wir in den nächsten Tagen erleben. Freitags Abendmahl, bewegend, die Liturgie ist noch da, etwas klingt an in mir. Wir stehen im Kreis wieder vereint durch Jesus und die Gemeinschaft. Friede.

Natürlich geht es auch inhaltlich tief rein, später haben wir intensive Einheiten zu Themen wie der Vernetzung von OJC und Ehemaligen, Frank und Angela berichten über Geschichte, Aktuelles. Wir erfahren noch einmal im Schnelldurchlauf die Entwicklung der letzten Jahre, das Entstehen der Grammatik , der inneren Ordnung, verfasst von Dominik. Die Gründung der Kommunität, das Hinzukommen von den ersten Jüngeren. Irisz und Rebekka berichten, teilen ihre Herzensgeschichte in die OJC hinein und berühren. Danke dafür.

Es wird nachgedacht, diskutiert. Schon beim ersten A Table - Treffen im Herbst 2008 kam die Idee einer Tertiärgemeinschaft auf, die Gründung von Regionalgruppen. Eine Auspflanzung von uns in unsere Lebenswelten. Gesprächsgruppen schließen sich an, verschiedenste Themen wie der Klimawandel, die Glaubenszugänge von Jugendlichen, die engere Vernetzung von uns Ehemaligen werden da besprochen. Fruchtbarer Austausch.

Am Samstagvormittag die Bibelarbeit von Klaus herausfordernd, ermutigend. Horizonterweiterung für unsere Herzen und Gedanken, die Jahreslosung der OJC aus 2. Samuel 22, 36 und 1. Petrus 4,13 sind Thema. Gottes Möglichkeiten fangen bei meinen Unmöglichkeiten an, seine Unbegrenztheit ist unser Horizont! Möchte ich Salz und Licht sein für die Welt? Möchten wir eine Kontrastgesellschaft leben? Wachstum kann schmerzen, doch Gott lässt unser Leben groß werden. Nur einige der Samen, die in unsere Herzen fallen. Nachmittags geht es weiter, Ehemalige berichten von dem, was das Leben in Gemeinschaft in ihnen und ihrem Leben bewirkt hat. Es ist bewegend, wenn ich höre, wie vielfältig Gott in unseren Herzen Veränderung geschenkt hat. Es ist beeindruckend, wenn ich Zeuge werden darf, welche großen Berufungen Gott jedem von uns geschenkt hat. Ein bunter Blumenstrauß an Gaben, Plänen, Visionen, Erlebnissen und Zeugnissen kommt da zusammen.

Anschließend eine intensive Diskussion wie können wir diese Dinge mit in den Alltag nehmen, wie erleben wir diesen in unserer Stadt, im Beruf, in der Uni, im Hauskreis? Was wünschen wir uns, wo können wir unsere Gaben konkret in die OJC einbringen? Die Idee, ein Ehemaligen-Intranet aufzubauen, kommt auf. Regionalgruppen zu gründen, in denen wir uns treffen, feiern, austauschen können. Viel Abwägen, viel Kraft, viel Sprengkraft für dieses Land, in dem wir leben ist da.

Abends feiern wir die Sonntagsbegrüßung. Wieder ein Zusammenkommen, Konzentrieren auf das, was zählt, was verbindet, was uns eint. Und ein feiern. Das können wir alle noch ganz gut.

Ich könnte noch lange so weiter schreiben. Die gemeinsamen Mahlzeiten (Danke an das Service-Team, Danke an Elisabeth, es war fantastisch!) auch in den Familien und Wohnungen von euch primären und sekundären OJC-lern, der Versand am Freitagabend, die vielen vielen Gespräche, das Lachen, Beten, Singen, Schweigen es war gut.

Der Rundgang mit Ute und Ralf oben am Schloss und der Burg, zu sehen, es geht weiter und wird fantastisch werden, die Tänze, Konstantins Bier es war gut!

Sonntag ein kleiner Abschlussgottesdienst, Zeit um Loszulassen, Abzugeben, Zeit des Segens. Die Frage an uns Ehemalige: Was hat euch bewegt? Die Antworten vielfältig. Der Bogen wird gespannt über die Generationen hinweg. Die Last in der OJC ist auf viele Schulten verteilt, das ist gut.

Hier bin ich gekannt. Und vieles mehr. Zum Abschluss die Verheißung: Egal, wo wir nun wieder hingehen er ist schon dort."

März 2009

Conny Stiehl

Stichworte: Aktion Tagung