Keine Atemnot, keine Nadelstiche, keine Schmerzen mehr

9. Februar 2010 // Im ugandischen Kumi baut Carolin Meyer (FSJ in der OJC 2002/2003) seit einigen Jahren eine Gesundheits- und Ernährungsstation auf. Dort pflegen sie und ihr Team viele Mütter und Kinder und bringen ihnen Wissen über Gesundheit und Ernährung bei. In ihrem jüngsten Freundesbrief von Januar 2010 gibt Carolin Meyer Einblicke in ihren Arbeitsalltag:

„Eines unserer Kinder ist vergangene Nacht gestorben, Mary. Sie war an Aids und Tuberkulose erkrankt. Drei Wochen gehörte sie in unsere NU-Familie. JedenTag ging ich mit der Frage zur Arbeit, ist sie noch da?
 
Sie war stark, kämpfe täglich, ertrug und litt. Als sich ihr Zustand vor einer Woche so plötzlich und dramatisch verschlechterte, dass ich dachte, sie stirbt in meiner Schicht noch, rappelte sie sich nochmals auf. Wir beteten zusammen, Mama, Papa und Mary. Allerdings verstanden nur Mama und Papa Englisch. Bat um Frieden, Trost, keine Angst, Gottes Geist in dieser Situation.
 
In der darauf folgenden Nacht sagte die 4-jährige Mary: "Ich glaube es ist Zeit, dass ich sterbe." Bei der Übergabe standen mir Tränen in den Augen, Gott hatte ihr Frieden gegeben; sie wusste, was kommt, war ruhig darüber.
Eine Woche länger sollte sie leben. Vergangene Nacht verabschiedete sich Mary wiederholt von ihrer Mama mit den Worten "bye bye Mami". Keine Angst, sie wusste wohin sie geht!
 
Ist das nicht der Grund für Weihnachten? Die Hoffnung, die daraus entsprang? Singen wir nicht: "Es ist ein Ros' entsprungen, ...." Die Versöhnung mit Gott, dem Vater, durch den Mensch gewordenen Sohn Gottes-Jesus?!!!!? Sieger über den Tod, für jeden zugänglich und verfügbar.
 
Mir stehen Tränen in den Augen, zu wissen, dass Mary es jetzt gut geht: keine Atemnot, keine Schmerzen, kein Durchfall, keine Nadelstiche mehr, kein Erbrechen, keine Bauchschmerzen, keine Schwäche mehr, kein…”

Carolin Meyers vollständiger Rundbrief gibt es auf ihre Hoffnungsträger-Seite hier auf ojc.de. Dort finden Sie auch weitere Informationen über die Arbeit auf der Ernährungsstation in Kumi und können zu Carolin Meyer Kontakt aufnehmen.

Mit dem Hoffnungsträger-Projekt der Weihnachtsaktion 2009/10 unterstützt die OJC Carolin Meyer und ihre Arbeit in Uganda.

Stichworte: Ungarn Weihnachtsaktion