Salzkorn 3-2015 ist lieferbar

22. Juli 2015 // Der Weg zur Liebes- und Beziehungsfähigkeit ist holprig und kurvenreich, aber es gibt täglich begründete Hoffnung, dass das Großprojekt Liebe gelingen kann.

Das Verlangen nach Liebe ist tief in jedem verankert. Aus Angst, verletzt zu werden, aus Ungeduld oder übergroßem Hunger nehmen wir gern mal ungesicherte Abkürzungen. Genau darin aber unterscheidet sich der Heilige vom Sünder: er stillt­ seinen Hunger bzw. seinen Durst nicht mal eben hier oder dort, sondern sucht die „Quelle des Lebens“ auf. Wir werden freilich weder immun gegen die Versuchungen noch zu Überwindern aus eigener Kraft; aber in Verbindung mit Christus dürfen wir uns darauf verlassen, dass seine Liebe „in unsere Herzen ausgegossen“ ist, eine Liebe, die uns satt macht.

In einer meditativen Zwie­sprache über das Wesen dieser Liebe malt Rebekka Havemann uns vor Augen, was wirklich nottut. Um festen Liebesboden unter die Füßen zu bekommen, hilft es manchmal, tief in unsere Biographie hinunter zu graben. Rudolf M. Böhm fördert in seiner seelsorgerlichen Tiefenbohrung zutage, wie der Grund beschaffen sein muss, damit die Brücken zu anderen hin tragen.

Als Eltern kommt uns die kostbare Verantwortung zu, unsere Kinder zur Liebes- und Beziehungs­fähigkeit zu begleiten, die durch die Unweg­samkeiten des Lebens trägt. Nur ein gut gefüllter Liebes­tank kann das gewährleisten. Was für die Liebe im allgemeinen gilt, gilt auch für die Erziehung zur reifen Sexualität. Was aber sind die Eckpfeiler einer wertorientierten Sexualpädagogik und -erziehung? Als Anregung haben wir erfahrene Fachleute zu Wort kommen lassen: als Experten für Kinder die Eltern Kristin und Daniel Meinzer, als Expertin für Eltern die Koordinatorin­ von ParentSTAR Katharina von Däniken, ­und die Psychotherapeutin Tabea Freitag als Expertin für Schüler und ihre Lehrer.

Der Ton in der öffentlichen Debatte hat sich in den letzten beiden Jahren verschärft. Der Bildungsplan 2016 in Baden-Württemberg etwa begnügt sich nicht mehr mit der Erziehung der Schüler zur ­Toleranz gegenüber der sog. „sexuellen Vielfalt“. Ihr geht es um die Durchsetzung ihrer Akzeptanz als in gleichem Maße natürlich und erstrebenswert. Das kritisiert der Realschullehrer Gabriel Stängle, der an Himmelfahrt im Rahmen des Tages der Offensive den ojcos-Stiftungspreis entgegen­genommen und von seiner Arbeit berichtet hat.

Salzkorn 3-2015 Grünes Licht für die Liebe