Neues Pfarrerdienstrecht der EKD untergräbt das lutherische Pfarrhaus

16. November 2010 // Jüdisch-christliches Verständnis von Familie wird aufgebrochen

Dominik Klenk schreibt in einem Kommentar bei idea und auf seinem Blog, das neue Pfarrerdienstrecht der EKD untergrabe das lutherische Pfarrhaus in seiner Orientierung gebenden Funktion.

Das von der EKD verabschiedete Pfarrerdienstrecht sieht in §39 vor: „Pfarrerinnen und Pfarrer sind auch in ihrer Lebensführung im familiären Zusammenleben und in ihrer Ehe an die Verpflichtungen aus der Ordination (§ 3 Absatz 2) gebunden.” Mit „familiärem Zusammenleben” sei bewusst ein weit fassender Begriff gewählt. In der Begründung zum 39. Paragraphen heißt es weiter: Familiäres Zusammenleben „umfasst nicht nur das generationsübergreifende Zusammenleben, sondern jede Form des rechtsverbindlich geordneten Zusammenlebens von mindestens zwei Menschen, das sich als auf Dauer geschlossene, solidarische Einstandsgemeinschaft darstellt”. Das Pfarrhaus wird damit offiziell für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Amt geöffnet. Das jüdisch-christliche Verständnis von Familie wird aufgebrochen.

Stichworte: Ehe