Über die Hoffnung staunen

3. Mai 2011 // .. konnten wir in der OJC an Ostern, als Alex Krutov uns von seinem Weg als Straßenkind zum Streetworker in der Metropole St. Petersburg berichtete.

Alex gehörte als Waisenkind zu den „Parias“, den Ausgestoßenen der Sowjetgesellschaft, und landete als 12-Jähriger auf der Straße, erlebte Hunger, Kälte, Brutalität, Missachtung. Sein Bericht erschütterte nicht nur unsere FSJ-ler, sondern auch die Älteren. Wir alle staunten, dass er heute, mit 33 Jahren, nicht verbittert auf ein zerstörtes Leben schaut, sondern ein Hoffnungsträger für heutige Straßenkinder und Waisen in St. Petersburg ist: „Gott hat von Anfang an seine Hand über mir gehalten, auch wenn es oft nicht so aussah.“ Er ermutigt die jungen Zuhörer in Deutschland, sich gut zu überlegen, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen – genauso wie die jungen Waisen, die in The Harbor (Der Hafen) einen geschützten Raum für den Übergang in ein selbstverantwortetes Erwachsenenleben bekommen. Von Reichelsheim flog er nach St. Petersburg, um den Sommer dort unter Straßenkindern und Waisen zu arbeiten: „Mein Auftrag ist es, den Hoffnungslosen Hoffnung zu bringen.“ Wir werden seine Arbeit weiterhin mit Spenden aus der Weihnachtsaktion und der ojcos-stiftung unterstützen.

Alex Krutov und Tobias Jersak wurden in St. Petersburg Freunde – gemeinsam im Einsatz für Straßenkinder. Tobias hat Alex bei seinem Bericht in der OJC übersetzt.

Stichworte: Russland