Spiel- und Sportplatz für russische Straßenkinder

von Conny Geister

Unser FSJ-Auslandseinsatz 2004 – das Baucamp in St. Petersburg – hat uns alle begeistert: 36 deutsche und russische Teilnehmer bauten im Juli einen Spiel- und Sportplatz für ehemalige Straßenkinder. Aus Begegnung wurde Verständigung und erste Freundschaften entstanden.

„Ich glaube, unsere gemeinsamen Tage hier wird keiner von uns vergessen. Ich habe mich jeden Tag über eure schönen Gesichter und guten Augen gefreut. Wir alle, die hier in Woijekowo leben und arbeiten, wollen euch ganz tief danken für alles, was ihr hier getan habt.“ Mit diesen Worten verabschiedete Eleonora Muschnikova die deutschen Teilnehmer des Baucamps. Beim Rundgang durch das Gelände staunten wir selber über alles, was entstanden ist.

Alles ging Hand in Hand

15 Tage lang tummelten sich russische Studenten und deutsche Freiwillige vor dem Kinderheim und bearbeiteten Holzstämme. Eines abends war es soweit: die Schaukel stand. Leonid sagte: „Es ist so befriedigend, daß wir heute auf der Schaukel schaukeln können, die wir selbst gebaut haben.“ Vergessen waren die Blasen an den Händen über der Freude am gemeinsamen Erfolg. Nach der Schaukel kam die Wippe und ein Kletterhäuschen. Die Hangelbrücke, Schwebebalken und der Volleyballplatz forderten zu sportlichem Wettstreit; der neu angelegte Grillplatz wurde unverzüglich eingeweiht. Lagerfeuer und weiße Nächte luden zum Zusammensitzen, Lachen und zu langen Gesprächen ein. In der zweiten Woche entstanden Tische, Sitze und Bänke – alles aus soliden Holzbalken, ebenso ein Sandkasten und ein Kletterkaktus. Das Gartenteam ließ einen Nutzgarten entstehen. Am letzten Morgen wurden noch schnell 2 Fußballtore gebaut. Die Bälle dafür hatten wir mitgebracht – und auch gleich ausprobiert. Nicht nur beim Fußballspielen sind wir zu einem Team zusammengewachsen. Mehr darüber im nächsten Salzkorn!

Danke

Eine russische Studentin sagte: „Ich möchte ein Leben führen, wie ich es hier gesehen haben, ernsthafter und freundlicher.“ Ein anderer sagte: „Wir haben eine nützliche und wichtige Arbeit mit anderen Menschen zusammen tun können. Wir haben etwas nicht für uns selbst gemacht – das macht mich froh.“

Auch wir wurden reich beschenkt. Keiner blieb unverändert. Lukas, einer der deutschen Freiwilligen schreibt über seine ersten Eindrücke: „Rußland ist ein Land mit vielen Gesichtern. Es gibt mehr zu sehen, als man schauen kann. Doch wichtiger als all die Sehenswürdigkeiten sind die Menschen, denen wir begegnet sind. Einige von ihnen haben bei mir einen großen Eindruck hinterlassen. Ich bin überwältigt von ihrer Gelassenheit, mit den oft so schwierigen Umständen zu leben. Durch die Offenheit der russischen Teilnehmer hatten wir die Möglichkeit, ein wenig an ihrem Leben teilzuhaben. Meine neuen Freunde haben mich angeregt, über meinen Lebensstil nachzudenken.“

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