Im Hinterland der Leuchtfeuer

Jürgen Johannesdotter im Gespräch mit Dominik Klenk

Jürgen Johannesdotter, Jg. 1943, ist seit 2001 Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. Er ist verheiratet und hat fünf erwachsene Kinder. Im Anschluss an sein Theologiestudium in Göttingen und Marburg war er von 1972 bis 1982 Dorfpastor einer Gemeinde in Ostfriesland. Der der IG Metall angehörende Geistliche wurde dann Studiendirektor am Kloster Loccum, dem ältesten evangelischen Predigerseminar Deutschlands. Von 1992 bis zu seiner Wahl zum Landesbischof stand Johannesdotter als Landessuperintendent in Hannover dem Sprengel Stade vor. Seit kurzem ist er der Beauftragte der EKD für den Kontakt zu den Kommunitäten. 

Herr Bischof, wie haben Sie die Berufung zu Ihrer Tätigkeit als Beauftragter der evangelischen Kommunitäten aufgenommen?

Ich war, offen gesagt, richtig überrascht. Nach einer angemessenen Zeit des Überdenkens habe ich das Amt sehr gerne angenommen.

War "Bischof" immer schon ein Berufswunsch von Ihnen?

Keinesfalls. Ich bin Kind einer Arbeiterfamilie. Glaube war bei uns kein Thema. Eher schon die Gewerkschaft. Da hat man sich engagiert - und zwar mit Herzblut. Also mehr DGB als EKD in den Kindheitsjahren. Wir waren richtig arm - und dennoch eine fröhliche Familie, wenn auch ohne Tisch- und Nachtgebet. Ich bin früh Vollwaise geworden und dann auf ein staatliches Internat gekommen. Nach der Schule begann ich Soziologie zu studieren und es war dann ein Religionslehrer, der zu mir sagte: "Schau doch mal hin, was deine wirklichen Fragen sind. Soziologie ist nicht das Richtige für dich, studier’ Theologie." Das habe ich dann tatsächlich getan. Und ich wurde Pfarrer mit Leib und Seele.

Und dann kam die Theologen-Karriere?

Zuerst einmal gab es Krisenzeiten, wie die im Studium, als die "Gott-ist-tot-Theologie" "in" war. Es war auch hier wieder eine persönliche Begegnung, die mich entscheidend geprägt hat. Johannes Klein, Professor für Literatur und Theaterwissenschaften in Marburg, war mein Vertrauensdozent für die Stipendiaten der Gewerkschaft. Und da er in der Nähe meines Studentenwohnheims wohnte, bin ich oft mit ihm spazierengegangen. Er war aus der Kirche ausgetreten, gleichzeitig aber ein sagenhaft frommer und überaus kluger Mann.

Was war für Sie als Pfarrer zentral?

Wirklich gut zu predigen und den Menschen brauchbares, geistliches Schwarzbrot weiterzugeben. Ich habe meine Predigten stets mit der Hand geschrieben, aber es konnte passieren, dass ich nach zwanzig Stunden am Samstagabend mit einer Hand voll Notizblättern immer noch vor einem leeren Blatt saß. Und manchmal war es 3 Uhr morgens, als meine Frau und ich Tee tranken und ich ihr die Predigt vorlas. Dann haben wir darüber gesprochen und danach habe ich sie noch getippt. Meine Frau ist nie ins Bett gegangen, bevor ich mit meiner Predigt fertig war. Das hat sie all die Jahre mitgetragen.

Wer hat Sie beten gelehrt?

Wie gesagt nicht die Familie - in erster Linie waren das meine Gemeindeglieder in Ostfriesland. Die Gemeinde hat auch einen seelsorgerlichen Auftrag an ihren Pastoren. Sie haben mir immer wieder Mut gemacht und eingefordert, mich nicht mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen.
Im reiferen Alter bin ich zu Exerzitien in ein katholisches Kloster gegangen. Das war sehr hilfreich für mich: zu schweigen, einen Tag- und Nachtrhythmus zu erleben, katholische Gläubige kennenzulernen. Manches davon ist in meinen persönlichen Glauben eingeflossen.
Dann habe ich mir das "Evangelische Tagzeitenbuch" der Michaelsbruderschaft besorgt, das bei mir neben der täglichen Bibellese liegt. Das war ein Gerüst, das ich nicht selber bauen musste.

Die Volkskirchlichkeit der Kirche bröckelt. Was bedeutet dieser Verlust für die Kirche?

Früher gab es Großfamilien, also auch noch die Großmütter, die den Haushalt führten, während Tochter und Schwiegersohn arbeiten gingen. Die Großmütter kannten sich in der Bibel aus, und sie interessierten sich für ihre Enkel. Was die im Konfirmandenunterricht lernen sollten, kannten die Großmütter meist noch auswendig. Diese unterstützenden Großmütter fehlen heute weithin. Das ist ein unglaublicher Aderlass für die nächste Generation.

Das heißt, der "Grundwasserspiegel" ist gesunken, was das soziale Beziehungsgeflecht und die Weitergabe von religiösem Wissen und kirchlicher Tradition angeht?

Ich wage zu behaupten, dass diese Themen und Herausforderungen immer bagatellisiert worden sind. Ich habe an mir selber gemerkt, wie schwer es ist, wenn man heute mit Kindern beten will. Was betet man mit fünf Kindern, wenn die Zeit der sich reimenden Tischgebete zu Ende ist? Was heißt heute "religiöse" Erziehung?

Welche Wegkreuzungen gab es in Ihrem Leben mit Klöstern, Kommunitäten und geistlichen Gemeinschaften?

Ich bin schon während meines Studiums dreimal auf dem Athos gewesen. Einmal sogar einen Monat. In der Hannoverschen Synode gab es eine Diakonisse, die zusammen mit anderen eine Gemeinschaft gründete, "die Zugvögel" in Westeraccum /Ostfriesland. Deren Entstehung habe ich mitverfolgt. In meinem letzten Jahr als Landessuperintendent bin ich nach Rom gefahren. Dort habe ich die Gemeinschaft von Sant’Egidio kennengelernt. Das war eine prägende Erfahrung: Sant’Egidio wurde mir ein Beispiel gegen die uralte Verdächtigung, man könne nur entweder fromm oder sozial engagiert sein. In dieser Gemeinschaft wird etwas gelebt, was mich sehr angerührt hat. Denn das ist mein Lebensthema, dass das beides zusammenkommt.

Was sehen Sie als die zentralen Aufgaben der Kommunitäten und Gemeinschaften in der Kirche?

Ich sehe die Kommunitäten als geschützte, wenn auch nicht ungefährdete Räume, in denen das lutherische "Den-Glauben-ins-Leben-Ziehen" geschieht. Darin haben sie eine exemplarische Aufgabe. Und ich merke, dass die Gemeinschaften in vielen glaubenspraktischen Dingen viel weiter sind als wir auf der Ebene der Konsens- oder Dissenspapiere in der Kirche.

Kennt die Kirche das Potential ihrer Kommunitäten?

Insgesamt, denke ich, nein. Aber die Einstellung ihnen gegenüber ändert sich. So wie übrigens auch in anderen Bereichen. Ich habe ja als Vizepräses der EKD-Synode noch die ganze Diskussion um die EKD-Synode 1999 in Leipzig und das Thema "Reden von Gott in der Welt - Der missionarische Auftrag der Kirche an der Schwelle zum 3. Jahrtausend" mitbekommen. In der Diskussion tauchten alle möglichen Verdächtigungen auf, Mission sei "frühkapitalistische Kolonialisierung". Seither hat sich die Akzeptanz des Wortes "Mission" erhöht. Bischof Huber, den ich noch aus friedensbewegten Zeiten in der Evangelischen Akademie Loccum kenne, hat das geradezu zu seinem Lebensthema als Bischof und Ratsvorsitzender der EKD gemacht, weil er erkannt hat, wohin eine Kirche kommt, die Mission ablehnt.

Was hat Mission mit Kommunitäten zu tun?

Man kann Mission nicht nur als ein Jahresprogramm mit 12 Leuchtfeuerprojekten durchziehen, sondern sie muss von etwas leben. Diese Erkenntnis ist noch nicht genug durchgedrungen. Die EKD organisiert und macht vieles, aber sie hat nicht das Hinterland, aus dem heraus sich so ein Leuchtfeuer entzündet. Wir haben heute die Situation einer Religiosität, die in alle möglichen Richtungen schwimmt. Am Ende wird es darauf ankommen, dass wir nicht nur dicke Programme haben, sondern dass Menschen uns abspüren, dass wir wirklich aus der Quelle des Glaubens leben. Das kann kein Kirchenamt machen.
Man kann von dort wohl unterstützende Hilfe geben, aber die Leuchtfeuer müssen selbständig brennen. Einzelne und auch Familien reichen da nicht aus, sondern das müssen Gemeinschaften sein. Menschen, die im Glauben ernst machen und sich auch wechselseitig Schutz gewähren.

In Folge der Reformation haben Klöster in der evangelischen Kirche nie einen Boden gehabt. Damit ist der Kirche gewissermaßen auch das gemeinschaftliche Moment verlorengegangen. Sind die verbindlichen Gemeinschaften so etwas wie ein "missing link" in der evangelischen Kirche?

Das ist so. Und das wird zunehmend spürbar. Natürlich gibt es auch in ihnen Gefährdungen und Streitereien um den besseren Weg. Aber es sind eben auch die bemerkenswertesten Versuche, Kirche zu leben. Dazu gehören die Mühen des Neuanfangs, des Wagnisses miteinander, des Scheiterns und Wiederanfangens. Die Menschen, die das auf sich nehmen, merken, dass es mehr bedarf als guter Absichten und einer Bekehrung. Es braucht den gemeinsamen Blick auf das, was Quelle sein kann. Und dass das Wasser dieser Quelle nicht weniger wird, wenn wir es miteinander teilen, sondern mehr. Das sind Erfahrungen, die auch die Hauskreise in der Regel nicht haben: die Unbedingtheit der Verbindlichkeit.

Was trägt die Unbedingtheit der Verbindlichkeit denn aus?

Verbindlichkeit bedeutet die Unbedingtheit der gelebten Erkenntnis: Ich bin abhängig von etwas außer mir, von Gott. Das verbindet uns. Dafür einen Ort zu haben, das ist das Entscheidende. Je älter ich werde, desto hilfreicher wird mein Ordinationsgelöbnis für mich. Es ist mir heute wichtiger und trägt weiter als jede Arbeitsplatzbeschreibung und Leitbilddiskussion. Wir leben in einer Welt mit jeder Menge Trends, aber es gibt keine gültigen Bekenntnisse mehr. Und manchmal ist das meine Sorge, dass wir im Erfassen von Trends in der Kirche noch pfiffiger sein wollen als die Welt.

Die EKD hat jüngst ein vielbeachtetes Impulspapier "Kirche der Freiheit - Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert" auf den Weg gebracht. Man liest darin viel von dem Wunsch nach einem klaren evangelischen Profil. Was ist denn unverzichtbar evangelisch?

Die Verpflichtungen, auf die ein Pastor/eine Pastorin ordiniert wird: das Leben im Glauben, die Weitergabe des Glaubens, der sich nährt aus dem eigenen Verwurzeltsein in der Heiligen Schrift. Daraus ergeben sich verschiedene Aufgaben: die Verkündigung, die Diakonie als Lebensform, die Mission und die Lehre als gezieltes Weitergeben der Glaubensinhalte und die Seelsorge - da ist keines ohne das andere. Wenn man jetzt vom "Priestertum aller Glaubenden" spricht, hat dieses darin seine Würde, dass es an den Grundaufgaben des Geistlichen Anteil hat. Nicht in einem geordneten Dienst, sondern im Lebensumfeld, in dem ich als evangelischer Christ oder Christin lebe. Dazu wollen wir als Pastorinnen und Pastoren beitragen, zum Priestertum aller Glaubenden. Von vielen Menschen wird das als "demokratisches Grundprinzip" der evangelischen Kirche verstanden. Wenn man bei Luther - und in der Bibel - nachschaut, heißt das aber z.B.: "Meine Schafe hören meine Stimme." Schafe, die unterscheiden können zwischen der Stimme des guten Hirten und des Mietlings, sie sind das "Priestertum aller Glaubenden". Und darum geht es im geistlichen Amt: die Ohren der Gemeinde schärfen für diese Unterscheidung der Stimmen.

Evangelisch leben heißt also, unterscheiden lernen und zur Mündigkeit reifen?

Ja, so habe ich Gemeinde immer wieder erfahren: als Menschen, die die Unterscheidung der Stimmen gelernt haben. Dieser Befreiungsprozess zur gläubigen Mündigkeit, das ist das eigentliche Profil. Als Verkündiger sind wir keine Priester, die eine besondere Hoheitsgewalt haben. Unsere Aufgabe besteht darin, die Gemeinde zu befähigen, zu ermutigen, zu erinnern, selber geistliche und praktische Verantwortung zu übernehmen. Und zwar in der Familie wie im Beruf und an anderen Orten des eigenen Wirkens. Das ist "evangelisches Profil".

Seit Jahren vertreten Sie die EKD in der "Meißen-Kommission" als Kontaktmann zur Anglikanischen Kirche. Wenn man in Europa von Erweckung sprechen kann, dann vielleicht am ehesten in der Anglikanischen Kirche. Was macht sie anders?

Zuerst einmal: Der anglikanischen Kirche geht es finanziell schlechter als uns. Die Gesellschaft dort ist viel säkularisierter. In London wird der Weihnachtsmarkt mit einer Transvestitenshow aufgepeppt. Da ist kaum noch Stille Nacht, Heilige Nacht, da ist es wirklich zappenduster. Man kann nur noch ganz von vorne anfangen. Und das hat die Kirche in England erkannt und handelt entsprechend. Nirgendwo habe ich so liebevolle Kindergottesdienste erlebt wie dort. Und zwar ganz einfacher Art, aber in Verbindung mit dem Hauptgottesdienst. Hier wird generationenübergreifend geistliche Kultur geprägt. Ganz einfach, aber ganz echt. Dazu braucht man keine religionspädagogischen Institute zu beauftragen, sondern das geht nur mit den realen Menschen. Wir müssen lernen, die Menschen vor Ort zu befähigen, sie ermutigen, etwas zu wagen. Das ist das Entscheidende. Aber dafür geht es uns offensichtlich noch viel zu gut.

Also nicht mehr und bessere Gemeindeprofis, sondern beherzte und autorisierte Laien?

Ganz genau. Und dann brauchen wir eben das Moment des Gemeinschaftlichen: Gastfreundschaft, Orte der Begegnung, belebte Orte des Glaubens. Menschen und Orte, wo das nicht nur Teil einer Dienstanweisung ist, wie wir mit "Kunden" umgehen sollen, sondern wo man spürt, dass ist echt. Es geht um Bruderschaft, um Freundschaft, um den guten Umgang mit den Armen, auch mit den Menschen mit Behinderungen. Nicht das ethische Muss, sondern die Weite eines geöffneten Herzens bringt das Leben in der Kirche wieder zum Schwingen.

Im neuen EKD-Impulspapier geht es auch darum, die historisch "zufällig" entstandenen Landeskirchen zusammenzulegen, um zu konzentrieren und auch Geld einzusparen...

Nun ja - wenn Sie mich fragen, brauchen wir weniger eine Strukturdebatte als vielmehr ein Konzil: Was ist evangelisch?! Meines Erachtens kommen wir an der Frage nach einem gemeinsamen evangelischen Bekenntnis nicht vorbei. Es geht um die Frage der Einheit aller evangelischen Kirchen. Wir brauchen eine evangelische Kirche mit einem evangelischen Bekenntnis - und dann meinetwegen einzelne Bistümer dieser evangelischen Kirche.

Was heißt "gemeinsames Bekenntnis"?

Dass wir uns darauf einigen müssen, was unsere gemeinsame evangelische Glaubensgrundlage ist. Das wäre für mich am ehesten das Augsburgische Bekenntnis, die Confessio Augustana. Wenn wir dieses beispielsweise als Bekenntnisgrundlage für alle evangelischen Kirchen nehmen würden, dann können die einen daneben auch noch Barmen haben oder anderes. Aber dann wäre eine gemeinsame Basis da. Darauf hinzuarbeiten ist allerdings mehr eine geistliche Herausforderung als eine Strukturherausforderung. Diese Debatte findet zur Zeit überhaupt noch nicht statt. Angestoßen durch den Wunsch, vom "Flickenteppich" EKD wegzukommen und durch Methoden der Organisationsberatung (McKinsey) geht es vor allem darum, funktionierende Arbeitseinheiten zu schaffen.

Wo liegt das praktische Missionsfeld Nummer eins?

Ich habe in meinem früheren Arbeitsfeld Kirchenkreise kennengelernt, in denen war das Verhältnis Kirchenaustritte zu Kircheneintritte sieben zu eins. Bei anderen lag es bei eins zu eins. Ich bin dem nachgegangen und habe festgestellt, dass der Schlüssel in der Kinder- und Jugendarbeit liegt. Einfach ausgedrückt: Wo das Kind begeistert von der Jugendgruppe nach Hause kommt, da gerät der Vater unter Rechtfertigungsdruck, wenn er aus der Kirche austreten will.

Es gibt etwa 60 größere Kommunitäten und vielleicht noch mal hundert im weiteren Umfeld. Werden Sie die alle in nächster Zeit besuchen?

Da werde ich sicher Abstriche machen müssen. Aber es gibt ja verschiedene, etablierte Gemeinschaftstreffen, an denen ich gerne teilnehmen werde.

Sie werden das Bischofsamt in Schaumburg-Lippe weiterführen und zugleich Kommunitätenbischof sein?

Ja, ich kann mir ein Miteinander gut vorstellen und freue mich auf neue Erfahrungen als Bereicherung für die eigene Arbeit als Bischof.

Damit wären Sie der erste Beauftragte für die Kommunitäten im aktiven Bischofsamt. Was sehen Sie in diesem Amt als ihre Hauptaufgabe?

Zunächst die Gemeinschaften kennenzulernen und sie zu ermutigen, ihre Stellvertreteraufgabe für die ganze Kirche wahrzunehmen. Das gehört für mich zum protestantischen Profil dazu. Den historisch bedingten Argwohn gegenüber Kommunitäten und Klöstern möchte ich gerne überwinden helfen. Aber wie gesagt, da hat bereits ein Umdenken eingesetzt. Und dann möchte ich helfen, dieses Potential für die Kirche fruchtbar zu machen: Kommunitäten sind eben Orte, an denen nicht nur hauptberufliche Mitarbeiter der Kirche, sondern auch Laien das geistliche Leben prägen. Hier wird vielerorts das Priestertum aller Glaubenden in seiner ganzen Breite geübt. Kommunitäten sind in dieser Hinsicht Pflanzstätten im echten Sinne.

Auf was freuen Sie sich besonders bei der neuen Aufgabe?

Der ökumenische Horizont vieler Kommunitäten fällt mir auf und ist mir sehr kostbar. Da wird etwas spürbar von dem, was ich an meinem eigenen Bischofsamt in Schaumburg-Lippe besonders schätze: die Mischung zwischen Dorfpfarramt und Weltkirche. Das berührt mich seit Beginn meines Dienstes und macht mich immer wieder zu einem ganz glücklichen Menschen in meinem Amt.

Herzlichen Dank für das Gespräch und Gottes Segen für Ihr neues Amt.

Von

  • Dominik Klenk

    Journalist und Medienpädagoge; Leiter und Prior der OJC von 2002-2012; seitdem Leiter des fontis' Verlags (ehemals Brunnen Verlag), Basel

    Alle Artikel von Dominik Klenk

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