Für Redefreiheit und Meinungsvielfalt | Elke Pechmann

Aggressive Kampagnen, aber auch wachsende Unterstützung beim APS-Kongress in Marburg

An Himmelfahrt eröffnete die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) ihren 6. internationalen Kongress, bei dem auch Dr. Christl R. Vonholdt, 
Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft (DIJG), zum Thema weibliche Identität referieren sollte. Im Vorfeld der Veranstaltung protestierten diverse Verbände aus der Homosexuellenbewegung gegen die Teilnahme von Frau Vonholdt und zwei weiteren Referenten mit der Unterstellung, sie würden "Umpolungsseminare für Homosexuelle" anbieten. Ein Aktionsbündnis "Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus" wurde gegründet, mit zuletzt mehr als 60 beteiligten Gruppen. Diese zogen nun nicht allein gegen die drei Referenten zu Felde, sondern gegen die "homophobe und religiös-fundamentalistische Ausrichtung der evangelikalen Bewegung". Der gesamte Kongress mit 1000 Teilnehmern sollte verhindert werden. 

Im Gegenzug formierte sich die Initiative "Für Freiheit und Selbstbestimmung", der sich mittlerweile einige Tausend Bürger und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Deutschland, Österreich und der Schweiz namentlich angeschlossen haben, um sich für die Freiheit der Rede, der Wissenschaft und der Therapie einzusetzen.

An einem sachlichen Gespräch mit den Referenten waren weder die Vertreter des Aktionsbündnisses noch MdB Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) interessiert. Letzterer hatte wiederholt öffentlich von der Kongressleitung gefordert, die Referenten auszuladen.
Deutschlandweit gab es aggressive Medienkampagnen und Verunglimpfungen, schließlich eine Demo am Himmelfahrtstag in Marburg, in deren Vorfeld und bei deren Durchführung es auch zu christenfeindlichen und blasphemischen Äußerungen und Schmierereien kam. 
Die Leitung des APS-Kongresses ließ sich von den unangemessenen Forderungen ebensowenig beeindrucken wie der Marburger Oberbürgermeister. 
Zusammen mit dem Präsidenten der Universität Marburg sprachen sie sich klar für die unveräußerliche Freiheit von Meinung, Forschung und Lehre aus. Alle Seminare konnten störungsfrei durchgeführt werden, wenn auch unter großem Polizeieinsatz. 

Wir wissen, dass dieser konstruktive Ausgang der Auseinandersetzungen nicht selbstverständlich war. Eine Vielzahl von Einzelinitiativen von Christen, Stellungnahmen christlicher Organisationen und Gemeinden und nicht zuletzt ein großes Netz von Betern haben dazu beigetragen, dass Fachwissen, Erfahrungen und Überzeugungen von Christen im öffentlichen Raum weiterhin als ein legitimer Standpunkt neben anderen gelten dürfen. 

Für uns OJC-Mitarbeiter, insbesondere im Institutsteam, waren Ihre Solidarität, Anteilnahme am Geschehen und Ihre Unterstützung in vielerlei Form eine große Ermutigung und Bestätigung in unserem apologetischen und seelsorgerlichen Auftrag. Für diese Verbundenheit sind wir Gott und sind wir Ihnen von Herzen dankbar! 

Ihre                Elke Pechmann, OJC

Von

  • Elke Pechmann

    Pädagogin, Öffentlichkeitsreferentin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft und Mitinitiatorin des „Aktionsbündnis Familie“. Arbeitsschwerpunkte: Ehe und Familie.

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