Wie kriegt man es gebacken?

Von der Frau, dem Sauerteig und dem Blubb  (Lukas 13)

von P. Reinhard Körner

Jeshuas Bäckerlehre begann immer schon sehr früh am Tag. Kaum hatte er mit Vater Josef das Schaf und die Ziege versorgt – vielleicht hatten sie davon auch mehrere –, den Esel getränkt und die Hühner gefüttert, ­lief er zu Mutter Mirjam. Die machte sich gerade daran, das Abendessen vorzubereiten, die Hauptmahlzeit damals im Heiligen Land. Morgen für Morgen setzte sie sich an die Handmühle, die aus einem festen Unter- und einem drehbaren Oberstein bestand, und mahlte Getreide zu Mehl. Einen Teil schüttete sie in ihre hölzerne Backmulde, machte in der Mitte des Mehlhaufens eine Kuhle, gab da hinein einen Klumpen Brotsauer, zerkleinerte ihn zwischen den Händen und vermengte ihn mit dem Mehl, goss die nötige Menge lauwarmes Wasser hinzu, salzte den dickflüssigen Brei und ließ ihn angären. Noch zwei, drei Mal in den nächsten Stunden gab sie vom restlichen Mehl dazu, bis aus dem Brei ein zäher Teig geworden war. Danach deckte sie die Mulde mit einem Tuch ab, damit der Teig in Ruhe durchgären konnte. Rechtzeitig vor dem Abend heizte sie den kleinen Lehmbackofen im Innenhof an, knetete die aufgegangene Teigmasse kräftig durch, formte runde Brotfladen und ließ sie im Ofen durchbacken...

Aus urheberrechtlichen Gründen veröffentlichen wir nur diesen kurzen Auszug des Textes. Unten finden Sie einen Verweis auf das Buch, aus dem der gekürzte Auszug genommen ist. Den kompletten Auszug können Sie im Salzkorn „Himmel grüßt Erde. Der Garten, die Vernunft und die Kreatur“ lesen, das sie kostenfrei bestellen können.

Pater Dr. Reinhard Körner OCD ist Exerzitienbegleiter und Prior des Karmelitenklosters Birkenwerder. Dieser Beitrag stammt aus seinem Buch Jesus braucht Kleinbauern. (Vier Türme Vlg. Münsterschwarzach 2009, S. 30-40).

Von

  • Reinhard Körner

    Dr., ist Priester, Prior und Exerzitienleiter im Karmelitenkloster Birkenwerder. Er war sieben Jahre geistlicher Begleiter der OJC-Kommunität.

    Alle Artikel von Reinhard Körner

Das Salzkorn im Abonnement

Jede Ausgabe dieser Zeitschrift können Sie kostenfrei bestellen »

Auch künftige Ausgaben vom Salzkorn (erscheint vier Mal im Jahr) senden wir Ihnen gerne zu. Hier können Sie das Salzkorn abonnieren »

Unsere Veröffentlichungen unterstützen

Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, christliche Werte und eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit Strömungen der Zeit auf der Grundlage des Evangeliums an nachfolgende Generation zu vermitteln.

So können Sie spenden:

» Bankverbindung
» Spendenformular
» PayPal