Anvertraute Pfunde

OJC-Finanzbericht für das Jahr 2011

Liebe Freunde,

auch in diesem Jahr wollen wir Ihnen Einblick in unsere Finanzen geben. Sie sehen im Kuchendiagramm des abgeschlossenen Jahres 2011 die Einnahmen und die Ausgaben des laufenden OJC-Kerngeschäftes. Wir haben von Ihnen unglaublich viel Unterstützung erhalten und danken allen von ganzem Herzen, die uns seit Jahren oder ganz neu mittragen. Dass Sie uns so großherzig beistehen, ermutigt uns, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Trotz der eingeführten Sparmaßnahmen und eines gewissenhaften Umgangs mit unseren Finanzen, haben wir zum ­ersten Mal mit einem Minus abgeschlossen. Unsere finanzielle Lage ist recht angespannt. Das liegt vor allem an der seit 30 Jahren anstehenden und dringend gewordenen Renovierung des Daches und der Ostfassade von Schloss Reichenberg mit einem Kostenaufwand von 140.000 €. Den größten Teil konnten wir mit öffentlichen Zuschüssen der Denkmalpflege und zweckgebundenen Spenden finanzieren. Den Rest allerdings haben wir aus allgemeinen OJC-Mitteln aufgebracht. Obwohl dieser Schritt unseren Rahmen sprengte, mussten wir ihn riskieren, um größeren Schäden am Gebäude zuvorzukommen.

Neulich erst fragte ein Freund: „Baut Ihr denn keine finanziellen Polster auf?“ Das haben wir in der Vergangenheit getan, wo es möglich und sinnvoll war (z. B. gründeten wir im Jahr 2004 mit 250.000 € aus einer Erbschaft die ojcos-stiftung, deren Vermögen inzwischen auf das Sechsfache gewachsen ist). Wir nutzen die zur Verfügung stehenden finanziellen Steuerungsmittel, um vor­ausschauend und verantwortlich mit den anvertrauten Geldern umzugehen.

Dennoch haben wir es letztlich nicht in der Hand, wie es mit der OJC von Jahr zu Jahr ­weitergehen wird. Das ist seit 44 Jahren so und dieser Anteil des nicht Kalkulierbaren gehört zu unserer Berufung. Als Gott die Offensive 1968 berief, um junge Menschen für eine ganzheitliche Christusnachfolge zu gewinnen, haben wir uns GANZ dem kulturmissionarischen Dienst in Kirche und Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Das Vertrauen auf seine Fürsorge ist Teil unseres Auftrags und wird sichtbar durch das NEIN zu einer langfristigen finanziellen Absicherung. Dies erinnert uns stets daran, dass die OJC kein Selbstzweck ist und gewiss nicht der Absicherung unserer Vorstellungen, Wünsche und Zielvorgaben dient, sondern ein Werkzeug in Gottes Händen. Nicht wir, ER verfügt über unseren Auftrag, und es bleibt auch ganz ihm überlassen, ob und wie die finanziellen Mittel in den kommenden Jahren ausreichen werden. Die Bürde dieser Armut, kein Geld im Voraus zu haben und über keine weitere Planungssicherheit zu verfügen, ist zugleich unser Reichtum. Sie lehrt uns, die grundlegende geistliche Wirklichkeit der Für- und Vorsorge Gottes zu bejahen und uns zu üben in Vertrauen und Gebet. Ja, unsere Konten sind leer, aber unsere Herzen sind voll. Unsere Währung heißt Hoffnung! Jedes Jahr belohnt Gott dieses Vertrauen. Dafür loben wir ihn – und danken Ihnen, die Sie sich Ihrerseits opferbereit zu diesem gemeinsamen Auftrag stellen. Auch das fragte neulich ein Freund: „Was kann ich tun, dass euer Dienst weiterhin Frucht bringt?“ In er­ster Linie brauchen wir Ihre Fürbitte, um das zu tun, was SEIN Wille ist. Im Praktischen brauchen wir Ihre Unterstützung mit Spenden und zinslosen Darlehen. Eine besondere Hilfe in den zurückliegenden Jahren waren Vermächtnisse, die uns gute Freunde haben zukommen lassen.

Wir bleiben angewiesen auf die Gnade Gottes und auf Ihre Überzeugung, dass es sich lohnt, den OJC-Auftrag an der jungen Generation zu unterstützen, damit erfüllt werde, was wir täglich im Vaterunser erbitten: Dein Wille geschehe. Dein Reich komme!


In herzlicher und dankbarer Verbundenheit,

Ihr

Joachim Hammer, OJC-Schatzmeister

Von

  • Joachim Hammer

    ev. Theologe, ehem. CVJM-Sekretär und OJC-Kommunitätsmitglied, leitete den Wiederaufbau des Schmittsbauernhofs im Ortskern, des heutigen Reichelsheimer Europäischen Jugendzentrums. Er war viele Jahre Schatzmeister der OJC und ist im Vorstand der ojcos-stiftung.

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