Von Tür zu Tür

Die Autorin mit dem Lebendigen Adventskalender in Greifswald
Die Autorin mit dem Lebendigen Adventskalender in Greifswald

Der lebendige Adventskalender

Die Idee des „lebendigen Adventskalenders“ setzen deutschlandweit viele Gemeinden auf verschiedene Weisen um. In der Ev. Johanneskirche Greifswald haben die Menschen entschieden, einander einzuladen; ihnen erschien es gemütlicher, sich drinnen zu treffen statt draußen. Auch wollten sie keine aufwendige Vorbereitung – also Fenstergestaltung – eher ­alles eine Nummer kleiner, persönlicher.

Die Zeit, in der alles zu seinem Ziel kommt, steht nahe bevor. Seid daher wachsam und besonnen und lasst euch durch nichts vom Beten abhalten. Vor allem aber bringt einander eine tiefe und herzliche Liebe entgegen, denn ‚die Liebe‘, so sagt uns die Schrift, ‚deckt viele Sünden zu‘. Seid gastfreundlich gegenüber euren Geschwistern; nehmt sie gern und ohne zu murren auf. Jeder soll den anderen mit der Gabe dienen, die er von Gott bekommen hat. Wenn ihr das tut, erweist ihr euch als gute Verwalter der Gnade, die Gott uns in so vielfältiger Weise schenkt. Redet jemand im Auftrag Gottes, dann soll er sich bewusst sein, dass es Gottes Worte sind, die er weitergibt. Übt jemand einen praktischen Dienst aus, soll er die Kraft in Anspruch nehmen, die Gott ihm dafür gibt. Jede einzelne Gabe soll mit der Hilfe von Jesus Christus so eingesetzt werden, dass Gott geehrt wird. Ihm gehören der Ruhm und die Macht für immer und ewig. Amen. (1. Petrus 4,7-11, NGÜ)

Dies sind die Leitverse der Ev. Johanneskirche in Greifswald. Unser „lebendiger Adventskalender“ ist eine Form, in der wir versuchen, dieses Wort Gottes ins Leben zu bringen. 2010 öffneten zum ersten Mal Gemeindeglieder zwischen dem 1. und 23. Dezember ihre Haustüren für alle, die Lust hatten, zu kommen. In einen liebe­voll gestalteten Adventskalender tragen sich die Gastgeber mit Uhrzeit, Adresse und Telefonnummer ein. Die Termine werden zudem im­ ­E-Mail-Newsletter, auf der Webseite, in den Gottes­dienstnotizen und im Gottesdienst bekannt gegeben. Auch wenn es keine 23 Türen gibt, die sich öffnen, ist das nicht schlimm. Der Gastgeber legt den Zeitrahmen selbst fest und gestaltet den Nachmittag und/oder Abend so, wie es ihm recht ist: vielleicht Tee und Plätzchen, vielleicht ein Lied, vielleicht eine Geschichte, vielleicht nur eine Tasse Kaffee und reden, vielleicht auch basteln oder spielen … Der lebendige Adventskalender ist eine Chance, einander kennenzulernen.

Diese Chance nutzte ich 2011 als neu Zuge­zogene: Wow! Für mich öffneten sich Türen! Ich konnte Gemeindeglieder zu Hause ganz persönlich kennenlernen und meine Fragen zum ­Gemeindeleben loswerden. Ich wurde zum Hauskreis eingeladen! Was für ein Geschenk! Ein Jahr später lud unsere Wohngemeinschaft auch ein. Gemeinsam den Abend vorzubereiten, stiftete schon unter uns Gemeinschaft. Und man weiß nie, wer und wie viele kommen werden … Gott beschenkt uns mit Gemeinschaft, weil er weiß, dass wir das brauchen. Und am 24.? Da sind alle zum Open-Air-Krippenspiel auf dem Aldi-Parkplatz eingeladen.    

Eine Ideensammlung zum Lebendigen Adventskalender findet sich auf der Seite des Vereins.

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