Königskinder

Weihnachtsaktion 2014/15
Weihnachtsaktion 2014/15

Wir    bergen   den    Schatz!

Neue Hoffnungsstories von den Enden der Welt

Mit der OJC-Weihnachtsaktion unterstützen wir Initiativen in vielen Teilen der Welt, die Kindern und Jugendlichen Heimat, Hoffnung und Richtung geben. Kinder, die unerwünscht waren, gescholten wurden, Hunger litten, haben Hilfe erfahren und Segen erlebt, die ihr Leben veränderten. Bei Jesus zählt jeder Einzelne. Sein Blick macht jedes Menschenkind groß. Oder anders gesagt: Es setzt ihm eine Krone auf, so wie es der Psalmist sagt: „...der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit“ (Ps 103,4). Vier von ihnen haben uns aus ihrem Leben erzählt. Sie sind dankbar, dass ganz fremde Menschen an ihrem Schicksal Anteil nehmen.

Faisal im Jahr 2005
Faisal im Jahr 2005

Faisal aus Pakistan

Faisal ist heute­ 13 Jahre alt und wohnt in Sukkur, in der Provinz Sindh in Südpakistan. Seit dem Kinder­garten besucht er die Lifeline-Christian-School, die das Team­ um das deutsche Ärzte-Ehepaar Lilith und ­Michael Loos ins Leben gerufen hat. „Ich bin jetzt in die 7. Klasse gekommen und freue mich, dass die Schule bis zum Mittelschul­abschluss weitergeht. Ich spreche Punjabi, Urdu und lerne in der Schule noch Englisch und Sindhi. Ich bin in ­einer christlichen Familie geboren. Mein Vater hat vor zwölf Jahren einen schweren Arbeitsunfall erlitten. Eine viel zu schwere Last hat ihm sein Rückgrat gebrochen, er ist seitdem gelähmt. Außerdem entzündet sich sein Bein immer ­wieder, dann braucht er teure Medikamente. Ich habe noch eine Schwester, die schon verheiratet ist und ­einen Bruder, der einen kleinen­ Nebenjob hat. Ansonsten muss das Geld, das meine Mutter als Hausmädchen verdient, für uns alle zum Leben reichen. Deshalb bin ich dankbar für die finanzielle Hilfe für meine­ Schulausbildung, denn ich habe bisher gute Noten und möchte weiter­lernen.“ – Für uns in Deutschland ist die Möglichkeit zur Mittleren Reife selbstverständlich, für Faisal ein Wunder. Wir glauben mit ihm daran, dass es Wirklichkeit wird!

Faisal bei seiner Realabschlussprüfung
Faisal bei seiner Realabschlussprüfung
Diana mit 17
Diana mit 17

Diana aus St. Petersburg/Russland

Im September kam sie in den neuen Kurs von The Harbor, ­einer Initiative, die jungen Män­nern und Frauen, die als Waisen oder Sozialwaisen Hilfe und liebevolle Unterstützung brauchen, ein Zuhause gibt, damit sie ihren Platz im Leben finden können. Diana war, da sie mit einer Körperbehinderung auf die Welt kam, seit ­ihrer ­Geburt eine unerwünschte Last für ihre Mutter. In deren Leben waren die drei Ehemänner und der Alkohol ausschlaggebend, und als auch die letzte Ehe zerbrach und sie obdachlos wurde, beging sie Selbstmord. Dianas ehemalige Schule fragte bei The Harbor an, ob sie die junge Frau aufnehmen könnten, da sie niemanden mehr in der Welt hätte. Zur Zeit helfen ihr die Mitarbeiter, zu verstehen, wer sie eigentlich ist, welche Gaben, Talente und beruflichen Möglichkeiten sie hat. „Ich war völlig verunsichert, ohne jede Vorstellung, was ich werden könnte. The Harbor sorgte zuerst einmal dafür, dass ich mehrmals in der Woche ­Physiotherapie und Massagen bekomme. Meine große Liebe ist der Sport und ich habe gerade bei einem nationalen Sportwettbewerb für Behinderte im Schwergewicht den 2. Platz ge­wonnen. Nun trainiere ich für die Paralympics. Es wäre fantastisch, wenn ich mich dafür qualifizieren könnte!“ Seit 13 Jahren­ begleitet The Harbor junge Menschen, wie Diana in Ein- bis Drei-Jahres-Kursen, schenkt ihnen Liebe und Wertschätzung und hilft ihnen, eine Berufsausbildung durchzustehen und einen Glauben zu finden. Die Mitarbeiter brauchen unsere Freundschaft und Unterstützung, um ­Jugendlichen wie Diana Zukunft und Hoffnung zu geben. Seien Sie mit dabei!

Marc in der ersten Klasse
Marc in der ersten Klasse

Marc aus den Philippinen

Marc ist 14, der älteste von vier Geschwistern und lebt mit ­seiner Familie auf einem Bürgersteig in der überbevölkerten­ Innenstadt von Manila. Nur eine Plastikplane schützt die Familie vor dem tropischen Re­gen. Sie kochen mit Abfall­holz vor ihrem Zelt und holen­ täglich Wasser bei einer an­gezapften Wasserleitung. Während seine Mutter nach den Kleinen schaut, verdient sein Vater mit einem Velo-Seiten­wagen ein mageres Einkommen, das für den täglichen ­Bedarf reichen muss. Mit sieben Jahren kam Marc zu Onesimo Bulilit (Bulilit=klein) ins Vorschulprogramm, wo er lesen und schreiben lernte, damit er danach in die Schule gehen konnte. In der ersten Klasse hatte er keinen einfachen Start. Er wollte lieber weiter auf der Straße ­spielen und sein Verhalten war für die Lehrerin eine­ große­ Herausforderung. Doch die kons­tante Begleitung im Schüler­zentrum konnte sein Selbstvertrauen­ stärken und seine Schulleis­tungen verbesserten sich. ­In­zwischen ist auch das jüngste Geschwisterkind im Vorschulprogramm und die Eltern unterstützen inzwischen aktiv die Schulbildung ihrer Kinder. „Ich habe im letzten Jahr die Grundschule mit guten Noten abgeschlossen und bin nun in der ersten Oberstufe. Im Sommer durfte ich an einer Freizeit für angehende Jugendleiter teilnehmen und übernehme ab jetzt auch Verantwortung für jüngere Kinder.“ Marc wird – so Gott will und wir weiter für ihn sorgen – Hoffnung auf ein eigenständiges Leben entwickeln und anderen Mut dazu machen.

Efrén bei seiner Graduation
Efrén bei seiner Graduation

Efrén aus Mexiko

Efrén wurde in Petlapa in einer indianischen Familie geboren und spricht Chinantec. Obwohl seine Eltern arm sind, hatten sie entschieden, dass er nach der Grundschule weiterlernen darf. Die neue Schule lag in der Bergregion Yalálag, das bedeutete einen Fußmarsch von ungefähr sechs Stunden und dann noch eine sechsstündige Busfahrt, die er nur während der Ferien bewältigen kann. „Nach Abschluss der 9. Klasse war es für mich als Kind einer armen Familie klar, dass ich ins Elternhaus zurück­kehre, um dort in schlechter Erde ohne Maschinen Landbau zu betreiben. Ein Studium schien unmöglich. Vor allem wegen meiner schlechten Spanischkenntnisse fürchtete ich, in der höheren Schule zu versagen. Dann lernte ich Dr. Saúl and Mrs. Pilar Cruz von Armonia in Yalálag kennen. Sie boten mir einen Wohnplatz, Fürsorge und ­Essen an – ja ein Zuhause. Ich wurde in das Programm für Armonía Indigenous Mexican Scholars (AIMS) aufgenommen. Das wurde mir zum Segen. Mit meinen Mitstudenten merkte ich, dass der Dienst an anderen auch unser Leben ver­wandelt – nicht nur finanziell, sondern ­auch unsere persönlichen Le­bensziele. Wir wurden ­begeisterte Studenten!“ Nach der Hoch­schule be­kam Efrén einen Platz an der Universität für ­Industriedesign und lernte, sich durch alle Schwierigkeiten hindurchzukämpfen. Zehn Jahre lang hat Armonía ihn voll gefördert, motiviert und ihm geholfen, auch im Glauben einen guten Weg zu gehen. Heute steht er anderen mit seiner Zeit und Kraft zur Verfügung und hilft so Menschen seines Volkes, den Kreislauf von Scham, Elend und Resignation zu überwinden – und ein Königskind zu sein!

Wir wollen weiterhelfen und laden Sie ein,
ein Mitarbeiter der Hoffnung zu werden.


Das Ziel der Weihnachtsaktion von 220.000 € im letzten Jahr wurde voll erfüllt! Vielen DANK an alle, die sich dafür eingesetzt haben. In der Zuversicht, dass wir es mit Ihnen auch in diesem Jahr erreichen, laden wir Sie ein, 2014/2015 wieder dabei zu sein! Jede kleine und große Gabe wird zu einem Schatz für Königskinder.

Von

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