Alarmstufe fremd

Alarmstufe Fremd

Wie wir uns mit dem Befremdlichen befreunden. Ein Werkstattbericht

von Ute Paul

Die Reaktionskette ist längst ausgelöst, bevor ich einen klaren Gedanken fassen kann: Vor mir am Tor steht ein hagerer Mann. Der Kragen seines Hemdes ist abgewetzt und es fehlt ein Knopf. Die leichten Stoffschuhe sind grau vom Staub. Der Mann lächelt schüchtern und entblößt dabei eine lückenhafte Reihe halber Zähne. Ein Geruch nach Rauch und Schweiß kommt mir entgegen und meine Nase meldet im Bruchteil einer Sekunde direkt ans zentrale Nervensystem Signale: Fremd! Abstand! Unwohl! Dann setzt die Wiedererkennung ein. „Pablo!“ rufe ich, „schön, dass du kommst!“ Erinnerungen an vorherige Besuche werden lebendig. Dieser Mann verbreitet eine friedliche, stille Atmosphäre. Er kann aufmerksam zuhören und wenn er lacht, dann legen sich um seine Augen viele Falten. Mein zentrales Nervensystem regt sich wieder ab und ich reiche Pablo die Hand, wundere mich nicht, dass er mich nicht anschaut, und rufe in Richtung Haus: „Frank, Pablo ist da!“ Unser Gast zieht einen Stofflappen aus der Hosentasche und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Als Frank aus der Tür tritt, strahlt Pablo, gibt ihm die Hand, lässt sie aber nicht gleich wieder los, sondern beginnt spontan laut zu beten. Vor lauter Freude laufen ihm Tränen die Wangen herunter. Nach dem Begrüßungsritual ist schnell klar: Pablo wird heute unser Ehrengast sein und zum Essen bleiben. Dem Fremden begegnen – geschehen ungezählte Male in der Ferne.

Schule der Fremdheit

Seit wir aus Argentinien wieder zurück in Deutschland sind, wünsche ich mir, die erfahrenen Herausforderungen, Lernprozesse und Bereicherungen auch im hiesigen Kontext, besonders in der eigenen OJC-Kommunität, zu teilen. Möchten wir doch junge Freiwillige begleiten und prägen, Seminartage und interkulturelle Begegnungscamps durchführen, mit ihnen zu unseren Projektpartnern reisen und in deren Welt eintauchen. Wir wollen Fortbildungen für Lehrer und Lehrerinnen zum Thema „Interkulturelle Kompetenzen -stärken“ anbieten. Wir haben in Reichelsheim viele internationale Gäste. Aber weit darüber hinaus ist die tägliche Begegnung mit den Fremden hier in Westeuropa zum Normalfall geworden, in der Nachbarschaft, in der Schule, im Betrieb, und es ist eine vitale Frage, wie wir diesen Normalfall gestalten.?
Um etwas weitergeben zu können, schien es mir wichtig zu verstehen, was da „abgeht“ in der -Begegnung mit dem Fremden. Was geschieht in Situationen, in denen Auge, Nase, Ohr melden: fremd!? Und wie können die Wege aufeinander zu beschritten werden? Ich stieß bei meiner -Suche auf ein Grundlagenwerk des Religions- und Missionswissenschaftlers aus Heidelberg, Prof. i.?R. Theo Sundermeier: „Den Fremden verstehen – eine praktische Hermeneutik“1. Zunächst galt mein Interesse der ganz pragmatischen Frage: Kann man Fremdbegegnung lernen? Und wenn ja: Welche pädagogischen Möglichkeiten könnten uns zur Verfügung stehen? Verliert man die Angst? Wird die Hürde niedriger? Aber Sundermeier lässt die Pädagogik als nachgeordnete Disziplin außen vor. Erst verstehen, dann umsetzen. Ich werde wohl tiefer graben müssen, bevor ich konkrete didaktische Entscheidungen treffen kann. Also gehe ich weite Wege mit dem Autor durch ethnologische, kunstgeschichtliche und philosophische Perspektiven und lande dann mit ihm bei der Kommunikationswissenschaft. Schon die Zielsetzung dieses Abschreitens lässt mich aufhorchen. Mit Worten von H. Plessner: „Verstehen ist nicht das sich Identifizieren mit dem Anderen, wobei die Distanz verschwindet, sondern das Vertrautwerden in der Distanz, die das Andere und Fremde zugleich sehen lässt.“ (s. Fußnote S. 163). Auch die Warnung, dass die Begegnung mit dem Fremden nicht dazu gedacht ist, dass ich dabei zum Ich werde, sondern gelingen kann, wenn ich mir meiner selbst bereits bewusst bin.?2 Dann kann die Begegnung in der Weise fruchtbar werden, dass dem Fremden sein Anderssein zugestanden und respektiert wird, und man sich zugleich durch die Begegnung verändern lässt.?3

Stufe um Stufe

Selbstverständlich geht es bei dieser Art von Verstehen nicht um richtiges Denken, sondern um die Untrennbarkeit von Verstehen und (entsprechendem) Handeln, was dann wiederum zu neuem Erstaunen und Fragen führt, zu Neugier und Offenheit und einem weiten Raum, in den man hineintritt. Für meine pädagogischen Ziele von großem Nutzen ist ein Stufenmodell zum Verstehen des Fremden, von dem der Autor meint: „Nicht ein Schritt darf weggelassen oder übersprungen werden, wenn nicht die Begegnung von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein soll.“?4 Also lese ich die Tabelle und alle Erläuterungen vorwärts, rückwärts, seitwärts, auf und ab. Hier wird etwas analysiert, was in der konkreten Begegnung kaum so stufenweise abläuft, sondern eher verschmilzt. Aber wie in Zeitlupe wird deutlich, welche Reaktionen zu erwarten, welche Hürden zu nehmen, welche Chancen zum tieferen Ver-stehen bestehen.  Mich ermutigt das Stufenmodell, konkrete didaktische Einheiten zu entwerfen, von denen einige hier beschrieben werden sollen. Ziel ist es, die Begegnung mit den Fremden mit weniger Angst, Abgrenzung, Vor-Urteil und Verhärtung zu gestalten. Sicher bleiben diese Einheiten nur Annäherungen an das Modell, aber in der Manier unseres Erfahrungsfeldes auf Schloss Reichenberg sollen sie ganz praktische Aha-Erlebnisse erzeugen, zum Nachdenken anregen und allmählich das Handeln prägen.

Weichenstellung beim Wahrnehmen

Wir fangen vorne an, auf der ersten Stufe, in der die Person, die vor uns steht, wahrgenommen wird (als Phänomen). Hier werden die Weichen bereits gestellt, ob es bei der Begegnung vorschnell zu Urteilen kommt, die alles Weitere im Keim ersticken, oder ob das fremde Gegenüber zwar verwirrend oder beunruhigend wirkt, aber schlichtweg anders sein darf. Fremdheitserfahrung ist nicht zu vermeiden. Furcht ist oft die erste und eigentliche Reaktion, die als solche wahrgenommen werden darf. Klingt theoretisch, deshalb üben wir das im Seminar praktisch und kommen unserer selektiven Wahrnehmung, gekoppelt mit eingeübten – oder medial geprägten – Interpretationsmustern auf die Spur: Auf einem Foto ist ein halb nacktes Kind zu sehen. Es sitzt nass und zusammengekauert auf einem Fels in einem Bach. Seine Gesichtszüge lassen Südamerika als Heimat vermuten. Die Teilnehmenden können ihre Beobachtungen der Szene aufschreiben. Schnell steht da: „Ein Kind, von der Mutter verlassen, im Wald ausgesetzt, friert, allein“. Anschließend sortieren wir unsere Kommentare: Beobachtungen, Interpretationen, Wertungen. Das Beispiel zeigt, dass nicht viele reine Beobachtungen übrig bleiben (ein Kind). Wir lösen das Rätsel auf und liefern einige ergänzende Informationen: „Dieses Kind aus Kolumbien hat mit seiner Familie einen Ausflug in ein beliebtes Naherholungsgebiet unternommen, durch das auch ein kleiner Bach fließt, in dem man wunderbar baden kann. Dort ist dieses Foto entstanden.“ Allgemeines Gelächter, ein bisschen verschämt, ertappt.

Vom Urteilen zum Beobachten

Die subjektive Haltung, die es auf der Phänomenebene braucht, nennt Sundermeier „sich des Urteils enthalten“, das sei „die vielleicht schwierigste, aber in der ersten Begegnung allernotwendigste Haltung“?5. Ich erinnere mich, wo ich Pablo kennenlernte: Frank und ich besuchten einen Toba-qom-Gottesdienst. Das niedrige Blechdach reflektierte die Hitze in die kleine Kirche. Die einfachen Holzbänke hatten keine Lehne. Der Gottesdienst ging schon drei Stunden. Einer nach dem anderen wurden die Besucher nach vorne gerufen, um ihre Gedanken zu einem Bibeltext zu teilen. Da ich gleich neben dem Gang saß, konnte ich genau sehen, wer als Nächstes zum Rednerpult lief. Die Hose des Mannes war mehrfach geflickt, die einfachen Stoffschuhe staubig. „Was wird der schon zu sagen haben“, hörte ich mich denken, während ich mich auf der Bank in eine bequemere Position zu schieben versuchte. Der Mann trat hinter das Pult, richtete sich auf, blickte ruhig die Besucher an und begann eine kleine Rede zu halten, bei der meine Müdigkeit verflog und das Erstaunen wuchs. „Manchmal verstehen wir nicht, was wir mit Aussagen aus dem Alten Testament anfangen sollen, liebe Brüder und Schwestern“, begann er, um dann klar und für die Zuhörer verständlich einen Bogen zu schlagen ins Neue Testament, zu Jesus, dem Vollender und Erfüller. „An Jesus müssen wir alles messen. Dann können wir das Alte Testament verstehen.“ Während ich zuhörte, schämte ich mich, dass ich nach dem äußeren Erscheinungsbild dieses Mannes geurteilt hatte. Ich fühlte mich ebenso ertappt wie später die Teilnehmer im Seminar.

Vom Befremdlichen ...

Damit gehen wir weiter zur zweiten Stufe, der Zeichenebene. Mit Zeichen meint Sundermeier das, was die Angehörigen einer Gruppe von denen einer anderen Gruppe äußerlich unterscheidet: Kleidung, Sprache, Frisur, Gestik, Verhalten. Meist ist uns das eigene Repertoire wenig bewusst, es gehört zu unserem Menschsein. Aber die Zeichen der anderen werden umso deutlicher und wie gefiltert wahrgenommen. Um es uns leichter zu machen, Freund und Feind zu unterscheiden, bilden wir Verallgemeinerungen und Stereotypen. Ist das Kopftuch ein Zeichen für die Unterdrückung der Frau? Wofür stehen lange Haare bei Männern? Was ist mit Springerstiefeln und kahl geschorenen Köpfen? Sundermeier sieht darin zunächst einen simplen Mechanismus der Grenzziehung. Diese Signale des Andersseins schützen beide Seiten -davor, vorschnell Grenzen zu überschreiten?6. Damit die konkrete Begegnung weiterhin eine Chance hat, braucht es allerdings die Bereitschaft, „die Zeichen des anderen nicht als gegen uns gerichtete Abgrenzungszeichen zu deuten“ und sie in ihrem Kontext stehen zu lassen.

durch Sympathie ...

Ja, aber wenn dann doch als erstes wieder Furcht in uns hochsteigt, Abwehr, Ärger? Dann braucht es nicht das weitere Bewegen im Gehirn, sondern die Teilhabe – z.B. an einem Fest! Als Gast an einem Fest der ganz anderen teilnehmen. Die türkische Großfamilie in der Nachbarschaft feiert Silvester. Oder der Opa hat Geburtstag. Wir könnten mit eintauchen in die Musik, die Ungezwungenheit, den Tanz, das gute Essen. Uns ein wenig in der Kultur und ihren fremden Zeichen bewegen, sie mit leichter Seele auf uns wirken lassen. Dabei kann die Fremdheit abfallen und Vertrautheit wachsen.?7 Es ist wie ein Sich-Heraus-Wagen unter besonders geeigneten Umständen, eine kleine Expedition in eine fröhliche Ausnahmesituation.

Ohne Sympathie wird man sie wohl nicht -unternehmen. Und wenn es uns zu fremd wird, zu anstrengend, zu verunsichernd, dann ist ebenso die Bewegung wichtig und nötig, „wieder bei sich einzukehren“, damit die Fremdheit nicht zur Überforderung und damit zur Bedrohung wird.

Als unser OJC-Jahresteam nach Bosnien reiste, nahm sie auch die Einladung zu einer Wochenend-freizeit der Roma-Gemeinde an. Drei Tage mit ihnen -feiern, singen, essen, beten, und dabei erleben, wie die Gastgeber auf ihre Weise das Zusammensein gestalteten. Sich danach wieder davon erholen und die Eindrücke mitein-ander besprechen. Auch bei den interkulturellen Jugendbegegnungen sind Feste fest eingeplant. Tanz, Musik, Essen haben für die Atmosphäre schon Erstaunliches hervorgebracht. Miteinander lachen, ohne genau die Worte des anderen zu verstehen; einen Rhythmus gemeinsam schlagen, der keine Worte braucht; sich bei ungewohnten Tanzschritten den Bauch halten vor Lachen und sich ein bisschen weniger schämen voreinander; sich die besten Stücke des Büfetts gegenseitig auf die Teller legen usw. Da fällt die Mühe des Seminartages und manch unauflösbarer Unterschied von den Teilnehmern ab. Auf diese Art von Teilhabe kann ein tieferes Verstehen folgen. Dazu braucht es allerdings „die längst vergessenen Tugenden … der Geduld und der Bescheidenheit“ (S. 165).

Anders als in der interkulturellen Begegnung ist in den Seminaren für Multiplikatoren („Kulturelle Vielfalt als Lernfeld und Segen“, s. S. 95) auf der Stufe der Zeichenebene eine Übung zum Bewusstwerden und Bearbeiten von Stereotypen vorgesehen. Ernüchternd aufschlussreich sind die Ergebnisse, die die Teilnehmer spontan und ohne eigene innere Zensur zu verschiedenen Begriffen notiert haben. Bei „der Russe“ stehen schnell Worte wie Wodka,- korrupt, Putin. Wir probieren weitere: „der Schweizer“, „die Italienerin“, „die Türkin“ usw … Jetzt nehmen wir die Notizen zur Grundlage für mehrere weitere Arbeitsschritte und bitten die Teilnehmer: aus den Assoziationen einen Satz schreiben. Dazu fünf auswählen:

  • Erforschen: Woher kommt mein Bild?
    Erleben: Wo, wie, wie viel?
    Erfahren: Medien, TV, Zeitung
    Erzählen: Gehört, von wem, wann?
  • Ergebnisse in den Satz einbauen, Satz umformulieren, z.? B. „Ich habe einmal im Fernsehen gesehen, …“
  • Zu zweit darüber austauschen: Inwiefern ist mein Satz verständlich, nachvollziehbar?
  • Gefühle wahrnehmen, die ich mit diesem Satz verbinde ?
  • Erneut Satz umformulieren, diesmal an eine konkrete Person richten
  • Austausch

Diese Übung holt unsere (unvermeidlichen) Erst-Assoziationen ans Tageslicht, beleuchtet sie, -konkretisiert und relativiert sie im Austausch mit anderen.?8

über Empathie ...

Braucht es auf der Zeichenebene Sympathie, so verlangt die dritte Stufe, die Symbolebene, Empathie, also ein sensibles Sich-Einfühlen in die Welt der anderen. Sundermeier ist an dieser Stelle unmissverständlich: „Empathie gründet in der Sympathie. Jemand, der der anderen Kultur oder Religion keine Sympathie entgegenbringen kann, in ihr keine Schönheit oder zumindest „Teilwahrheiten“ entdeckt, wird im Verstehen keinen Fortschritt machen.“?9 Vorsicht ist geboten, gepaart mit schrittweiser Annäherung. Wer meint, die Fremden seien ja eigentlich fast wie wir selbst, er kenne sie schon (nach der dritten Begegnung), könnte schnell irren und bei der nächsten Gelegenheit tief enttäuscht sein. Es ist eben auch schwer, die zähen Unterschiede auszuhalten.?10

In einem Seminar für Multiplikatoren hatten wir das Glück, Teilnehmer aus Südkorea dabei zu haben. Wir baten sie, uns einige koreanische Sprichwörter aufzuschlüsseln.?11 Sprichwörter zeichnen in sprachlich verdichteter Form verinnerlichte soziale, ethische und religiöse Denk- und Verhaltensmuster kultureller Gruppen ab. Sie geben Werte und Ansichten wieder, die sich einem fremden Orientierungssystem nicht von selbst erschließen. Der Austausch über Sprichwörter und ihre Bedeutung kann deshalb sehr aufschlussreich sein. Die Erklärungshoheit bleibt dabei immer bei denjenigen, die das Sprichwort ins Gespräch bringen. Unsere koreanischen Gäste wählten das Sprichwort: „Kein Rauch ohne Flamme.“ Wir Deutschen mutmaßten eine Weile und baten dann um eine Erklärung, in welchem Zusammenhang dieses Sprichwort verwendet wird. Sie sagten: Wenn jemand etwas verbergen möchte, es aber herauskommt und die Leute schon darüber reden, dann sagen die Zeugen: „Kein Rauch ohne Flamme.“ Die Lüge ist offensichtlich, man braucht darüber nichts mehr zu sagen. 

... zum Miteinander!

Damit betreten wir die vierte Stufe, die Sundermeier die Relevanzebene nennt. Jetzt kommt es darauf an! Alles, was in den ersten drei -Stufen erworben werden konnte, nützt nur in der -Anwendung etwas. Es kann relevant werden für gelingendes Zusammenleben, „bei dem jeder er selbst bleiben kann, niemand vereinnahmt wird und dennoch ein Austausch stattfindet, der die Würde des anderen respektiert und stärkt.“12. Es ist nicht so schwer, mit denen umzugehen, die uns vertraut und nah sind. Aber die uns Fremden, vielleicht sogar die uns Unsympathischen zu respektieren, will anhaltend geübt werden. Sundermeier schlägt vor, es in verschiedenen Gestalten des Zusammen-Lebens (er nennt das Konvivenz) zu üben: Der Hilfsgemeinschaft, der Lerngemeinschaft und der Festgemeinschaft. Begegnung erprobt sich beim Tun. Immer wieder von vorne. Mal leichter, mal mühsamer. Mal abgeschreckt, mal ermutigt. Mal lachend, mal rätselnd. Mit dem einen, mit der anderen. So wächst menschliche Gemeinschaft als Miteinander statt als Gegeneinander. Am Ende des Buches, das zugleich der Anfang meines -weiteren lernenden Verstehens ist, lockt mich eine zugleich erfreuliche und beruhigende Aussicht: „Dem Erlebenden dehnt sich das Leben“, zitiert der Autor Hugo v. Hofmannsthal?. Und himmlischer Beistand ist auch gewiss: Der Heilige Geist des Schöpfergottes, der alle Menschen seine Ebenbilder nennt, ist unser bewährter Fremdenführer.

Anmerkungen:

  1. Theo Sundermeier, Den Fremden verstehen, Göttingen 1996, s. Klappentext
  2. a.a.O, S. 11
  3. a.a.O, S. 49
  4. a.a.O, S. 46
  5. a.a.O, S. 158
  6. a.a.O, S. 161
  7. a.a.O, S. 192
  8. Kennengelernt auf dem Seminar „Transkulturelles Lernen“ der Konferenz evangelischer Freiwilligendienste unter Leitung von Brigida Balkis Ferber und Gabriele Buschmann, s. www.kef.de
  9. Sundermeier, S. 169
  10. s. auch Ute Paul, Die Rückkehr der Zikade, Kap. 25 Die Bänder flattern im Wind, S. 117 – 119
  11. Angelehnt an die Übung „Wörtlich genommen“ in Helga Losche, Stephanie Püttker, Interkulturelle Kommunikation, S. 222
  12. Sundermeier, S. 183

Von

  • Ute Paul

    Pädagogin und pädagogische Leiterin des ­Erfahrungsfeldes „Wege zum Leben“ auf Schloss Reichenberg.

    Alle Artikel von Ute Paul

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