Im Garten

Anregungen zu einem hortensischen Lebensmodus

 
Von Heinrich Rombach
 

Überall, wo es Menschen gibt, finden sich Gärten. Jede Kultur hat ihre eigenen Gartenformen entwickelt, ja jedes Land und jede Region. All diese vielen Gartenformen haben jeweils ihren Reiz und ihren Geist. Das geht von strengen ornamentalen Formen mit unerbittlicher Symmetrie über die von der Küche und der Apotheke diktierten Lineaturen der Gemüse- und Kräutergärtlein bis hin zu den großen Parkanlagen der italienischen Villen und der englischen Schlösser und bis hinüber zu den atemberaubenden Landschaftsgestaltungen der hängenden Gärten in Asien. All diese unterschiedlichen Gestaltungen geben auch Zeugnis von einer jeweils verschiedenen Auffassung des Menschen über sich selbst und seine Stellung in der Natur. Der Garten begleitet den Menschen als sein Spiegel- und Gegenbild, ja er geht ihm schon im Mythos voraus, denn noch ehe der Mensch war, war der Garten – nämlich Eden.
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Erschienen in:

Salzkorn 2/2011 „Himmel grüßt Erde. Der Garten, die Vernunft und die Kreatur“, S. 62-67.

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