Das Beste an uns

- Ilan und Esti Brunner
... sind unsere Freunde
Als Fürsprecher für Euer Land
Ich danke Euch im Namen der Eltern, die Kinder verloren haben, und im Namen der jungen Soldaten, die während ihres Militärdienstes traumatisiert und verwundet wurden, dass sie in Reichelsheim und Greifswald für zehn Tage alles, was sie in Israel täglich erleben, zurücklassen durften. Das ist eine große Freude für meine Frau Esti und für mich. Ihr seid wirklich gute Freunde, ohne die wir diese Arbeit nicht tun könnten. Das ist wunderbar. Es ist außergewöhnlich, dass dieses Projekt gerade von Menschen aus jenem Volk unterstützt wird, das unserem eigenen Volk und auch meiner Familie so viel Leid zugefügt hat.
"Deutschland" gilt in Israel als kein schöner oder guter Begriff. Ich versuche - mit meinen bescheidenen Mitteln - meinen Freunden und Kindern zu zeigen, dass die Deutschen heute anders sind. Wir kommen mit ausgestreckter Hand, in Freundschaft und Vergebung, mit der einen Bedingung, dass nie vergessen wird, was damals geschehen ist. Alle, die als Gäste bei Euch waren, sind als Fürsprecher für Euch, die Deutschen, heimgekehrt. Wir (das Volk Israel) haben die 40 Jahre Wüstenwanderung einst erfolgreich überstanden und sind ans Ziel gekommen. Nun wünsche ich Euch, dass auch Ihr Eure Ziele erreichen werdet.
Ilan Brunner, Israel, ehem. Pressesprecher der IDF, leitet gemeinsam mit seiner Frau Ester das von ihm gegründete Projekt "DisraeliS".

- Eleonora Muschnikova
Mutig in die Zukunft gehen
Ohne die OJC wären wir in St. Petersburg heute nicht da, wo wir sind. Seit 15 Jahren unterstützt Ihr unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen von der Strasse - nicht nur durch die Weihnachtsaktion, sondern vor allem auch im Gebet. Im hektischen russischen Leben mit all seinen unerwarteten Schwierigkeiten ist für uns die Gewissheit, dass jemand in Reichelsheim für uns betet, wie ein Anker. Wir sind darüber zu Herzensfreunden geworden. Danke!
Viele unserer Projekte habt Ihr kräftig unterstützt: Wir konnten außerhalb der Stadt ein Haus für Waisen und Kinder in Not bauen, mehrmals ProChrist-Evangelisationen durchführen, das Projekt eines Ausbildungszentrums angehen und christliche Konferenzen für Lehrer durchführen - das ist bis heute nicht selbstverständlich bei uns. Wir freuen uns über die Freundschaft und feste Verbindung mit Euch, die uns mutig in die Zukunft gehen lässt.
Eleonora Muschnikova, Russland, ist Leiterin einer christlichen Straßenkinderarbeit in St. Petersburg
Eine liebevolle Umarmung Gottes
Wir sind unserem Herrn dankbar für die Möglichkeit, 40 Jahre OJC mit Euch zu feiern, in denen Ihr gereift seid und neue Herausforderungen angenommen habt. Besonders kostbar ist uns Gottes liebevolle Umarmung, die wir durch Eure Gemeinschaft und durch die heilende Zuneigung erleben, die wir so sehr brauchen. Wir haben, das spüren wir hier, Teil an einer Gemeinschaft, die über Länder und verschiedene Sprachen hinüberreicht. Wir empfinden, dass jeder von uns - ob auf den Philippinen, in Russland, in Kamerun oder auch in Deutschland - einen Stein zum Bau des Reiches unseres Herrn Jesus Christus beiträgt.
Das Ehepaar Graciela "Tati" Radulich und Enrique "Kike" Vivas aus Argentinien leitet das Drogenrehabilitationszentrum El Retoño in Buenos Aires.
Für eine Kultur des Lebens
Ihr habt als OJC in mir die Hoffnung geweckt, dass eine Kultur des Lebens möglich ist, bei der Kopf, Herz und Hand zusammenkommen. Eure Baucamps sind etwas ganz Besonderes: Ihr schafft einen Raum, in dem junge Leute aus verschiedenen Kulturen, Konfessionen und Sprachen zusammenkommen und unter fachlicher Anleitung an einem gemeinsamen Projekt mitwirken, z.B. bei der Renovierung der historischen Burg auf dem Reichenberg oder bei der Errichtung eines Spielplatzes in St. Petersburg. Dabei kommt es zu Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst nie begegnen würden. Den Reichtum dieser Erfahrungen zu reflektieren und im eigenen Umfeld umzusetzen, ist zukunftsweisende Versöhnungsarbeit.
Prof. Dr. Moira Rogers, Argentinien, lehrt interkulturelle Kommunikation in den USA. Sie hat einige internationale Baucamps mitgestaltet und dazu beigetragen, dass die OJC 2004 den BMW Award für interkulturelles Lernen gewann.

- René Padilla (re) im Gespräch mit Dominik Klenk
Vergesst die Armen nicht!
Seit 1980 ist die Geschichte der Kairos-Gemeinschaft mit der der OJC verwoben - ein Zeichen für Gottes Wunsch, dass in der Einheit durch Christus, die geographische und kulturelle Grenzen übersteigt, alle trennenden Mauern fallen mögen. Diese geschwisterliche Beziehung hat uns in den langen Jahren sehr inspiriert. Unvergessen bleiben Eure Mitarbeit am Bau des Kairos-Zentrums, die Aussendung von Ute und Frank Paul nach Argentinien, Eure Besuche, Eure finanzielle Unterstützung und Eure Gebete. Sie sind Teil der Geschichte, für die wir Gott loben. Wir beten, dass der Heilige Geist in und durch Euch weiterhin sein gutes Werk tue und wünschen von Herzen, dass Ihr "fest und unbeirrt weiter wachst im Werk Gottes und Euch dessen sicher seid, dass Euer Werk im Herrn nicht umsonst ist". Meine Bitte an Euch für die Zukunft: Vergesst die Armen nicht! Es gibt auch in Eurem Land viele, die besonderer Zuwendung und Aufmerksamkeit bedürfen: Immigranten, Flüchtlinge, Kinder aus kaputten Familien, Alte, Arbeitslose. Kommunitäten haben die Aufgabe, im Geist Jesu den Menschen zu dienen und verändernd in die Gesellschaft hineinzuwirken. Ich danke Gott, dass ich bei der Kommunitätsgründung bei Euch sein konnte. Die OJC braucht diese innere Konzentration. Ich hoffe und bete, dass Ihr die nächsten Schritte, die Auspflanzungen und das Sich-Hineinstellen in die Nöte der Gesellschaft, weiter mutig angehen könnt.
Dr. René Padilla, Argentinien, ist Theologe und Buchautor und war langjähriger Leiter des Kairos-Zentrums in Buenos-Aires

- Emmanuel Njock am TdO
Mein Name ist Njock
Das bedeutet Elefant - und einen Gedanken dazu möchte ich Ihnen zu Ihrem Jubiläum sagen:
Elefanten haben bekanntlich ein gutes Gedächtnis, können sich gut erinnern. Wenn wir einige jetzt hier hätten, würden sie die junge Generation in Europa daran erinnern, was im Hebräerbrief (13,7) steht: "Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben, ihr Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach." Das ist mein wichtigster Wunsch.
Prof. D. Emanuel Njock, Kamerun, hat als Sprachwissenschaftler die Losungen und die Basa‘a-Bibel in eine für junge Leute verständliche Sprache übersetzt.
In: Salzkorn. Ran ans eingemachte! 40 Jahre OJC: Reif werden für´s Kommunitäre und wie die Frucht köstlich bleibt S. 116-118




