Pakistan - Hilfe nach den Überschwemmungen

Am 31. August schrieb uns Udo Schelte , Direktor von Shelter Now Deutschland e.V.:
 

„Unser Mitarbeiter Udo Stolte konnte sich ab 8. August, kurz nach Beginn der Katastrophe für eine Woche selbst ein Bild vom verheerenden Ausmaß der Flut in Pakistan machen – und ist entsetzt. Er sagte später, dass das, was er dort zu sehen bekam, seine schlimmsten Vorstellungen weit übertroffen habe. Sofort begann er mit den Shelter Now-Mitarbeitern vor Ort mit der Koordinierung der ersten Hilfsmaßnahmen. Die Menschen in den ländlichen Regionen Pakistans, zumeist sowieso sehr arm, haben nun alles Hab und Gut verloren. Das Dringendste, was gebraucht wurde, und was auch jetzt noch nötig ist, sind sauberes Trinkwasser und Nahrung.

Es konnte ein Restaurant ausfindig gemacht werden, das täglich 2.000 warme Mahlzeiten, ein einfaches Reisgericht, zubereitet in Plastikbeutel verpackt. Diese wurden dann in nahe von Peshawar gelegene Dörfer gebracht, die bislang noch keine Hilfe erhalten hatten.

In Deutschland meldet sich zeitgleich zur Verteilaktion eine Hilfsorganisation, die Entkeimungstabletten zur Verfügung stellen möchte. Mit diesen kann das Wasser, das zwar überall vorhanden, aber durch Tierkadaver, Müll und Exkremente verseucht ist, überhaupt erst trinkbar gemacht werden. Inzwischen haben die 300.000 Tabletten ihren Bestimmungsort erreicht und werden in diesen Tagen zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt.

Inzwischen verteilt Shelter Now 2.300 gekochte Mahlzeiten und unterstützt eine befreundete Organisation bei der Verteilung weiterer 2.000 Portionen.

In einer zweiten Phase sollen die Menschen nun langsam wieder fähig gemacht werden, sich selbst zu versorgen. Die Planungen geschehen in Gesprächen mit der betroffenen Bevölkerung verschiedener Dörfer. Es werden dann Betten, Matratzen, Decken und Küchenutensilien verteilt, um 2.000 Familien (zwischen 10.000 und 15.000 Personen) eine Möglichkeit zum Kochen zu verschaffen. Die Ältesten eines Dorfes haben eine Liste aller Bewohner aufgestellt, nun wird die entsprechende Finanzierung benötigt, damit die Haushaltsgegenstände beschafft werden können. Für eine Familie betragen die Kosten ca. 190,-- Euro.

Weitere Planungen können im Augenblick nur unkonkret gestaltet werden. Evt. wird UNHCR vor dem Winter Zelte verteilen. Wenn nicht, müssen wir uns auch darum kümmern – wahrscheinlich auf die Dörfer bezogen, die wir in der zweiten Phase versorgen. Ebenso kann die Trockennahrung möglicherweise durch WFP erfolgen, evt. auch mit uns als Implementing Partner. Dies haben wir über Jahre in den afghanischen Flüchtlingslagern mit Erfolg entsprechend betrieben.”

OJC unterstützt Shelter Now und Forum Wiedenest mit 10.000 Euro »

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