TeenSTAR - familiengerechte Sexualerziehung

Bundesweit wird diskutiert, welche Werte förderlich für Kinder und Jugendliche sind. Dabei gibt es kaum Alternativen zu den staatlich geförderten Aufklärungsprogrammen. TeenSTAR e. V. bietet Jugendlichen einen ganzheitlichen Zugang zu ihrer Sexualität und leitet sie unverklemmt und werteorientiert zu einem verantwortlichen Umgang damit an. Die Kurse werden an Schulen und außerschulisch angeboten.

Eltern können sich über die Kursinhalte informieren und gute Ideen für Gespräche mit ihren Kindern mitnehmen. Das Interesse ist groß, der Bedarf an qualitätsvollem Anschauungs- und Lehrmaterial ebenso.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie die Weiterentwicklung und Bereitstellung von Information, Lehrmaterial und die Schulung von Fachleuten. So kann der europaweit operierende Verein sein Angebot erweitern, damit Kinder und Jugendliche zu einem erfüllenden Leben als Frauen und Männer ermutigt werden können.

Diese Aktion wird besonders gefördert von der ojcos-stiftung. Bitte spenden Sie direkt auf das dort hinterlegte Konto.

Projektname TeenStar

Von Oktober bis Dezember 2018 findet in Reichelsheim an drei Wochenenden ein Ausbildungsseminar "TeenSTAR - Erziehung zur Liebe" statt.

Eröffnungskonferenz des EU-Projekts zur Implementierung von TeenSTAR in Ungarn

Seit zwei Jahren werden auch in Ungarn TeenStar-Kursleiter/innen ausgebildet. Hier folgt ein Bericht von der Eröffnungskonferenz des EU-Projekts zur Implementierung von TeenSTAR in Ungarn am 26. Januar 2018:

Die feierliche Eröffnung dieses internationalen Projekts fand im Festsaal des Rathauses in Miskolc (ca. 2 Stunden östlich von Budapest) statt. Ilona Ékes, Direktorin der Nichtregierungs-Organisation ERGO (Budapest), hatte das Projekt initiiert und sorgt seit zwei Jahren dafür, dass ungarische TeenSTAR-Kursleiter/innen von Helga Sebernik ausgebildet werden konnten.

In ihrer Begrüßungsrede zitierte sie Kommentare der Teilnehmer/innen der Ausbildungsseminare auf den Auswertungsbögen – lauter begeisterte und wertschätzende Rückmeldungen, wie „ideenreich, kreativ, nimmt die Kinder und Jugendlichen ernst, gibt den jungen Menschen Selbstvertrauen.“

Begrüßung durch Bürgermeister Ákos Kríza

Im vollen Saal begrüßte Gastgeber Bürgermeister Ákos Kriza die anwesenden Gäste aus Miskolc und anderen Teilen Ungarns, Österreich, Deutschland, Siebenburgen-Rumänien und der Slowakei. Er dankte insbesondere Ilona Ékes, dass sie das internationale Projekt in Miskolc angesiedelt hat, einer benachteiligten Region im Nord-Osten Ungarns mit vielen sozialen Brennpunkten. Für ihn füllt TeenSTAR eine echte Lücke in der Sexualerziehung in Ungarn.

Original-Ton Bürgermeister:
„Die Grundlage für den Dialog zwischen den Generationen ist das Vertrauen, dass wir auch über die sensibelsten und persönlichsten Themen reden können. Dass wir ein Vorbild, Muster geben für die Jungen, ihr eigenes Leben verantwortlich zu führen. Sie sollen spüren, dass sie auch füreinander Verantwortung tragen – ob für eine Familie, in der Paarbeziehung, in ihren Freundschaften und im gemeinschaftlichen Leben. Jede Initiative ist zu unterstützen,die dazu beiträgt, dass unsere Jugendlichen zu Erwachsenen mit gesunden Ansichten und Gedanken werden.“

Katalin Novák, die mit ministerialen Befugnissen ausgestattete Staatssekretärin
für Familie und Jugend, betonte die Bemühungen ihrer Regierung um die besondere Förderung der Familie und der Elternschaft, nicht nur durch materielle Zuwendung, sondern auch im Bemühen um ein Bildungssystem, das den Wert von Ehe, Treue, Familie, Kindererziehung und Zusammenhalt der Generationen vermitteln möchte. Im schulischen Bildungsplan ist die Wertschätzung von Familie, Partnerschaft, Elternschaft etc. Querschnittsaufgabe (und nicht wie z.B. in den deutschsprachigen Ländern die sexuelle Vielfalt). „In einer Familie zu leben ist schön. Das Einstehen für Familie ist eine Werte-Entscheidung.“, sagte sie. Der drastische demographische Rückgang des ungarischen Volkes konnte in den letzten 5 Jahren messbar gestoppt werden. Es wurden mehr Kinder geboren als in den Jahren zuvor und es gab auch mehr Eheschließungen, die Zahl der Abtreibungen sinkt kontinuierlich. Das verzeichnet das Ministerium auch als einen Erfolg der neuen Familienpolitik unter konservativer Regierung.

In Hinblick auf die Sexualerziehung von Kindern und Jugendlichen sieht sie großen Handlungsbedarf. Minderjährige sind kontinuierlich sexuellen Inhalten ausgesetzt, was eine Gefährdung ihrer Integrität darstellt.

Original-Ton Staatssekretärin:
„Ich begrüße diese Initiative und freue mich, sie unterstützen zu können. In der Sprache der Kinder, ihrem Entwicklungsstand gemäß, ihre Fragen ernstnehmend und beantwortend und entlang einer klaren Akzeptanz von Werten thematisiert das Programm Sexualität und bricht Tabus, die um Sexualität ranken. In Hinblick auf die Kinder und Jugendlichen, die daran teilnehmen, bedeutet dies einen ernstzunehmenden Schritt nach vorne in der Sexualerziehung.
Ich freue mich auch, dass die Eltern hier nicht ausgeschlossen, sondern einbezogen werden.Eltern sollten und dürfen nicht aus solchen Prozessen ausgeschlossen sein. Nur mit ihnen gemeinsam, mit ihnen im Bunde wird zu erreichen sein, dass Kinder im Bereich der Sexualität gut informiert sind und zugleich gut vorbereitet auf alles, was noch auf sie einwirkt.“

Helga Sebernik hat – wie das hervorragende Presse-Echo erkennen lässt – sehr überzeugt.
Das schreibt das Presseportal polgarportal.hu:
"Die österreichische Leiterin des Programms, die Lehrerin Helga Sebernik, berichtete:TeenSTAR möchte erreichen, dass die Jugendlichen verstehen, wer sie als Mädchen und Burschen sind, es hilft ihnen also dabei, zu Männern und zu Frauen zu reifen; wichtig sei es, dass sie lernen, ihr Mann-Sein bzw. Frau-Sein in ihre Persönlichkeit zu integrieren. Das Programm ist grundsätzlich sexualpädagogisch ausgerichtet und möchte zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Das Ziel sei es, dass die Jugendlichen zu gesunden Persönlichkeiten heranreifen und ein gelingendes Leben führen können. Sie informierte auch darüber, dass die TeenSTAR-Einheiten in Österreich sowohl im schulischen Kontext als auch außerschulisch vermittelt werden. Die maßgebliche didaktische Methode ist die der Interaktivität. Aber die Jugendlichen hören auch Referate und schauen gemeinsam Filme an.“

Konstantin Mascher als Vertreter von TeenSTAR Deutschland hat die Maßgaben einer Jungen‐Pädagogik umrissen, die den Bedürfnissen von Jungen, den ihnen gerechten Erziehungs-Prinzipien und nicht dem Gleichstellungs-Ethos des Gender Mainstreams entspricht. Jungen sind anders als Mädchen und geraten in einem auf die Stärken von Mädchen fokussierenden Erziehungs-System leicht ins Hintertreffen. Das TeenSTAR-Programm behält die Unterschiede zwischen den Bedürfnissen von Mädchen und Jungen, ohne in Stereotypen zu erstarren, im Blick und fördert beide gleichermaßen auf die ihnen angemessene Weise.

Zum Schluss noch einige Original-Töne von den ungarischen Absolventen/Absolventinnen der beiden TeenSTAR-Ausbildungsseminare:
„Gut, dass TeenSTAR nicht moralisch argumentiert. Ich wurde reich beschenkt. Unglaubliche Stofffülle, didaktisches Material, Vielgestaltigkeit. Herzerwärmend, ermutigend und positiv.Hilft mir, die Jugendlichen kennenzulernen, zu verstehen, wertzuschätzen und als mündige Gegenüber zu behandeln. Ich habe gemerkt, wie viel ich gar nicht weiß! Ich bin begeistert, freue mich und möchte das unbedingt anwenden. Das ist es, was zählt, was wichtig ist und Sinn macht. Ideenreich, kreativ, ernsthaft um die Jugendlichen bemüht, bringt es neben den biologischen Aspekten auch die Gefühle ins Gespräch. Gibt den Jugendlichen ein gesundes Selbstvertrauen. Ist universell – kann jede soziale Schicht ansprechen.“

31.01.2018 – Írisz Sipos

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Hier finden Sie den aktuellen Flyer für die Weihnachtsaktion vom 1. November 2017 bis 31. Oktober 2018

» OJC-Weihnachtsaktion 2017/18 [pdf, 1 Mb]