Es gibt ein neues Bulletin

15. Juni 2021 // Sexualethik(en) im Umbruch. "Ehe für alle" als apologetischer Stresstest

Der konservative sexualethische Konsens, der noch vor wenigen Jahren im evangelikalen und katholischen Milieu weitgehend verbürgt schien, bricht mit ungeahnter Wucht auf.
Írisz Sipos erörtert in ihrem Aufsatz „Coming-out im Lockdown: ein Paradigmenwechsel“ Martin Grabes Buch: Homosexualität und christlicher Glaube ausführlich.

Einer der wirkmächtigsten Impulsgeber der Nachkriegszeit in Fragen um Geschlecht, Identität und Macht war der französische Philosoph Michel Foucault (1926-1984). Die Prägekraft seiner Ideen ist ungebrochen und aus den queeren identitätspolitischen Setzungen unserer Tage nicht wegzudenken. Die Erziehungswissenschaftlerin Silke Edelmann fasst seine Thesen über Wahrheit und Diskurs zusammen und stellt sie in den Kontext aktueller Entwicklungen.

Die Autoren der Argumentationshilfe (Mai 2021) des Arbeitskreises Christliche Anthropologie unter der Federführung des katholischen Theologen und Publizisten Bernhard Meuser bringen auf den Punkt, was Kirche tun kann und lieber lassen sollte.

Meusers Appell zur Erneuerung seiner skandalgebeutelten Kirche, die er in dem Buch Freie Liebe (fontis : Basel 2020) autobiographisch ergründet und ethisch entfaltet, kommentiert – ganz im Sinne einer geistlichen Ökumene – sein reformierter Kollege, der Chrischona-Pastor Paul Bruderer.