Weihnachtsaktion 2018-Versöhnungsprojekt in Rwanda

Deine Kuh, meine Kuh, unsere Zukunft

Ein Versöhnungsprojekt in Rwanda

„Mit Ausdauer“ und „nicht zu bremsen“ – so lautet das Motto der diesjährigen OJC-Weihnachtsaktion. Es beschreibt treffend, wie sich unsere Freunde und Projektpartner in der ganzen Welt für die junge Generation einsetzen. Sie tun das in engagierten Teams mit einem großen Einsatz an Zeit, Mitteln und Herzblut. In diesem Jahr unterstützen wir wieder einige bewährte, aber auch junge Projekte in vielen Ländern, unter anderem ein Förderprojekt von indigenen Schülern und Studenten in Mexiko, Ausbildungsprogramme für Sozialwaisen in Russland und eine werteorientierte Sexualpädagogik in Äthiopien. Unsere Partner laden dazu ein, nicht Zuschauer zu bleiben, sondern mitzulaufen, mitzuteilen, mitzugeben. Über den aktuellen Stand der von uns geförderten Projekte können Sie sich auf unserer Website informieren oder Sie kontaktieren uns für eine persönliche Auskunft

Hier stellen wir Ihnen ein Versöhnungsprojekt in Rwanda vor, das uns ganz besonders am Herzen liegt. Sie sind herzlich eingeladen, besonders im Advent, mit uns zu staunen und zu danken für das Wunder der Versöhnung, die aus Gottes großer Menschenliebe fließt. Die Menschen, die dort nach dem blutigen Bürgerkrieg in echte Versöhnung und die gemeinsame Zukunft aller Involvierten investieren, sind ein überwältigendes Zeugnis von der alles verändernden Kraft des Evangeliums.       Red

„Ich bin erstaunt, wie nahe sich unsere Kinder sind. Sie haben das Leichentuch des Argwohns zwischen zwei Familien weggerissen.“

Unfassbares Leid zeichnet auch heute noch die Gesellschaft in Rwanda. Durch den Völkermord in den Neunzigerjahren verlor Emerthe sieben Familienglieder – und litt jahrelang an körperlichen und seelischen Schmerzen. Ihre Situation verschlimmerte sich, als sie hörte, dass einer der Täter, Celestin, aus dem Gefängnis entlassen wurde. Die Nachricht erfüllte sie mit großer Angst und der Wunsch nach Rache wurde immer stärker. Sie wusste, dass sie von keiner Seite Schutz erwarten konnte. Da erhielt sie eine Einladung der Organisation CARSA, an einem Versöhnungs- und Heilungsseminar teilzunehmen. Langsam kam eine andere Dimension in ihr Leben und sie erfuhr Verständnis und therapeutische Begleitung. Das befähigte sie letztendlich dazu, Celestin zu vergeben.

Auch Celestin nahm an diesem Workshop teil. Er war ebenfalls durch den Genozid traumatisiert und litt unter der schweren Last der Schuld, die er auf sich geladen hatte. Die Erfahrung der Vergebung durch Emerthe schenkte ihm ein neues Leben. Die beiden bekamen eine Kuh zur Verfügung gestellt, die sie gemeinsam pflegen sollten. Dadurch näher­ten sich beide Familien an. 

Die gemeinsame Verantwortung, das Teilen der Arbeit und dann der Milch und des Dungs ermöglichten den Aufbau einer Lebensgrundlage und ­ebneten den Weg zu einem versöhnten Mit­einander. Heute bezeichnen sie sich als Freunde und sehen die Frucht der Versöhnung an ihren Kindern.

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