Couragiert statt correct

Es braucht Mut, sich nicht vorzuenthalten

Am Ende ihres lesenswerten Artikels über die marxistische Kulturrevolution, Political correctness und deren neue Ethik fasst M.A. Peeters pointiert zusammen, was uns Christen hilft, gegen den Strom zu schwimmen. Den ganzen Artikel können Sie auf der Seite des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft nachlesen. www.dijg.de/analysen-zeitgeist/ethik-politisch-korrekt/

Was können wir tun?

Political Correctness ist eine Folge der Passivität der „Mehrheit“. Die Minderheiten könnten nicht so viel Macht ausüben, wenn die Mehrheiten wachsam wären und selbst die Initiative ergreifen würden. Es stellt sich also die Frage: Gibt es in der momentanen Lage, mit einem „System“, das einseitig, säkularistisch und oftmals intolerant auftritt, überhaupt noch die Möglichkeit, politisch aktiv zu sein und sich zu engagieren? Welcher Weg führt uns heraus? Auf diese Frage gibt es keine fertige Antwort. Die Probleme, mit denen wir es zu tun haben, sind komplex. Nachfolgend sind einige Schritte aufgezeigt, die unerlässlich erscheinen, um den Weg der Unterscheidung zu gehen, zurück zur Ausübung unserer eigenen Verantwortung.

Unwissenheit bekämpfen

Wie die französischen Aristokraten zur Zeit der Revolution, die in ihren Schlössern saßen, Tee tranken und Staatsgeschäfte diskutierten, bis sie unter der Guillotine starben, so beobachtete auch die Mehrheit der westlichen Christen die kulturelle Revolution aus der Ferne. Abgrundtief ist ihre Unkenntnis über die historische Entwicklung, die Inhalte, Strategien und Umsetzungsmechanismen der neo-marxistischen Kulturrevolution. Gegen diese Unwissenheit ist vorzugehen, wenn Christen die wirklichen Ursachen des Verfalls der westlichen Kultur erkennen wollen.

Unterscheiden

Nicht alles ist nur schwarz oder weiß an der neuen Ethik. Durch ihren radikalen Anspruch hat die Revolution all jene Änderungen für sich vereinnahmt, die notwendig und unvermeidlich waren, weil die Menschen sich nach einer größeren Verantwortung gegenüber der Umwelt sehnten, nach mehr Respekt für die gleiche Würde der Frau, mehr echte Teilhabe der Basis an politischer Entscheidungsfindung und – noch wichtiger – mehr Streben nach Liebe. Mehr Streben nach einer Gesellschaft, in der Liebe wieder eine Rolle spielt, nach einer Gesellschaft, die nicht nur – wie in der Moderne – von einem Bündnis aus Macht und Rationalität beherrscht wird. Es ist entscheidend, unterscheiden zu lernen, wenn man angemessen auf die zivilisatorischen Herausforderungen der Globalisierung reagieren will. Ein rückwärtsgewandter Ansatz, der das Kind mit dem Bade ausschüttet, wäre verfehlt und kontraproduktiv.

Christen aus dem Geflecht der neuen Ethik lösen

Viele Christen haben sich von den neuen Werten der Revolution verführen lassen. Sie haben sich der politisch korrekten Ethik angeglichen, verwenden die neue globale Sprache und verwechseln die neuen Paradigmen mit der Soziallehre der Kirche. Ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht: Wenn sie nicht angemessen unterscheiden, arbeiten sie gegen sich selbst.

Die Risse im System erkennen

Die Gesellschaftsingenieure haben den Turm zu Babel auf Sand gebaut. Es sind bereits Risse im Gebäude. Die offenkundigen Widersprüche der linken Orthodoxie sind umso klarer zu sehen, je stärker wir sie im Licht der Wirklichkeit und Wahrheit anschauen. Wie lange noch können die Menschen vor den bitteren anthropologischen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Folgen dieser Revolution ihre Augen verschließen?

Fürchtet euch nicht!

Political Correctness und ihre neue Ethik sind trotz Beeinträchtigung durch innere Widersprüche, Inkohärenz und deshalb fehlender Nachhaltigkeit, beinhart und unnachgiebig. Sie zeigen Zähne. Um gegen den Strom zu schwimmen, den schmalen Pfad zu gehen, für das Wahre, Gute und die Liebe einzustehen, braucht es Mut.

Von

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