Editorial

Nur wer Profil hat, kann Eindruck hinterlassen.
Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

Liebe Freunde,

durch die Umstände ausgebremst oder mit angezoge­ner Handbremse – die Pandemie zwingt uns zu einem ständigen Stop-and-go. Das nervt, verbraucht auf ­Dauer unglaubliche Mengen an seelischem Kraftstoff oder legt uns zeitweilig lahm wie eine Parkkralle. Wer dann in Arbeit, Leben und Glauben doch einmal beherzt auf die Tube drückt, wird schnell von der Spaßbremse ­„Corona“ eingeholt.

Das ausgebremste Leben führt nicht nur zu seelischen Abnutzungserscheinungen, auch der geistliche Abrieb ist enorm. Wie steht es um unser christliches Profil in einer säkularen Welt? Greift es noch verlässlich? Wie kann es trotz oder gerade in dieser andauernden ­Krise geschärft werden? Und: Wie hinterlässt man ­eine eindrückliche Segensspur? Herzliche Einladung zur geistlich-geistig-erbaulichen Spritztour durch dieses Heft mit herausfordernden und ermutigenden Beiträgen entlang einiger Schlaglöcher, ungesicherter Bahnübergänge und U-Turns unserer Tage.

Unser OJC-Profil schärfen

Anfang des Jahres starteten wir als Gemeinschaft einen gemeinsamen Zukunftsprozess, um das OJC-Mobil fahrtauglich und manövrierfähig zu halten. Wir schauen nach dem Charisma des Aufbruchs und wie der Auftrag der Anfänge im Heute der jungen Genera­tion neu zündet. Wir legen unsere vielgestal­tigen Dienste auf den Werktisch, um alle Bestandteile kritisch zu wenden und zu prüfen. Dass es auch mal hitzig zugeht, wenn bei den einen das Bremslicht rot aufleuchtet und die anderen gleich einen Gang höher schalten wollen, macht den Prozess spannend und herausfordernd zugleich. Wir sind dankbar für die kompetente Begleitung von außen und bitten um Eure Fürbitte, dass der Heilige Geist uns in diesem Prozess so beflügelt und zurechtstutzt, dass unser Profil, die Ehre Gottes in der Welt zu mehren, noch griffiger für die Zukunft wird. 

Ungebremste Freude

Voller Dankbarkeit blicken wir auf die Unterstützung unserer Freunde während des letzten Jahres und danken Euch für alles beherzte Teilen und Mittragen (S. 40). Das gibt uns Schubkraft in diesen absurden und schwierigen Zeiten.

Freude haben wir immer wieder an unseren Frei­willigen, die jetzt in eine unsichere Zukunft aufbrechen. ­Sicherheit und Zuspruch gibt uns hingegen die Gewissheit: Gott hat sie in dieser Zeit geprägt und das neu gewonnene Profil wird ihnen den nötigen Grip für den weiteren Trip geben. Wir wünschen Euch Gottes reichen Segen!

Mit herzlichen Sommergrüßen aus der OJC-Kommunität,
Euer
Konstantin Mascher
Reichelsheim, den 6. August 2020

Von

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