Auf Wiedersehen!

Freunde nehmen Abschied von Horst-Klaus Hofmann

Viele aus nah und fern haben den Abschied von Horst-Klaus Hofmann mitbekommen und mit ihren wertschätzenden Grüßen mitgetragen. Hier teilen wir eine kleine Auswahl stellvertretend für alle anderen und in gekürzter Form.

Geschwister aus befreundeten Kommunitäten

Ich wollte Euch schreiben, dass mich der Heimgang von Horst-Klaus sehr berührt. Wir hatten in den sechziger und siebziger Jahren viel miteinander zu tun. Es waren immer gute, offene und klärende Gespräche, auch wenn wir manchmal verschiedener Meinung waren.
Sr. Ruth CCR, Communität Casteller Ring

Die guten Erinnerungen an die Aufenthalte und Dienste von Horst-Klaus und Irmela Hofmann im Schloss Eugensberg und im Ländli sind bei uns älteren Schwestern noch sehr lebendig. Auch bei uns gibt es nachhaltige Segens­spuren dieses Gottesmannes, der nun das Ziel erreicht hat.
Sr. Martha Häusermann, Schwesterngemeinschaft Ländli, CH Oberägeri

Nun ist wieder eine Säule des Reiches Gottes weniger auf dieser Erde.
Schwester Christophora, Ev. Marienschwestern, Darmstadt-Eberstadt

Die ersten Christen feierten den Sterbetag als den Geburtstag zum Leben. Von Dietrich Bonhoeffer haben wir gelesen, dass sein letzter Satz vor der Hinrichtung war: Dies ist das Ende – für mich der Beginn des Lebens! Nun ist Horst-Klaus daheim und kann den sehen, an den er so überzeugend geglaubt und dem er gelebt hat. Wir haben ihn mehrmals in unserem Leben getroffen und unser persönliches Glaubensleben hat bis heute durch ihn viele wertvolle Impulse bekommen.
Detlef und Jutta Manke, Bruderhofgemeinschaft, England

So dankbar für alle Inspiration, Wegweisung, Ermutigung, die ich persönlich, wir als Ehepaar und wir als Christus-Treff von Horst-Klaus und seiner unglaublichen Irmela empfangen durften. Trauer und Dankbarkeit mischen sich. Doch als Christen sagen wir nicht „Lebwohl!“, sondern „Auf Wiedersehen!“
Roland Werner, CT Marburg

Gott hat Bruder Hofmann als zeitkritischen Analytiker, Vordenker und Inspirator vielen Menschen zum Segen werden lassen. Ich selbst erinnere mich an seine aufrüttelnden Vorträge, die ich um das Jahr 1979 an der STH-Basel hörte. Neben der Klarheit der Zeitanalyse blieben mir bis heute seine selbstkritischen Äußerungen im Gedächtnis. Er erhob sich nicht über „jene“, deren Ideologie er sehr wohl unter die Lupe nahm. Das machte sein Auftreten so authentisch und wurde mir zur Hilfe im Umgang mit Andersdenkenden.
Br. Matthias Böker, Adelshofen

Freunde und Verbündete der OJC

Horst-Klaus Hofmann hat lange Jahre Ihre Gemeinschaft und auch das Verhältnis zur Michaelsgemeinde geprägt. Mit Ihnen gedenken wir eines engagierten und mutigen Christen, einer profilierten und auch streitbaren Persönlichkeit. Ja, wir erinnern uns durchaus an Spannungen, auch Streit, etwa in der Zeit des Umbruchs in Südafrika. Aber im guten Streiten und bei der Suche nach Wahrheit sich verbunden zu wissen, und letztlich gemeinsam weiterzugehen, auch das ist eine der Erinnerungen, die uns bleiben wird. Die über Grenzen hinweg bestehende Verbindung im Glauben ist schließlich der Grund, auf dem unser gutes ökumenisches Miteinander hier in Reichelsheim gewachsen ist und lebt. Wir wissen uns alle – Lebende und Tote – bei Gott geborgen.
Dr. Waltraud Frassine, Kirchenvorstandsvorsitzende der Ev. Michaelsgemeinde, Reichelsheim

Ich bin dankbar, dem Menschen HorstKlaus Hofmann begegnet zu sein und an seiner Arbeit bzw. seinem Wirken teil­haben zu dürfen. Was hat dieser Mensch alles bewegt, vor allen Dingen auch bei uns in Reichelsheim. Eine Krönung seiner Tätigkeit war zweifelsohne, dass er sein Werk in verantwortungsvolle, genauso engagierte Hände weitergeben konnte. Zahlreiche Spuren hat er hinterlassen.
Stefan Lopinsky, Bürgermeister Reichelsheim

Nun hat Horst-Klaus seinen Weg zum Ziel gefunden, und ich kann nur einstimmen in den Dank dafür, dass er so viele gute und inspirierende Gedanken vorgelebt und weitergegeben hat. Gott hat ihn den jungen Menschen seiner Zeit geschenkt – und den Älteren auch. „Danke, Herr Jesus, für alles, was du schenkst.“
Elisabeth Bockmühl, CH-Riehen

Bis 1981 geht unsere Beziehung zurück mit vielen eindrücklichen Ereignissen, besonders um die Wendezeit, dann der Wiederaufbau des „Haus der Stille“ in Weitenhagen, die gemeinsame Berufung im Blick auf das Disraelis-Programm von Ilan Brunner. – Es gab kabarettreife Situationen, geistlich sehr dichte gemeinsame Augenblicke und es gab in gewisser Weise auch traurige Situationen – eben so, wie das Leben ist. Dennoch – alles unter der Gnade Gottes, unter Seiner Fürsorge, Seinem Segen und Seiner Vergebung. Er hat es geschafft.
Elke und Wolfgang Breithaupt, Halle

Er ist eine wichtige und sicher auch eine Euch im Glauben und in der Nachfolge Jesu prägende Persönlichkeit gewesen. Ich hatte wenig persönlichen Kontakt zu ihm, schätzte aber sehr seine mutige Bereitschaft, viele der Konfliktfelder, die ja gerade die EKHN zu bieten hatte, offensiv und furchtlos anzugehen mit der robusten Perspektive einer ökumenischen Kirche, die Jesus und damit dem Wort Gottes treu bleibt.
Burkard Hotz, Pfarrer i. R., Wiesloch

Ich habe Horst-Klaus Hofmann als einen außergewöhnlichen Menschen kennengelernt und seine großartige Art und Weise, sich den Problemen dieser Welt zu stellen und nach Lösungen zu suchen (dies gilt besonders betr. das Unrechtssystem im damaligen Südafrika), sehr geschätzt. Requiescat in Pace!
Joseph Lütke, Entrup

Als wir 1983 in unserer Bruderschaft Rat in der Diskussion zum Thema Sexualethik brauchten, hat Horst-Klaus Hofmann für eine qualifizierte Tagung im Haus der Inneren Mission in Leipzig gesorgt. Danach reifte die Entscheidung bei mir, ein Studium in Pastoralpsychologie zu beginnen. Aus den danach entstehenden Seminaren hat sich der Arbeitskreis „Befreiende Seelsorge“ und später LEO e.V. gebildet. – Mir sind seine tiefe Betroffenheit über die Verstrickung seines Vaters in das NS-System und seine schmerzvollen Buß- und Gebetswege nach Polen in Erinnerung geblieben.
Bernard Ritter, Leo e.V., Bennungen

Ich weiß, dass die Winter-Hilfe für Valaam und das Aufbaulager für die Kirche von Vsevolozhsk die Idee von Horst Klaus ist. Dafür und für noch viel mehr sind wir ihm enorm dankbar. Er hatte ein gutes Schicksal und viele gute Taten.
Eleonora Muschnikowa, St. Petersburg, Russland

Ohne Horst-Klaus Hofmanns Gebet auch für unser Land, ohne sein Engagement wäre unsere Welt viel ärmer und trauriger gewesen. Er war ein großartiger Mensch. „Wohl denen, deren Weg ohne Tadel ist, die leben nach der Weisung des Herrn."
Swetlana, Sergej, Daniel Selnikov, Moskau, Russland

Horst-Klaus Hofmann war ein Bruder mit wegweisender Inspiration in unserer Jugend, und er hat von Anfang an auch Onesimo/Servants vertraut und entscheidende Starhilfe geleistet! Schon seit 30 Jahren!
Christian Schneider, Schweiz und Philippinen

Weggefährten und Ehemalige

Wenn ein Vater stirbt... Was kann ich sagen, wie ihn würdigen? Ich kannte ihn kaum persönlich. Etwas sehr Gutes, was er mir persönlich sagte, war: „Du brauchst diesen Kaffee nicht auszutrinken, die Dinge sind für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für die Dinge.“ Und: dass es einen offensiven Christen auszeichnet, wenn er eine Toilette sauberer verlässt als er sie vorgefunden hat. Diese Lebensregel praktiziere ich tatsächlich, es ist, als hätte mein Vater mir das gesagt. Dankbar sehe ich eine Frucht seiner Kühnheit und seines Gehorsams: Es entstand eine Lebensgemeinschaft, gelebte Familienkultur mit offenen Türen und offenen Herzen. Das hat mir damals das Leben gerettet. An geistlichem Futter aus seiner Speisekammer nehme ich heute noch gerne zu mir: Den Start in den Tag mit Stille vor Gott und oft auch den „Losungen“; C.S. Lewis, Romano Guardini und gelegentlich Friso Melzer, Martin Buber; Stichwort Weihnachtsaktion – der gewagte Blick über den Tellerrand! Horst-Klaus war ein Lehrer, der echt lebendige Auseinandersetzungen zulassen konnte. So ein Sparringspartner für die vaterlosen Studenten damals.
Ellen Kirchhoff, Ehemalige, Nürtingen

Wie gerne wäre ich zur Beerdigung von Horst-Klaus gekommen, um ihm und Gott die Ehre zu geben und meinen Dank zu zeigen für den Reichtum an Begegnungen, Bibelentfaltung und weltweitem Horizont, den er mir und Ursula und auch unseren Kindern mit auf den Weg gab.
Dierk Hein, Hamburg, OJC

Die Begegnung mit Hofmanns vor ca. 50 Jahren bedeutete damals ein Heraustreten aus einem engen, festgelegten Glaubensleben, aus enger Sicht der Welt und meiner selbst, vor allem heraus aus einem Schubladendenken. 
Was ist geblieben? In einer Zeitschrift fand ich folgendes Wort von Meister Eckhart, Dominikaner, Theologe und Philosoph um 1260-1328: „Wäre das Wort Danke das einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen.“ Damit lebe (und sterbe) ich nun.
Helga May, Überlingen

Mit heute 67 Jahren war ich ein „Mann“ der ersten Stunde und habe Horst-Klaus Hofmann sehr viel zu verdanken. Hat er doch mein Leben damals als „Ersatzvater“ stark geprägt. Früh habe ich meinen eigenen Vater (mit 12 Jahren) verloren. Ich kam ins Internat (Wilhelmsdorf) und HKH kam auf Einladung einer Religionslehrerin in dieses fromme Dorf. Er lud mich dann ein und so war ich in den Jahren 1973-77 oft Gast in Bensheim. Horst-Klaus hat immer das in den Menschen gesehen, was aus ihnen werden kann, und nicht, wie sie sind. Er hat mir als „schlechtem Schüler“ mit abgebrochener Schule zu einer Ausbildung auf der Karlshöhe in Ludwigsburg verholfen. Ich war dann Landesjugendreferent für Musik in der Badischen Landeskirche, Geschäftsführer des Bodenseekirchentags, zehn Jahre Krankenhausseelsorger und dann das Highlight, die letzten fünfzehn Jahre im Europa Park in Rust als „Zirkuspfarrer“.
Pfr. Martin Lampeitl, Rust/Schwanau

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