Weihnachtspost von Melinda Cathey,

der Mitgründerin von TheHarbor, St. Petersburg

 

Weihnachten 2018

Liebe Freunde,   

„Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen. Ich rufe Freiheit aus für die Gefangenen, den Blinden sage ich, dass sie sehen werden, und den Unterdrückten, dass sie von jeder Gewalt befreit sein sollen.“ Lk 4,18 (Hoffnung für Alle)

Dieser Vers hat mir geholfen zu erkennen, was ich für den Auftrag meines Lebens halte, denn Jesu Missionsauftrag ist für mich zwingend. Letztlich geht es Jesus um das ewige Königreich, aber um das zu zeigen, hat er sich der Bedürfnisse der Menschen hier und jetzt, materiell, physisch, emotional und geistlich angenommen. Sein Leben war ein „show and tell“ der großen Liebe und Barmherzigkeit des Vaters. Ich will tun, was er tat! TBRI und die von mir verwendeten Materialien sind nur Mittel, mit denen ich das zu erreichen versuche.

Masha & Anya: The Harbor, Russland

Masha ist die Vorsitzende des Programms für junge Mütter von The Harbor. Außerdem ist sie Mutter eines zehnjährigen schwer körperbehinderten Jungen. Vor kurzem nahm sie an einer Fortbildung in St. Petersburg teil, danach erzählte sie mir, wie erschöpft sie sei. Die jungen Mütter kämpfen mit so vielen Problemen und Herausforderungen. Die meisten sind in Waisenhäusern aufgewachsen, ohne Vorbilder für gesunde Beziehungen, sie haben nie erfahren, was es bedeutet, gute Eltern zu sein. Die Frauen springen von einer Beziehung zur nächsten und werden immer wieder schwanger. Jedes Kind bedeutet eine finanzielle Last, mit der sie nur schlecht umgehen können. Das macht sie depressiv und sie vernachlässigen ihre Kinder, deren Gefühle und Verhalten außer Kontrolle geraten. Um den Schmerz zu betäuben, greifen viele zu Suchtmitteln. Die Kinder sind auf sich selbst gestellt, mit Defiziten in Ernährung und Schulbildung, emotional und psychisch. Viele landen wie ihre Mütter in Waisenhäusern.

Masha fühlte sich erdrückt. Wo nur beginnen? Wie einen Anfang schaffen? Entmutigt von fehlenden Ergebnissen und der Sorge, nicht kompetent genug zu sein, wollte sie aufgeben. Anya, auch Mentorin, fühlte sich ebenfalls entmutigt. Dabei sind beide sehr gute Mütter und begabt als Mentorinnen. Sie sind klug und hingebungsvoll, ihre Freundlichkeit und Güte ist ein Geschenk für alle, denen sie dienen und ist eine Ausnahme in der russischen Kultur. Was ich in der Ausbildung gelernt habe, funktioniert leider nicht wie ein Zauberstab. Dennoch konnte ich Masha und Anya eine neue Sicht auf die Mütter und ihre Kinder vermitteln, damit sie sie besser verstehen. Noch wichtiger war das praktische Wissen, das sie mitnahmen und die erneuerte Hoffnung, dass ihre Arbeit tatsächlich andere verändert. Masha ist mit neuem Schwung wieder bereit, das Wagnis einzugehen. Anya sagte, sie würde die neuerlernten Techniken am liebsten gleich anwenden. Das wird nicht leicht. Es ist eine langwierige und mühsame Sache, aber so wichtig. Jede der jungen Mütter hat Verantwortung für mehrere Kinder, die entweder im Teufelskreis der Armut stecken bleiben oder leistungsfähige Bürger werden, die Gott dienen und selbst gesunde Familien haben können. Ihre Arbeit geschieht an vorderster Front.

Olga: Tolyatti, Russland offizielle Regierungsvertreter

Im säkularen Russland herrscht die Überzeugung, dass Christen einfach unwissend sind. Deshalb haben die Regierungsvertreter der Stadt Tolyatti Olga trotz ihres Psychologiestudiums nicht erlaubt, neue Programme einzuführen, die das grässliche System der Pflegeunterbringung verbessern könnten. Olga sagte, dass in dieser Gegend des Ural 93% der Waisen in Pflegefamilien untergebracht werden. Auch international wird angestrebt, das Waisen zukünftig so untergebracht werden. Die ersten Ergebnisse sind leider nicht sehr ermutigend, in der Regel, weil die Familien nicht ausreichend vorbereitet wurden. Olga hat drei eigene und vier Pflegekinder. Ihre Ausbildung und Erfahrung könnten viel bewirken, aber weil sie erklärte Christin ist, nimmt niemand sie ernst.

Nicht sehr zuversichtlich bat Olga mich um eine Fortbildung für diese Regierungsvertreter und Pflegeeltern. Sie hatte Sorge, dass mein Vortrag zu evangelistisch sein könne. Ich konnte ihr versichern, dass ich mich auf die Forschungsergebnisse beschränken würde. Es war schon ein Wunder, dass die Offiziellen überhaupt an einer Fortbildung teilnahmen, die Olga ausrichtete. Das können wir nur durch das Gebet erklären. Die Professionalität des Trainings hat die Offiziellen geradezu schockiert. Am Ende wurde Olga als geschätzte Kollegin anerkannt und ihr wurden neue Partnerschaften in der Pflegeversorgung angeboten. Inzwischen hat Olga Einfluss in der ganzen Samararegion des Ural! Ich habe sogar eine Einladung der Nachbarstadt erhalten, um dort die Pflegefamilien und die Regierungsvertreter anzuleiten. Ich werde im März fliegen und ich habe ziemlichen Bammel!

Das sind nur zwei von vielen Geschichten. Jeder Betreuer steht für viele Kinder an einem Scheideweg. Wenn sich jemand ungeliebt und nicht liebenswürdig fühlt und keine Bewältigungskompetenzen erlernt hat, hat das schwerwiegende Folgen für ihn selbst und die Gesellschaft. Wir können den Betreuern praktische Methoden vermitteln, damit sie eine Beziehung zu den Kindern aufbauen können. Dann geschehen erstaunliche Dinge und es wird ihnen möglich zu wachsen, wie uns der Herr eigentlich gedacht hat. Ihre Hirne werden wörtlich neu verkabelt, sie beginnen zu lernen und gesunde Beziehungen zu entwickeln. Sie sind dann viel eher bereit, in die Arme des Vaters zu treten, weil sie sehen können, was das Evangelium verheißt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, um bei den Kindern von Russland, der Ukraine, Mexiko, Kolumbien und Bolivien etwas zu verändern! Möge unser aller Leben ein „show and tell” der Wirklichkeit des Reiches Gottes sein!

Gesegnete Weihnachten,
Melinda Cathey                                                                                             

Dank aus St.Petersburg, Russland

Dank für die Weihnachtsaktion 2016/17
Anna und ihr Sohn Valera

In den 16 Jahren des Bestehens von The Harbor fanden 200 junge Menschen in Wohngemeinschaften ein Zuhause, 400 konnten durch Ausbildungsprogramme vor einer Zukunft auf der Straße bewahrt werden. Vor sieben Jahren wurde das Young-Moms-Projekt ins Leben gerufen und mehr als 70 junge Frauen fanden Unterstützung, Hilfestellung und praktische Anleitung für die Erziehung ihrer Kinder. Voller Staunen und Dankbarkeit können wir sagen, dass in all den Jahren nicht eine der Mütter ihr Kind verlassen hat. Dies bedeutet ein Ende des Kreislaufs von Perspektivlosigkeit und Gewalt. Das Schicksal der Waisenmütter muss sich nicht an ihren Kindern wiederholen – ein echter Durchbruch mit weitreichenden Auswirkungen für die Gesellschaft.
Alex Krutov

Wärme für Vögel und Menschen

In der Schreinerwerkstatt von The Harbor können Schüler vieles ausprobieren und später einen Berufsvorbereitungskurs machen
In der Schreinerwerkstatt von The Harbor können Schüler vieles ausprobieren und später einen Berufsvorbereitungskurs machen

Jetzt muss der Leim nur noch binden und das Vogelhäuschen kommt auf den Balkon! Boris weiß, wie kalt die Winternächte in St. Petersburg sind. Hat er sich doch zwei Jahre mit seiner großen Schwester auf der Straße durchschlagen müssen. Heute wohnt er in einem staatlichen Heim und wird am Nachmittag, manchmal auch an den Wochenenden, in den Wohngemeinschaften von Pristin / The Harbor betreut. Hier macht er Hausaufgaben und kann in der Werkstatt ausprobieren, wie man drechselt, malt, näht oder kocht. Nach dem Schulabschluss möchte er hier an einem Berufsvorbereitungskurs teilnehmen.
Boris‘ Schwester Tatjana hat bereits ein eigenes Kind. Im behüteten Raum der Mutter-Kind-Gruppen von Pristin lernt sie, was ihre Mutter ihr nicht beibringen konnte: innigen Körperkontakt mit ihrem Baby, Zuwendung, Fürsorge. Seelische Nöte, die nun aufbrechen, Tränen und Trost haben hier auch Platz. Tatjana ist froh, dass der Teufelskreis von Entfremdung und Hilflosigkeit unterbrochen ist und ihre kleine Tochter behütet aufwachsen kann.
In den neuen Räumlichkeiten des Bildungszentrums, die auch mit Spenden aus der OJC-Weihnachtsaktion gekauft und eingerichtet wurden, finden viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Halt, Orientierung.
Das erfolgreiche Projekt hat russlandweit schon Nachahmer.
Auch die Straßenkinderarbeit unserer Projektpartnerin Eleonora Muschnikowa sowie das von Jelena Kukuschkina geleitete Waisenhaus „Shizn“ (Leben) werden durch das Angebot von Pristin wunderbar ergänzt. Helfen Sie mit, dass die Waisen in St. Petersburg und anderswo nicht nur überleben, sondern einen guten Weg ins Leben finden!
Projektname Russland

Zukunft schaffen in Russland

Weihnachtsaktion 2015/16 - Bildungszentrum Pristin
Einführung in den Umgang mit Grafit und Farbe in der Kunstwerkstatt

Ihr Teilen kommt an: Projektpartner berichten in St. Petersburg, Russland

Das Angebot im Bildungszentrum Pristin (The Harbor), in dem ehemalige Straßenkinder aus unseren betreuten Wohngruppen Starthilfe für ihr Berufsleben erhalten, ist um viele nützliche Kurse erweitert. Außer Schreinern, Schneidern, Friseur- und PC-Kompetenz bekommen sie Englischunterricht, kunsthandwerkliche Anleitung und Einblicke in das Hauswirtschaften. Auch unser Harbor-Shop, in dem wir qualitätvolles Kunsthandwerk anbieten, läuft gut. Dank Eurer Spenden haben wir zudem die Ausbildung von Multiplikatoren weiter vorangetrieben, es gibt jetzt schon „Häfen“ in weiteren russischen Städten und in Kasachstan!
Alex Krutov

Unser Schulbuch für Religion erklärt Schülern in ganz Russland den Glauben, auch denen, die muslimisch, buddhistisch, jüdisch oder agnostisch geprägt sind. Nach nahezu 100 Jahren Kirchenfeindlichkeit lernt man in Russland wieder die kulturbildende Leistung des Christentums schätzen!    
Eleonora Muschnikowa, St. Petersburg

Weihnachtsaktion 2012

In den Einrichtungen von The Harbor erhalten Jugendliche zudem in betreuten Wohngruppen eine intensive Betreuung bei ihrer Ausbildung.
In den Einrichtungen von The Harbor erhalten Jugendliche zudem in betreuten Wohngruppen eine intensive Betreuung bei ihrer Ausbildung.

Gemeinsam in Aktion lernen Sergej und Oleg, wie Holz bearbeitet wird. Die ersten Handgriffe mit dem Werkzeug machen ihnen Freude und wecken Lerneifer. Beides brauchen die Jungs dringend, die bislang nur die Tristesse der Waisenhäuser von Sankt Petersburg kennen. Seit einem halben Jahr nutzen sie die Angebote im Berufsbildungszentrum von The Harbor.  
In den Einrichtungen von The Harbor erhalten Jugendliche zudem in betreuten Wohngruppen eine intensive Betreuung bei ihrer Ausbildung. Auch Grundkenntnisse im Friseurberuf, dem Schreinern, in Datenverarbeitung und Hauswirtschaft können sie erwerben. Im sensiblen Übergang von der Kindheit ins junge Erwachsenenalter fallen viele Sozialwaisen durch die Maschen der staatlichen Fürsorge und sind den Gefahren der Straße ausgesetzt. The Harbor bietet ihnen ein Zuhause, in dem sie lernen, sich in ihrem Schul- und Lebensalltag zu bewähren. So auch in der neuen Wohnung, die mithilfe der OJC-Weihnachtsaktion 2011 erstanden werden konnte. Unsere Projektpartner Luba Yarovaya und Alex Krutov haben uns gebeten, den weiteren Ausbau von Bildungs- und Werkstattangeboten zu unterstützen, damit die Waisen fit werden für ein eigenständiges, selbstbewusstes Leben.

» Hier können Sie eine deutsche Version des aktuellen Harbor-Flyers als PDF downloaden.

» Hier finden Sie ein aktuelles Video von The Harbor, das Einblick in Leben und Arbeiten gibt.

» Lesen Sie einen aktuellen Bericht zur Arbeit von Luba Yarovaya bei The Harbor.

Impressionen zur Arbeit von The Harbor in Sankt Petersburg:

Hier gibt es die Möglichkeiten zu einer Ausbildung...
...zum Beispiel im Friseurhandwerk...
...oder auch in der Werkstatt.
Die Jugendlichen erhalten hier neue Lebensperspektiven.
Das Team.

Ein Zuhause und Bildung für Straßenkinder in St. Petersburg

Augen auf - mit Zuversicht gelingt der Start ins Leben
Augen auf - mit Zuversicht gelingt der Start ins Leben

Offene Zukunft St. Petersburg

Weihnachtsaktion 2011

Abheben soll sich das Schicksal von Nadia und Gosha von dem Zehntausender russischer Waisen in St. Petersburg. Die meisten geraten in den zerstörerischen Kreislauf von Armut und Kriminalität. Gosha erzählt: „Nach meiner Zeit im Waisenhaus sah ich für mich keinen Weg mehr. Ich wollte mich umbringen. Dann kam Gott und reichte mir seine Hand, noch bevor ich ihn kannte. Er führte mich zu The Harbor, und dort begann er auch, mich zu verändern.” Nadia wurde von ihren Eltern mit neun ins Heim abgeschoben: „Es war sehr schwer zu ertragen, dass ich nicht erwünscht bin. Aber Gott war die ganze Zeit bei mir.” Gosha und Nadia fanden beide einen sicheren Hafen bei The Harbor und konnten als Absolventen ihren Schritt in ein eigenständiges Leben wagen.
Luba Yarovaya und Alex Krutov, die Leiter von The Harbor wissen, dass die Kluft zwischen dem Leben im Heim und draußen für viele unüberbrückbar ist. The Harbor schlägt diese Brücke und bietet Jugendlichen für zwei bis drei Jahre ein Zuhause in familienähnlichen Strukturen, in denen sie auch eine Ausbildung erhalten. Wir möchten das Team beim Erwerb einer neuen Wohnung für eine der vier Wohngruppen untersützen. Unerwünschte Jugendliche können hier wohnen, lernen und fit werden für ein erwachsenes Leben in Würde und Eigenständigkeit. Wenn Sie mitmachen, wird das zum Abheben schön!


Informieren Sie sich auch auf der Homepage von „The Harbor“ »

The Harbor in der Weihnachtsaktion 2010/11

Bildungschancen für Waisen in St.Petersburg – Jugendlich erproben bei The Harbor den Fiseursberuf.
Bildungschancen für Waisen in St.Petersburg – Jugendlich erproben bei The Harbor den Fiseursberuf.

Im Sommer haben wir Alex kennengelernt: als Baby wurde er in einer Mülltonne gefunden, und ihm blieb bei seiner Karriere als Waisenkind kaum eine Elendsstationen erspart: aus einem sozialistischen Heim adoptierte ihn eine kaputte Familie, er riss mehrmals aus, um den Schlägen zu entkommen, fror als Straßenkind in eiskalten Nächten auf einer Parkbank unter Zeitungspapierdecken und landete in der Psychiatrie und im Jugendgefängnis.

Gott hat das Leben von Alex Krutov bewahrt: er fand einen Glauben, Heilung und gründete zusammen mit der US-amerikanischen Organisation „The Harbor”, einen Hafen der Hoffnung für jugendliche Waisen und Straßenkinder in St. Petersburg. Er geht die neuen Herausforderungen an: „Unsere Auszubildenden brauchen neben Wertschätzung und Unterstützung in alltäglichen Lebensbereichen –  vor allem Arbeit! Wir wollen ihnen eine Chance geben und einen Schönheitssalon, eine Schreinerei und eine Töpferei eröffnen.“ Auch ein Angebot für Bed&Breakfast wird erwogen. Der Verkauf der Produkte wird die Jugendlichen darin bestärken, dass ihr Können etwas wert ist und dass sie in der Lage sind, einst ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Dieses Vorhaben möchten wir fördern.

Hier gibt es einen Flyer über die Arbeit von The Harbor [1,9 MB].

Hier geht es zur Bildergalerie, um einen kleinen Einblick in The Harbor zu bekommen »

Eleonora Muschnikowa, unsere Projektpartnerin hat die Arbeit von The Harbor kennen- und schätzengelernt. Sie selbst betreut seit Jahren eine Gruppe von Straßenkindern und mehrere Kinderheime wie z.B. „Leben“ (=Shisn). Auch ihren Einsatz für Religionsunterricht in russischen Schulen haben wir aufs Herz genommen und mit Ihrer Hilfe bereits vielfach unterstützen können.

Das Engagement von Alex und Eleonora verbreitet Licht und Wärme. Mit Ihrer Gabe schenken Sie vielen Kindern und Jugendlichen eine Zukunft.

Heim und Ausbildung für Straßenkinder in St. Petersburg

Das Ausbildungszentrum "The Harbor" in Sankt Petersburg will die Kinder fit fürs Leben machen.
Das Ausbildungszentrum "The Harbor" in Sankt Petersburg will die Kinder fit fürs Leben machen.

Beschreibung des Weihnachtsaktionsprojekts 2009/10
 

Wanja, Zeena, Lena und viele andere Waisen haben eine Karriere auf der Straße und in staatlichen Kinderheimen hinter sich, Erfahrung von Wertlosigkeit und Gewalt verunsichern sie tief. Das Ausbildungszentrum von The Harbor in Sankt Petersburg wurde ihr sicherer Hafen, in dem sie nicht nur Zuflucht finden, sondern auch Unterstützung in ihrer Ausbildung und Lebenspraxis (einkaufen, kochen, mit Geld umgehen).

In drei Ausbildungszentren können heute bis zu 100 Jugendliche Hilfe zur Selbsthilfe bekommen. Ljuba Yarowaya leitet The Harbor und erlebte ein Wunder: die Stadt hat ihnen in diesem Jahr Räume für weitere Aktivitäten und für eine offene Jugendarbeit gegeben - umsonst! Sie müssen sie nur renovieren. Jugendliche von der Straße finden Ansprache und Angebote zum Tanzen, Malen und Englischlernen, Klavier- und Tischtennisspielen. Es spricht sich herum, dass man dort "landen" kann.

Die Lehrerinnen Ira und Ljuba setzen sich für die Bildung der vielen Straßenkinder in St. Petersburg ein.
Die Lehrerinnen Ira und Ljuba setzen sich für die Bildung der vielen Straßenkinder in St. Petersburg ein.

Vier Wohngemeinschaften bieten ein Zuhause für Jugendliche, drei Absolventen haben den Schritt ins Leben gewagt und wohnen selbständig in einer Kommunalwohnung. Weiterhin unterstützen wir das Kinderheim "Leben" mit ihrer Leiterin, Elena Kukuschkina, die jedes Kind aufnimmt, egal wie schwierig oder schmutzig es ist. Eleonora Muschnikowa, unsere langjährige Partnerin, unterstützt diese engagierten Frauen. Hier können wir vielen Jugendlichen helfen, den Weg in ein eigenständiges Leben zu finden!

Aus der Weihnachtsaktion 2008

Im neuen Ausbildungszentrum werden die Jugendlichen fit fürs Leben.
Im neuen Ausbildungszentrum werden die Jugendlichen fit fürs Leben.

Anker im Leben

Straßenkinderarbeit in St. Petersburg

Jetzt fühle ich mich wie ein ganzer Mensch", sagt Nadya, die zusammen mit ihrer Zwillingsschwester von zuhause weggelaufen war - die Eltern tranken und schlugen sie - und inzwischen im Ausbildungszentrum von "The Harbor" in St. Petersburg einen Platz gefunden hat. Gosha ist vom Alkohol und Rauchen freigeworden: "Ich habe jetzt eine Zukunft, muss nicht mehr einfach nur überleben."

Im Kinderheim Shisn geborgen: Straßenkinder aus St. Petersburg
Im Kinderheim Shisn geborgen: Straßenkinder aus St. Petersburg

Mit 17 werden ­Jugendliche aus den Heimen entlassen. Von 10.000 bleiben mehr als 8.000 obdachlos und leichte Beute für Kriminalität, Prostitution, Drogen - viele landen im Gefängnis, ­etwa 500 begehen Selbstmord. Diese vergessenen Jugendlichen bekommen nun eine Chance, sich in der Gesellschaft zu verankern. Sie lernen Lebenshaltiges und Handwerkliches: kochen, mit Geld ­umgehen, nähen, schreinern. Sie werden psychologisch begleitet und in ihrer Berufsausbildung unterstützt. Unsere langjährige Projektpartnerin Eleonora Muschnikova arbeitet mit The Harbor zusammen, einer bewährten christlichen Initiative. Die Leiterinnen des Ausbildungszentrums Luba und Ira haben wir im letzten Herbst kennen- und schätzen­gelernt.

Cornelia Geister, OJC (li), mit Eleonora Muschnikowa
Cornelia Geister, OJC (li), mit Eleonora Muschnikowa

Bitte helfen Sie diesen ­Jugendlichen, den Weg in ein eigenständiges und hoffnungsvolles Leben zu finden!

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Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass dieses Projekt unserer Weihnachtsaktion durch die Menschen vor Ort sich langfristig entwickeln und die Freundschaft sich vertiefen kann.

Spendenmöglichkeiten

» Bankverbindung
» Spendenformular
» PayPal

Flyer herunterladen

Hier finden Sie den aktuellen Flyer für die Weihnachtsaktion vom 1. November 2018 bis 31. Oktober 2019

» OJC-Weihnachtsaktion 2018/19 [pdf, 2 Mb]