Beten und Fasten

Beten und fasten
Beten und fasten

Eine biblische Orientierung und geistliche Anleitung

 

von Andreas Kusch
 

Persönliches Vorwort

Meine ersten Erfahrungen mit Fasten waren abschreckend. Irgendwann hörte ich, dass Christen einen Tag auf ihr Essen verzichten und die freie Zeit zum Gebet nutzen. Das mussten meine Frau und ich auch mal ausprobieren. Ein Morgen ohne Essen, das geht ja noch – aber ohne Mittagessen und Abendbrot? Als meine Kopfschmerzen und körperliche -Müdigkeit beim Gebetsspaziergang zunahmen, brachen wir das Experiment ab. Heute weiß ich, dass ich das mit einfachen Hilfen hätte abstellen können. Als ich mich später mehr mit dem Thema Fasten aus biblischer Sicht beschäftigt hatte, fand ich dazu -einen neuen und fröhlichen Zugang.

I. Warum fasten und beten Christen?

Es geht beim Fasten darum, freie Zeit und Konzentration für das Gebet und die Gemeinschaft mit Gott zu bekommen. Durch Fasten und Beten werden Dinge des Alltags aus dem Weg geräumt, damit wir ihn, sein Reden und seinen Willen besser erkennen können. Der bewusste Verzicht verhilft zu einem Blickwechsel: weg von den eigenen Bedürfnissen, dem eigenen Wollen, den eigenen Aktionen, hin zur inneren Ruhe und Hören auf Gottes Reden. 

Wir Christen sind durch unsere Aktivität und Geschäftigkeit – auch im Gemeindeleben – so gefangen, dass wir die Quellen der Lebens- und Weltgestaltung kaum noch in der geistlichen Wirklichkeit Gottes suchen. „Der Sinn dieser Enthaltsamkeit besteht darin, für kürzere oder längere Zeit die Bande zu lösen, die uns an die materielle Welt und an unsere Umgebung knüpfen, um auf diese Weise die ganze Kraft der Seele auf das Unsichtbare und Ewige zu konzentrieren.”(Ole Hallesby, Vom Beten, 2006) Die Fixierung auf das, was wir sehen, anfassen, machen können, wird unterbrochen; unser Blick wird von unserer kleinen Menschen-Welt auf Gottes Welt gelenkt.
 

Leidenschaft für Gott entzünden

Wo Christen die Relativität ihrer Welt erkennen und wissen, dass die Lebens- und Weltgestaltung in der geistlichen Wirklichkeit Gottes begründet ist, betet man gerne, leidenschaftlich und intensiv. Und wer hingebungsvoll betet, wird sehen, wie Gott Gebete in Realität verwandelt. Viele Erweckungen in der Dritten Welt zeigen diesen Zusammenhang auf.

Fasten im Geiste Jesu will die Leidenschaft, Liebe und Hingabe an Gott unterstützen. Fasten hat, geistlich gesehen, keinen Wert an sich, auch wenn Fasten durchaus positive gesundheitliche Folgen haben kann. Es geht nicht um weniger Gewicht, um körperliches Wohlbefinden oder seelische Balance, sondern um Gott. 
 

Fasten und Gebet gehören zusammen

Im christlichen Sinn gehören Beten und Fasten zusammen. In der Apostelgeschichte betet und fastet die Gemeindeleitung um Klarheit darüber, ob Paulus und Barnabas als Missionare ausgesandt werden -sollen (Apg 13,1-2). Später wird berichtet, dass die beiden mitsamt den neuen Gemeindeleitern und -Konvertiten nach einer Fasten- und Gebetszeit unter den Schutz des Herrn gestellt werden. „Man kann deshalb sagen, dass die Gründung einer Orts-gemeinde in jeder Stadt von gemeinsamem Beten und Fasten begleitet war“, schreibt Derek Prince.

Dieses Fasten unterstützt das Gebet und stärkt die Gottesbeziehung. Fasten intensiviert das Gebet. -Allerdings schon hier die wichtige Anmerkung: Gott lässt sich nicht durch Fasten manipulieren. Vielmehr gilt: „Fasten verändert nicht Gott, sondern uns!” Nochmals Hallesby: „Fasten liegt also auf einer Linie mit dem, was wir über die stille und einsame -Gebetsstunde gesagt haben, und ist im Grunde nur deren Verlängerung. Keines von diesen Dingen ist um Gottes Willen angeordnet, sondern um unseretwillen. Wir sind es, die das Fasten benötigen.”

 

II.Jesus - unser Vorbild

An Jesus können wir exemplarisch sehen, wie Fasten und Beten in eine liebende intime Beziehung zum Vater und in ein vollmächtiges Leben eingebunden sind (Mt 3,13-4,25). Fasten ist eine Facette in der geistlichen Lebensführung eines Christen, nicht mehr – aber auch nicht weniger. 
 

In Verbindung mit dem Heiligen Geist
(Mt 3,13-17)

Die ersten Verse des Matthäusevangeliums berichten davon, wie sich Jesus von Johannes taufen lässt. In dieser Schilderung wird die enge Verbindung zwischen Jesus, seinem Vater und dem Heiligen Geist deutlich: „Und eine Stimme aus dem Himmel sagte: ‚Dies ist mein Sohn, ihm gilt meine Liebe, ihn habe ich erwählt’“ (17), „und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen” (16). Jesus lebt in dieser Liebesbeziehung, und ist – ausgerüstet mit dem Geist Gottes – bereit für die Sendung. 

Hier stellt sich für uns die Frage: Leben wir in einer liebevollen Gottesbeziehung? Leben wir in der Kraft des Heiligen Geistes? Haben wir Sehnsucht danach und drücken wir sie Gott gegenüber aus? Haben wir die Überzeugung, dass es mehr von Gottes Herrlichkeit gibt, als das, was wir davon gegenwärtig unter uns haben?
 

Versuchung und Segen  
(Mt 4,1-11)

Jesu Sendung ist zunächst eine Sendung in die Wüste. Gottes Geist führt ihn nicht dahin, wo er bewahrt bleibt, sondern dahin, wo er versucht wird. Gottes Geist mutet Jesus das zu: er muss seine Wüste bestehen. Nach 40-tägigem Fasten und Beten taucht der Satan auf und versucht ihn. Jesus kämpft und widersteht den ver-lockenden Angeboten nach Macht, Einfluss und Ehre. Erst als er widerstanden hat, segnet sein Vater ihn und er wird mit allem Lebensnotwendigen versorgt.

Auch für die Wüstenväter war die Einöde der Ort, an dem sie gegen Dämonen, Geister und menschliche Ver-suchungen gekämpft haben. Jesu Nachfolger werden in die Wüste -geführt. Meiden wir Zeiten der Besinnung, der Ruhe und des In-Sich-Gehens, weil wir die Wüste fürchten? Haben wir Angst, mit unseren Un-tiefen konfrontiert zu werden? Wir bringen uns um den Segen, der daraus fließt, dass wir mit Jesus unsere persönlichen Abgründe geklärt haben. Gott tut Wunder, versorgt uns – jedoch nach der Klärung. Leben wir Christen eine Gegenkultur zur Vergötzung von Leistung, Geld, Macht und Konsum? Vielleicht haben wir uns in unserer westlichen Leistungs- und Konsum-kultur so bequem eingerichtet, dass wir die kollektive Wüste, in der wir l-eben, nicht merken? 
 

Sendung und Aussendung
(Mt 4,12-22)

Nun könnte man denken: Toll, Jesus liebt seinen Vater, wird versucht und besteht die Prüfung. Ende der Geschichte. Nein, die Geschichte fängt erst an! Nach der Sendung in die Wüste, in der Jesus seine Beziehung zum Vater klärt, folgt die Sendung in die Welt, zu den Menschen. Jesus beginnt sein Wirken in Galiläa. Auch hier nicht eigen-mächtig, sondern kraft-mächtig, in der Kraft des Heiligen Geistes. In dieses Kraftfeld der Sendung zieht er -seine Jünger hinein.

Bleiben Beten und Fasten bloß eine beeindruckende Frömmigkeitsübung oder stärken sie unseren Willen, dem Ruf Jesu und der Leitung des Heiligen Geistes zu folgen? Sind wir bereit, die Sendung in die Welt zu leben? Wollen wir auf frommen eigenmächtigen Aktivismus verzichten und auf die Stimme des Heiligen Geistes hören und ihm folgen? Ziehen wir andere Menschen in die Sendung hinein oder schrecken wir sie ab?
 

Verkündigung in Vollmacht 
(Mt 4, 23-25)

Jesus sammelt das Volk um sich. Er verkündet die -gute Nachricht, dass Gott seine Herrschaft aufrichtet. Er tut dies mit und in Vollmacht. Er predigt und heilt. Seine Person und seine Botschaft werden im großen Maßstab bekannt. Diese Vollmacht nahm ihren -Anfang in der liebenden Vaterbeziehung und in der Wüste.

Es gibt keine geistliche Vollmacht ohne eine liebend-innige Gottesbeziehung, die sich in der eigenen -Lebenswüste und in den Wüsten unserer Kultur -bewährt. Ausweichen vor den Schattenseiten des -eigenen Lebens und der Gottesferne der Gesellschaft führt zum geistlichen Tod. Es gibt keine Vollmacht ohne Gebet, Fasten und Gottessuche. 

 

III. Fasten und Beten in der Bibel

In der Bibel gibt es keine systematische Erklärung über das Fasten und warum wir fasten sollen. -Warum, wie und in welchen Situationen gefastet wird, erschließt sich aus dem Gesamtzusammenhang, in dem die Fastenverse stehen. Im Folgenden werden einige Motivbündel genannt. Natürlich überlappen sich die Motive und sperren sich so -gegen eine zu simple Systematisierung.
 

Sehnsucht nach der Wiederkunft Christi

Markus begründet das Fasten mit der Erwartung der Wiederkunft Christi. So wie Jesus gegenüber den Pharisäern zunächst das Nicht-Fasten der Jünger mit dem Hinweis darauf verteidigt, dass der Bräutigam gerade unter ihnen ist und sie deshalb nicht fasten, so selbstverständlich war es für ihn, dass die jüdische Fastentradition wieder aufgenommen wird, wenn er nicht mehr bei ihnen ist: „Die Zeit kommt früh -genug, dass der Bräutigam ihnen entrissen wird; dann werden sie fasten, immer an jenem Tag“ (Mk 2, 20). Man kann also mit dem Mönch, Bischof und Einsiedler Isaak von Ninive (ca. 640-700) sagen: -Fasten ist „der an den unsichtbaren Bräutigam -gerichtete Ruf, er möge zurückkehren“. Fasten ist ein Hinweis darauf, dass wir in einem vergehenden Weltzeitalter leben, das Jesus beschließen wird.

Haben wir Sehnsucht nach der Wiederkunft Jesu? Wo sind wir als Christen so ehrlich und geben zu, dass wir die „erste Liebe“ weithin verloren haben? Dieses Eingeständnis ist der erste Schritt, um eine neue Sehnsucht und Liebe zu Gott zu bekommen, die uns dann das „Leben in Fülle“ (Joh 10,10) schenkt. 
 

Maßvoll-geistliche Lebensführung

Der Jesus Erwartende gestaltet sein Leben maßvoll. Paulus lebt nicht aus Verdruss an einer Überfluss-gesellschaft maßvoll, sondern weil er auf die -Wiederkunft Christi hin lebt. Im Bild von Wettkampf und Siegeskranz (1Kor 9, 24-27) schildert er, wie er harte Einschränkungen – auch körperliche Disziplinierung – in Kauf nimmt, um den unvergänglichen Siegeskranz zu erreichen: „Darum laufe ich wie einer, der das Ziel erreichen will. Darum kämpfe ich wie ein Faustkämpfer, der nicht daneben schlägt. Ich treffe mit meinen Schlägen den eigenen Körper, so dass ich ihn ganz in die -Gewalt bekomme“ (1Kor 9, 26-27). Für Paulus ist das Fasten eine Form der -Indienstnahme des Leibes im Sinne von dessen geistlicher Berufung (2Kor 6, 5; 11, 27). Im Verzicht auf das Essen -drücken Christen aus: „Der Mensch lebt nicht nur von Brot; er lebt von -jedem Wort, das Gott spricht“ (Mt 4, 4).

Wie sieht eine maßvoll-geistliche -Lebensgestaltung heute aus? Es macht vielleicht ein gutes Gewissen, wenn -einer bei der Fastenbewegung „7-Wochen-ohne“ auf seine geliebten Gummibärchen verzichtet. Oder: Es ist für mich eine absolute Überwindung, -sieben Wochen ohne Fernsehkrimi zu leben. Aber lassen wir diese Banalitäten beiseite: Die Welt geht langsam aber sicher zugrunde durch Kriege, Wertekrise, Umweltkrise, Sinnkrise, Verteilungskämpfe um Ressourcen, Gottesfinsternis, Hunger. Wir brauchen neue christliche Lebensentwürfe, die vom anbrechenden Reich Christi und seiner Wiederkunft inspiriert sind. Verzicht auf Gummibärchen und Krimis sind ein kleiner Anfang.
 

Zeichen von Hingabe und Leidenschaft

Lukas berichtet von der alten Prophetin Hanna (2, 36-38), die Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten diente. Sie verzichtete auf einen angenehmeren und sichereren Lebensentwurf, wollte unter allen Umständen ihre Berufung leben. Und dazu gehörte das Fasten. Manchmal kann es auch die Antwort auf eine Begegnung mit Gott sein. Paulus aß und trank – überwältigt von seiner Begegnung mit Gott – drei -Tage lang nichts (Apg 9,1-19).

 „Unsere Fasten- und Gebetszeiten sind in der Tat große Tage. Nie steht des Himmels Tor weiter offen; nie sind unsere Herzen der Herrlichkeit näher als dann.“ (Charles H. Spurgeon, 1834) Halten wir -diese Schilderung für religiös überspannt? Oder sehnen wir uns nach dieser Herrlichkeit? 
 

Ausdruck von Buße

Ein Beispiel für eine individuelle Fastenbuße ist der Fall von König Ahab (1Kön 21). Ahab missbraucht seine Macht und eignet sich unrechtmäßig den Weinberg Nabots an. Der Prophet Elija überbringt die Botschaft des Herrn: Ahab soll sterben und seine Nachkommen ausgerottet werden. „Als Elija zu -Ende gesprochen hatte, zerriss Ahab vor Entsetzen sein Gewand. Er zog den Sack an, trug ihn auf der -bloßen Haut und legte ihn selbst zum Schlafen nicht ab. -Bedrückt ging er umher und wollte kein Essen anrühren“ (1Kön 21,27). Diese Buße als Ausdruck des Sich-Demütigens war für Gott der Grund, die Strafe erst nach Ahabs Tod einsetzen zu lassen.

Für Israel war Fasten aber auch als Ausdruck einer kollektiven Buße etwas Selbstverständliches. In der Bibel werden viele Begebenheiten erzählt, in denen Israel dem Götzendienst verfällt und dann Gottes Gericht und Strafe zu spüren bekommt. In der Folge tut Israel kollektiv Buße und fastet. So zur Zeit Samuels (1Sam 7, 2-6). Angesichts der Bedrohung durch die Philister ruft er das Volk auf, vom Götzendienst zu lassen und sein Vertrauen auf den Herrn zu -setzen. Sie tun Buße und werden errettet. Auch die heidnischen Bewohner Ninives beantworten als Volksgemeinschaft die Bußpredigt des Jona mit Fasten und erwirken Gottes Barmherzigkeit (Jona 3, 5).

Bill Bright sah die geistliche Kraftlosigkeit der Christen und rief zur Buße und zum Fasten auf. Er schreibt: „Auch wir Christen sind mitschuldig geworden am desolaten geistlichen Zustand unserer -Völker. In den letzten Jahren sind unsere Länder von einer riesigen Welle modernen Götzendienstes überschwemmt worden, und wir haben es zugelassen“. Dieser Zustand der Gesellschaft sollte uns in die -Buße und ins Fasten führen. „In unseren Tagen -besteht ein wachsendes Bewusstsein darüber, dass die Neuentdeckung des Fastens als bußfertiger Schrei des Herzens zu Gott, er möge doch Erweckung schenken, vielleicht das sein könnte, was Gott -benutzt, um seine Kirche aufzuwecken und zu -verändern“. (John Piper) Sind wir demütig genug, dieses Fasten zu wollen?
 

Hoffen auf Gottes Eingreifen

Wie bei Kriegsbedrohungen wurde auch bei Naturkatastrophen gefastet. Naturkatastrophen werden als Gottes Wirken gesehen (z.B. Joel 1-2). Als das Ausbleiben der Niederschläge zu Ernteausfällen und Hunger führt, spricht Gott: „Aber selbst jetzt noch könnt ihr zu mir umkehren. Wendet euch mir zu von ganzem Herzen, fastet, weint und klagt! Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider!“ Der Prophet Joel fährt fort: „Ja, kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Ihr wisst doch: ‚Er ist voll Liebe und Erbarmen. Er hat Geduld, seine Güte kennt keine Grenzen.’ Das -Unheil, das er androht – wie oft tut es ihm leid!" -(Joel 2, 12-13)

Wenn das Volk Schutz und Rettung braucht, fastet und betet es. Die junge Ester rettet durch ihr mutiges Eintreten beim Perserkönig Artaxerxes die Juden vor der geplanten Vernichtung (Est 3-8). Auf die entscheidende Begegnung bereitet sie sich – zusammen mit dem ganzen Volk – durch ein dreitägiges Fasten vor: „Geh und rufe alle Juden zusammen! Haltet ein -Fasten für mich. Drei Tage lang sollt ihr nichts essen und nichts trinken, auch nicht bei Nacht; und ich werde zusammen mit meinen Dienerinnen dasselbe tun. Dann gehe ich zum König, auch wenn es gegen das Gesetz ist. Komme ich um, so komme ich um!“ (Est 4,16). In einer anderen Situation fastet das Volk für Bewahrung. König Artaxerxes erlaubt den Israeliten, nach Jerusalem zurückzukehren. Esra ruft ein Fasten aus und bittet um eine sichere Reise (Esra 7,11-8). Im Buch Samuel lesen wir von Hanna, die wegen ihrer Kinderlosigkeit gehänselt wird (1Sam 1, 4-11). Sie fastet über dieser persönlichen Not und hofft, dass der Herr ihr Kinder schenkt. 

Beten wir, wenn wir uns einer Notlage ausgesetzt -sehen? Bringen wir sie mit Gott in Verbindung? Die Einsicht der persönlichen Begrenzung führt ins Beten und Fasten. 
 

Bitte um göttliche Offenbarung

Gefastet und gebetet wird oft auch dann, wenn Menschen handeln wollen, aber nicht genau wissen, was aus Gottes Sicht hilfreich für die Situation ist. Das heißt nicht, dass sie keine Ideen haben oder dumm sind. Vielmehr wollen sie sicher sein, dass das, was sie tun, in Übereinstimmung mit Gottes Willen ist. Das ist das Entscheidende. 

Ein Beispiel: Nehemia lässt sich vom traurigen Schicksal der Juden im Exil erschüttern. Das 1. Kapitel berichtet, wie er darauf mit Weinen, Trauern, -Beten und Fasten reagiert. Dies bildet die Grundlage für eine neue Vision und eine konkrete Handlungsstrategie zum Aufbau Jerusalems, die er von Gott -bekommt. 

Im Neuen Testament wird uns davon berichtet, wie Jesus fastet und betet und dann seine Jünger wählt (Lk 6, 12-13). Ähnlich auch die Urgemeinde.- --In -Antiochia war es üblich, dass die Leiter der Gemeinde fasteten und beteten (Apg 13, 1-3; Apg 14, 23), um die Weisung des Heiligen Geistes zu empfangen. 

Das Reden Gottes durch den Heiligen Geist ist nicht beschränkt auf die Urgemeinde; er redet noch heute. Die Frage ist, ob wir ihn hören wollen oder ob wir sein Reden gar nicht mehr wahrnehmen können, weil unsere theologische Tradition dagegen steht. Natürlich gibt es einen Vorrang der Schrift: einmal als Fundament und Voraussetzung der Weisung des Geistes und zum anderen als Maßstab und Krite-rium. Die spezielle Weisung Gottes muss sich immer prüfen lassen. Aber es gibt sie. Gott offenbart sich auch heute durch Träume, geistliche Bilder, -Visionen, Prophetien und Eindrücke. Er offenbart sich wie er will, aber ihm Möglichkeiten anbieten, dass er reden und wir hören können, das können und sollen wir tun; individuell und gemeinschaftlich.
 

Geistlicher Kampf

Fasten kann der Vorbereitung auf einen geistlichen Kampf oder eine Auseinandersetzung dienen. Nach dem Speisungswunder in der Wüste, als das Volk ihn zum König machen wollte, fastete Jesus auf einem Berg. Er verzichtete auf seinen Nachtschlaf (Mt 14,23), um sich „in ungestörtem Zusammensein mit dem -Vater zu sammeln, um so volle Kraft gegenüber dem Versucher zu empfangen“, bemerkt Ole Hallesby. 

Fasten als geistliche Auseinandersetzung begegnet uns beim Scheitern der Jünger, ein Kind von dämonischen Beeinflussungen zu befreien (Mk 9,14-29). Nach ihren erfolglosen Versuchen gebietet Jesus dem Geist, auszufahren. Später fragen die Jünger: „Warum konnten wir das nicht?“ Und Jesus sagt: „Diese Art kann durch nichts ausgetrieben werden außer durch Gebet und Fasten“ (Mk 9, 29 nach LÜ 1956).

Auch heute können Menschen Befreiung von dämonischen Bindungen erfahren, und wir tun gut daran, uns neu auf dieses „Werkzeug“ des Betens und -Fastens zu besinnen. In Möttlingen litt die Gottliebin Dittus (1842) unter dämonischen Beeinflussungen. Nach einem längeren Gebetskampf kam es zur -Befreiung, und der Pfarrer Johann Christoph Blumhardt rief laut aus: „Jesus ist Sieger“. In der Zeit der geistlichen Auseinandersetzung fastete Blumhardt und schreibt, „dass die nachfolgenden Kämpfe mir außerordentlich dadurch erleichtert wurden“. 

Zweifelsohne leben wir in einem Zeitalter der Süchte, Abhängigkeiten, Bindungen. Leben wir schon mit neutestamentlichen Erfahrungen oder haben wir -kapituliert und meinen, Gott sei für Befreiung aus diesen Verstrickungen nicht zuständig?
 

 Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit

In vielen Artikeln und Büchern zum Thema erscheint eine wichtige Bibelstelle nicht: Jesaja 58, 1-12. Im ersten Teil des Textes wird deutlich, wie die Praxis pervertiert wurde: Die Fastenden waren streitsüchtig, stellten ihr Fasten zur Schau und verhielten sich -sozial ungerecht. Dagegen setzt Jesaja ein gott-gefälliges Fasten: Unrecht und Unterdrückung be-enden, Hungrige speisen, Obdachlosen Unterkunft gewähren, Bedürftigen helfen. Jesaja fordert ein -Fasten, das mit einer sozialethischen Grundhaltung verbunden ist. Am Fasten, das den Nächsten miss-achtet, hat der Herr keine Freude. Im Buch Tobit (12,8) heißt es: „Es ist gut, zu beten und zu fasten, barmherzig und gerecht zu sein“. Fasten, Beten und Spenden bildeten in der Kirchengeschichte über viele Jahrhunderte eine untrennbare Trias. 

Fasten hat etwas mit meinem Nächsten, dem das -Lebensnotwendige fehlt, zu tun. John Piper beschreibt seine Erfahrung mit diesem Text als Pastor: „Ich bin von menschlichen Problemen umgeben, die sich im Stadtzentrum ansammeln. Ich lebe ständig mit der Frage, wie mein Glaube – das Fasten eingeschlossen – zu diesen Problemen in Beziehung steht. Jesaja 58 hat in mir und in vielen meiner Gemeinde die Leidenschaft erweckt, zu geben und sogar uns selbst hinzugeben für jene, die allergrößte Not leiden. Mehr als einmal bekamen wir als Gemeinde Orientierung bei der Überlegung, wie wir die Überzeugung, dass Gott auch Herr über all -diese Probleme der Innenstadt ist, verbreiten können“.

Laut einer Studie der Friedrich Ebert Stiftung sind acht Prozent der deutschen Bevölkerung von Armut und Perspektivlosigkeit bedroht. Weiten wir die Nächstenliebe auf die Menschen in der Zwei-Drittel-Welt aus, kommen wir sehr schnell zur Frage: Was hat Fasten mit Ungerechtigkeit und ökonomischer Ausbeutung in der Welt zu tun?  

Im betenden Fasten wird eine sozialethische und sozial-politisch wirksame Kreativität geboren: die Kunst, heute als Christ zu leben, wird darin schöpferisch.
 
 

IV. In welcher Haltung fasten die Menschen in der Bibel?

Fasten ist unter Christen in Verruf gekommen, weil es als Frömmigkeitsübung zur Erlangung des Seelenheils missdeutet wurde. Deshalb wollen wir fragen, was die angemessene innere Haltung beim Fasten ist. 
 

Demut gegenüber Gott und Menschen

Fasten ist eine Herzenshaltung. Das hebräische Wort für Fasten bedeutet das demütige Sichbeugen unter den heiligen Gott. „Das allbekannte Sprichwort sagt: ‚das Wasser sucht die tiefste Stelle’. Gott, der Allmächtige, stellt seinen Kontakt am ersten nicht mit den Hohen und Gewaltigen her, sondern mit den Niedrigen, den Niedergetretenen, den Zerschlagenen, den Zerbrochenen. Das wird uns im Fasten und Beten deutlich gemacht.” Es ist die Haltung des liebenden, demütigen Herzens, der leeren Hände und des Wunsches nach einem Mehr von Gott, seiner Gegenwart und seinem Wirken. Das Fasten verändert zuallererst den Beter. Als seine Segnungen nennt Mahesh Chavda: Demut, klarere Prioritäten im Leben, Ausgewogenheit in allen Lebensbereichen, weniger Ehrgeiz und Stolz, höhere Sensibilität gegenüber dem Heiligen Geist. Im Fasten werden Charakterschwächen und Sünden deutlich, aber es gibt auch eine Zunahme der Selbstlosigkeit. Wenn es äußerlich bleibt und nicht zutiefst mit dem Herzen und reinen Motiven verbunden ist, bleibt es sinnlos. Jesus brandmarkt das Fasten der Heuchler (Mt 6,16-18), gibt aber zugleich eine Anweisung für das richtige Fasten: „Wenn du fasten willst, dann wasche dein Gesicht und kämme dich, damit niemand es merkt als nur dein Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.” Wir fasten nicht, um Eindruck zu schinden, sondern um in lebendiger Beziehung zu unserem Vater im Himmel zu leben. Ohne eine liebende Gottesbeziehung kann Fasten schnell zur frommen Leistung degenerieren. Dann besteht die Gefahr, dass der Mensch auf der Suche nach dieser Liebe Gottes die geistliche Übung missbraucht.
 

Liebe für Gott und Menschen

„Geistliches Leben ist gelebte Liebesgeschichte mit Gott.“ Mike Bickle ist überzeugt: „Wenn du ein rechtes Verständnis für das Herz Gottes hast, wenn du siehst, da ist ein Gott mit einer zärtlichen Liebe zu dir, der ein brennendes Verlangen hat auch und gerade für dich, dann wird es deine ganze Art und Weise, wie du Gott siehst, verändern. Das gibt dir dann die Kraft, einen Lebensstil des Gebets und Fastens zu praktizieren. Wenn du anfängst, Gott zu genießen, weil du nämlich weißt, dass er Freude an dir hat, selbst wenn du schwach bist; wenn du anfängst zu glauben, dass Gott dich genießt und im Gegenzug  anfängst, ihn zu genießen, dann suchst du nach Möglichkeiten, wie du mehr Zeit für ihn hast im -Gebet. Ich hatte mich immer nach Entschuldigungen umgesehen, um meine Gebetszeit zu verpassen. Als ich anfing, ein neues Verständnis für Gott zu bekommen, fing ich auch an, ein neues Verständnis von mir selbst zu bekommen, wer ich eigentlich in Christus bin. Da fing ich an, Gebet und Fasten zu genießen.“ 
 

V. Fasten und Beten in der Kirchengeschichte

Ein religiöses Phänomen ...
 

Fasten ist ein universelles Phänomen, das man in -allen Religionen kennt. Im Judentum begeht man das zentrale Fasten am Versöhnungstag (3Mo 16, 29). Nach der babylonischen Gefangenschaft wurden mehrere Fastentermine festgelegt (Sach 8, 19). Als Zeichen der Frömmigkeit fastete man aber auch noch in der Woche am Montag und Donnerstag. Bei besonderen Anlässen der Not und Buße wurden weitere öffentliche Fastentage ausgerufen. Im Islam ist das Fasten ein göttliches Gebot, eine der fünf Säulen dieser Religion. Gefastet wird im Ramadan, dem neunten Monat des islamischen Mondjahres. 

Buddha lehrte, dass wenig essen die Meditation auf dem Weg zur Erleuchtung erleichtert. Deshalb verzichten buddhistische Mönche und Nonnen täglich nach zwölf Uhr mittags auf jegliche Nahrung. Daneben gibt es monatliche Fastentage. Auch der Animismus kennt es als Mittel der Öffnung zur Geisterwelt. Schamanen und Medizinmänner fasten, um sich magische Kräfte anzueignen. Die kultischen Zeremonien der mittelamerikanischen Mayas wurden mit streng befolgten Fastenübungen durchgeführt. Und mancher Esoteriker glaubt, dass er sich durch Lichtfasten ernähren kann.
 

... in der frühen Kirche

Die frühe Kirche verlegte im 2. Jahrhundert ihre Fas-tentage auf Mittwoch (Versammlungstag des Hohen Rates) und Freitag (Tag der Kreuzigung). Je nach -Intensität kannte man ein Fasten bis zur 9. Stunde (15 Uhr), bis zum Abend oder bis zum nächsten Tag (Überfasten). Gewöhnlich fastete man bis 15 Uhr, feierte dann Abendmahl und brach das Fasten. „Das Fasten verband die Christen zu einer Gemeinschaft. Es war nicht ein privates asketisches Werk, sondern eine Form gemeinsamen Betens und Wachens.“ 

Daneben bildete sich bald das Osterfasten heraus. War es anfänglich nur am Karfreitag und Karsamstag üblich, ging man bereits im 4. Jahrhundert über zu einem 6-tägigen und in der Folge zum 40-tägigen Fasten. Als Zeit der Buße und inneren Läuterung empfahl man Askese, Gebet und Almosengeben. In späteren Jahrhunderten bereitete man sich mit Fasten auch auf Taufe, Abendmahl und Priesterweihe vor.
 

... im Mittelalter

Im Hochmittelalter wurde dann diese Praxis kodifiziert. Die Fastenanlässe, Fastengesetze, Bittgesuche um Fastenmilderung und die Umgehungen des -Fastens wurden immer umfangreicher. Viele Jahrhunderte ging es nur noch darum, die Vorschriften zu verschärfen oder im Gegenzug dazu abzumildern; das biblische Anliegen war längst aus dem Blick geraten.
 

... in der Reformation

In der Reformationszeit bekämpften dann die Reformatoren sehr klar und unnachgiebig den kirchlichen Legalismus;  keiner von ihnen stellte aber das Fasten als -biblische Praxis in Frage. Martin Luther empfiehlt es aus Liebe zu Gott und geht darauf im Kleinen Katechismus ein. Huldrich Zwingli betont in seiner Predigt „Von -Erkiesen (Auswahl, A.K.) und Freiheit der Speisen“, dass es ihm nicht um das Ablehnen des Fastens geht, sondern um die Glaubensfreiheit in dieser Frage. Fasten dient bei Johannes Calvin drei Zwecken: Überwindung des Fleisches, Vorbereitung der Seelen zum Gebet und Ausdruck der Selbsterniedrigung bei einem Schuld-bekenntnis vor Gott. Waren die Reformatoren als -Kinder ihrer Zeit noch mit dem Fasten vertraut, verlor es später zunehmend an Bedeutung. Zu hoch schätzte man die Gefahr der Werkgerechtigkeit ein, die sich mit solchen religiösen Praktiken verbinden kann. Die Angst vor -einer falschen inneren Haltung führte zu einem Ver-gessen und Nicht-Ausüben einer biblischen Praktik. 

Eine große Ausnahme war John Wesley. Er lehrte, dass die Urgemeinde jeden Mittwoch und Freitag -fastete und rief alle Methodisten dazu auf, es auch zu tun. Er ordinierte keinen Mann zu einem geistlichen Amt, der nicht bereit war, an diesen beiden Tagen bis um 16 Uhr zu fasten.
 

... in der evangelikalen Bewegung

Das Fasten wurde in der weltweiten evangelikalen Bewegung wiederentdeckt. Richard Foster und Dallas Willard legten das Fundament für ein positives Verständnis von geistlichen Übungen und damit auch für das Fasten. Analysiert man die Literatur, auf die sie sich beziehen, findet man eine interessante Mischung: Erweckungsfrömmigkeit, Heiligungs-bewegung, vorreformatorische Spiritualität, katholische Impulse, charismatisch-pfingstliche Bewegung. Diese Mischung mag manchen Gläubigen irritieren. Aber Dallas Willard ist überzeugt, dass ohne „die Überwindung des protestantischen Sektierertums“ keine Neubesinnung möglich ist.
 

VI. Fasten und Beten heute

Im folgenden möchte ich beispielhaft einige Fastenformen und -bewegungen unserer Zeit vorstellen, um den Reichtum der Ausdrucksformen zu dokumentieren und zur Nachahmung zu empfehlen.

Karwoche als Vorbereitung 

Dieses Fasten sollte in Gemeinschaft geschehen und mit Gebetszeiten verbunden sein. Praktisch bedeutet das zum Beispiel, dass sich die Beteiligten aus einem Stadtviertel oder Dorf jeden Tag einmal zum Gebet treffen. Wem das zu viel ist, kann auch nur an drei Tagen (Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag) fasten. Die Osterbotschaft kann durch ein vorlaufendes Fasten viel intensiver vorbereitet und geistlich miterlebt werden.
 

Fastentag zur Fürbitte

Fasten bietet sich auch als geistliche Übung für christliche Werke an. Wichtig ist, dass alle zu einem -gemeinsamen Konsens darüber finden. Ein Beispiel: Das Glaubenszentrum Bad Gandersheim fungiert als Missionsbasis für Bibelschüler des Werkes. Jeden 3. Donnerstag im Monat fasten und beten die Mitarbeiter rund um die Uhr gemeinsam mit anderen Christen in Bad Gandersheim und parallel zu anderen -Gemeinschaften deutschlandweit für unser Land. 

Geistliche Zielrichtung sollte sein, dass die Fastenzeit zu einer Konzentration auf Gott verhilft. Ein ruhiger Tagesablauf mit dosiertem Medienkonsum ist dazu unabdingbar. Wenn der Beruf den vollen Einsatz -erfordert, sollte die zur Verfügung stehende persönliche Zeit ruhiger gestaltet werden. Wie die Fastenzeit konkret aussieht, hängt vom Fastenden ab. Jeder wird die Zeiten des Gebets, des Bibellesens, des Hörens auf Gott, Niederschreibens wichtiger Gedanken, -Lesens geistlicher Lektüre anders gestalten, je nach den persönlichen Erfordernissen und Gegebenheiten. 
 

Außerdem möchten wir sie gerne noch auf die Initiative "Himmelsstürmer - 40 Tage beten und fasten" verweisen.

VII. Schlussgedanke

Wir haben einen langen Weg hinter uns. Wir haben überlegt, wie die Bibel Fasten bewertet, warum Menschen fasten, was die Fallstricke sind und wie praktisch gefastet werden kann. Aber entscheidend im christlichen Glauben sind nicht große Theorien, sondern dass wir unseren Glauben fröhlich leben. Fasten muss ausprobiert und in das Alltagsleben integriert werden. Dann werden wir auch Veränderungen und Segen erleben. Das letzte Wort soll Dietrich Bonhoeffer haben: „Jesus setzt als selbstverständlich -voraus, dass die Nachfolgenden die fromme Übung des Fastens halten (…). Solche Übungen haben den einzigen Zweck, den Nachfolgenden für den ihm -befohlenen Weg und für das ihm befohlene Werk bereiter und freudiger zu machen.“
 

Literaturempfehlungen:

Bickle, Mike, Nahe am Herzen Gottes. Predigt auf der History-Maker-Konferenz in Dortmund, Mai 2002, 03.09.2009 

Blumhardt, Johann Christoph, Die Heilungsgeschichte der Gottliebin Dittus. Vandenhoeck und Ruprecht 1978 

Bockmühl, Klaus, Hören auf den Gott der redet. Brunnen 1990

Bonhoeffer, Dietrich, Nachfolge. Chr. Kaiser 1983 

Brantschen, Niklaus, Fasten neu erleben. Warum, wie, wozu? Herder 1992 

Chavda, Mahesh, Die verborgene Kraft des Betens und Fastens. G. Bernard-Verlag 2000

Foster, Richard, Nachfolge feiern. R. Brockhaus-Verlag 1996

Grün, Anselm, Fasten. Vier-Türme-Verlag 2002

Hallesby, Ole, Vom Beten. R. Brockhaus-Verlag 1994

Kusch, Andreas, „Trialogische Kommunikation – in Gottes Gegenwart kommunizieren“, S.48-58, in: Müller, Klaus (Hg.), Mission als Kommunikation. Festschrift für Ursula Wiesemann. Nürnberg 2007

Kusch, Andreas, „Gottes Stimme im Alltag hören“, Brennpunkt Seelsorge 2004/3+4, S. 47-56

Kusch, Andreas, „Esoterik, okkulte Einflüsse und die Freiheit durch Christus“, Diakrisis 2 + 3/2004

Piper, John, A Hunger for God. Desiring God Through Fasting and Prayer. Crossway 1997

Prince, Derek, Die Waffe des Betens und Fastens. Jugend mit einer Mission 1980

Reisinger, Ferdinand, „Sozial engagiert fasten – Ein Fasten, wie Gott es liebt, in: Lebendige Seelsorge 1991/42

Ruhbach, Gerhard, Geistlich leben. Wege zu einer Spiritualität im Alltag. Brunnen 1997 

Susin, Luiz Carlos, „Almosen, Fasten und Gebet. Das Werk oder der Kreislauf von Barmherzigkeit und Anbetung“, Concilium 41, 2005/2, S. 199-209

Willard, Dallas, Das Geheimnis geistlichen Wachstums. Projektion J 2002

Von

  • Andreas Kusch

    ist Agrarökonom und promovierter Agrarsoziologe. Gegenwärtig ist Andreas Kusch Dozent an der Akademie für Weltmission (Korntal) für „Spiritualität“ und „Transformative Entwicklungszusammenarbeit”.

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