Vater-Kind-Wochenende in Weitenhagen/Greifswald

„Können wir das Vater-Kind-Seminar nicht eine ganze Woche lang machen?“, fragte Peter in der Abschlussrunde am vergangenen Wochenende in Weitenhagen. Sein Wunsch sprach vielen Kindern aus der Seele. Es war ein Wochenende voller Tatendrang: Väter und Kinder arbeiteten gemeinsam mit Bohrern, Stichsägen und Schleifpapier an ihrem ganz eigenen Holzbauprojekt – jede Familie baute ihr eigenes „KLASK“-Brettspiel. Ganze zwölf Väter (inkl. Referenten) und dreizehn Kinder aus Sachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin nahmen teil.

„Das hat mir so gutgetan“, ergänzte ein Vater und bestätigte damit, was alle empfanden: Die ungeteilte Zeit mit dem eigenen Kind und die Gemeinschaft mit anderen Vätern war ein echtes Geschenk. In diesen zwei Tagen steckte alles drin: Gemeinsames Werkeln, Spielen, Backen und wertvolle Zeit füreinander. Zu den vielen Höhepunkten zählten das exzellent vorbereitete Baumaterial von Daniel Schneider (OJC), ein actiongeladenes Geländespiel bei Minusgraden und ein spannendes KLASK-Turnier. Besonders bewegend waren die Sonntagsbegrüßung, bei der die Väter ihre Kinder einzeln segneten sowie der Abschlussgottesdienst.

Auch der inhaltliche Austausch kam nicht zu kurz: In einer Impulsrunde loteten die Väter die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Gott und Jesus aus und reflektierten, wie die eigene Biografie die Beziehung zu den eigenen Kindern prägt. „Die Mischung aus Machen, Input, Feiern und Interaktion tat mir und meiner Tochter unglaublich gut“, resümierte ein Teilnehmer, während seine Tochter zustimmend nickte.

Den krönenden Abschluss bildete der Gottesdienst in der Weitenhagener Kirche. Pastor Friedemann Wienß führte lebendig durch den Ablauf, während Jonas Großmann (OJC) in seiner Predigt die Brücke zwischen dem KLASK-Spiel und unserem Glaubensleben schlug. Ganze sechs Dimensionen unserer Beziehung zu Gott lassen sich dabei – ganz ohne geistig-geistliche Verrenkungen – entdecken. Selbst die regulären Gottesdienstbesucher ließen sich mitreißen: Nach der Predigt tauschten sie sich ganz selbstverständlich in Kleingruppen darüber aus, welche Ebene sie für die kommende Woche mitnehmen wollen.

Dass am Sonntagvormittag der Strom ausfiel, verlieh dem Ganzen einen besonderen Charme: Bei Kerzenschein, ohne Mikrofon und eingekuschelt in herbeigeholte Decken wurde der Gottesdienst zu einem einprägsamen Gemeinschaftserlebnis. Am Ende entschied sich die Gemeinde per Abstimmung für eine ganz neue Definition des Spielnamens: KLASK – König Leitet Alle Seine Kinder. 

 

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